Audi A3 1.6 TDI: Der kompakte Sparer im Fahrbericht

Audi A3 99 Gramm CO2-Ausstoß

Audi hat den A3 1.6 TDI in einer Spritsparvariante aufgelegt. Technisch modifiziert soll der 105 PS starke Diesel mit dem Kraftstoff besonders knauserig umgehen. Erste Fahreindrücke.

Es sieht nicht gut aus. Über Å hängen tiefe Regenwolken - am liebsten würde man direkt ans Tourende nach Bee am Rande des Lago Maggiore reisen . Neun Grad Außentemperatur, während die Kollegen aus Stuttgart 24 Grad bei Sonnenschein melden. Wer noch nie auf den Lofoten war, muss sich den Reiz der norwegischen Inselgruppen in seiner Phantasie vorstellen. Die hohen Felsformationen, die brandenden Fjorde - alles in tiefe Wolkenfelder gehüllt. Dichter Regen treibt über das Land, von der einheimischen Bevölkerung ist kaum etwas zu sehen. Die roten und blauen Holzhäuser wirken wie verlassen.

Audi A3 schafft gute Verbrauchs- und CO2-Werte

Nicht die besten Voraussetzungen, Verbrauchsrekorde einzufahren, allein weil Wind und Wetter die Aerodynamik beeinflussen, und der ununterbrochen arbeitende Regenwischer auf Kosten des Treibstoffkonsums gehen. Doch es braucht keine Idealbedingungen mehr, um heutzutage mit Autos vom Schlage eines Audi A3 Verbrauchswerte einzufahren, die früher mit Ach- und-Krach ein 3-Liter-Lupo geschafft hat - inklusive heftigem Schaltruckeln. Der Audi A3 1.6 TDI mit nagelneuem Common-Rail-Diesel, 105 PS Leistung, 250 Newtonmeter Drehmoment und einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h lässt sich wie ein ganz normales Kompaktmodell bewegen. Und das, obwohl er sich laut Werksangabe mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,1 Liter/100 km bescheiden soll - das entspricht einem CO2-Ausstoß von nur 99 g/km.

Zehn Millimeter Tieferlegung für den Audi A3 1.6 TDI

Die elektrische Lenkung arbeitet spontan und ohne die Indirektheit früherer Modelle. Der Fahrer weiß stets, woran er ist. Von der Bremsrekuperation, also der Rückgewinnung der Energie beim Stoppen, merkt er ohnehin nichts. Und die Start-Stopp-Automatik kann im Norden Norwegens, wo es kaum Ampeln gibt, ihre Vorteile gar nicht ausspielen. Der Motor klingt in der Kaltstartphase noch rauh, aber sobald er auf Betriebstemperatur ist, erkennt man den Charakter des Selbstzünders nur noch, wenn man neben dem Auto steht. Im gut gedämmten Innenraum ist nichts zu hören. Unterwegs auf kurvenreichen Strecken mit einem lang ausgelegten Fünfganggetriebe und einer Karosserie, die gegenüber dem Serienmodell um zehn Millimeter tiefer gesetzt ist - und auch das hat keine negativen Einflüsse auf das Fahrverhalten.

Audi Efficiency Challenge A to B

Mit etwas Mühe schafft mit dem Audi A3 1.6 TDI 3,5 Liter Verbrauch

Der Audi A3 handelt souverän, und wer nach einem engen Rechts-Links-Geschlängel einen Blick auf die Verbrauchsanzeige wirft, ist beruhigt: 3,8 Liter pro 100 Kilometer kosten keinen allzu sensiblen Gasfuß. Man fühlt sich wohl, vermisst keine Leistung und erfreut sich am Verbrauch. Wer es nämlich wirklich darauf anlegt, schafft einen Schnitt von 3,5 Liter pro 100 Kilometer. Da kommen selbst die Elche am Rande der Strecke ins Staunen: Ein sparsameres Kompaktmodell ist noch nie an ihnen vorbeigeflogen. Der norwegische Regen ist ihnen weit vertrauter.

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Birgit Priemer

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