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Audi A7 Concept

Unterwegs mit der Concept-Limousine

Audi A7 Foto: Jim Fets 41 Bilder

Luxuslimousinen mit Fließheck haben Seltenheitswert. Bei Audi wird man ab 2010 in Form des A7 fündig. Die Technik stammt vom nächsten A6.

06.01.2010 Birgit Priemer

Einer solchen Mission mussten die US-Sheriffs Banks und Olson im vorweihnachtlichen Beverly Hills noch nie nachgehen. Die Cops in ihrer dunkelblauen Uniform haben ausnahmsweise keine Menschen zu beschützen. Sie müssen ein Auto bewachen, von dem es bislang nur ein Exemplar gibt: Die Rede ist von der Audi-Studie Sportback Concept, die auf der Detroit Auto Show Anfang Januar als Ausblick auf den Audi A7 präsentiert wird, der 2010 auf den Markt kommen soll.

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Vorstellung Audi A7 Concept
auto motor und sport 01/2010
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Mit dem Audi A7 über den Rodeo Drive

Zu seiner Jungfernfahrt auf öffentlichen Straßen setzt sich der 4,95 Meter lange Audi A7 Concept ganz vorsichtig in Bewegung. Noch ist es weit von der Serienreife entfernt. Die Luftfedern ächzen unter der Last, allzu hohe Geschwindigkeiten lässt das fragile Modell noch nicht zu, obwohl der Dreiliter-TDI mit 225 PS dazu durchaus in der Lage wäre. Doch für den ersten Ausflug auf der berühmten Flaniermeile Rodeo Drive reicht gelassenes Schlendertempo. Die Cops riegeln den Verkehr für das viertürige Coupé einfach ab, und so können die Bentley -, Rolls-Royce - und Ferrari-verwöhnten Kalifornier mit dem Fotohandy in Ruhe erste Schnappschüsse machen. Der Audi A7 zieht vor den Edelboutiquen von Dior, Chanel und Ralph Lauren die Blicke auf sich wie Jennifer Lopez, die hier noch am Vortag auf Shoppingtour gesichtet wurde.

Der Audi A7 stiehlt den arrivierten Edelkarossen die Show

"Wir wollen mit dem Audi A7 als Premiumanbieter eine völlig neue Duftnote setzen", hat sich Achim Badstübner als Chef des Exterieur-Designs vorgenommen. "Um die Figur zu betonen, haben wir bewusst eine ruhige Form gewählt." Und die wirkt auch auf eine US-Passantin, die ihren Mercedes CLS beim Anblick des Audi A7 energisch abbremst. Kein Wunder: Das Zusammenspiel eines ungewöhnlich breiten Unterbaus in Kombination mit einem schmal gehaltenen Kabinenaufbau und dem großen Glasdach, das für einen lichtdurchfluteten Innenraum sorgt, stiehlt den arrivierten Edelkarossen mühelos die Show.

Der Audi A7 soll in der Serienversion kürzer werden

Der Audi A7 baut auf dem längsmodularen Querbaukasten von Audi A4 und Audi A6 auf und misst als Studie 4,95 Meter. In der Serienversion sollen es einige Zentimeter weniger sein, wobei der Audi A7 exakt den Radstand der nächsten A6-Generation an den Tag legt und so im Fond viel Beinfreiheit für die Passagiere bietet. Sie logieren dort auf luxuriösen Einzelsitzen, die bei der Studie in weißem Leder gehalten sind. Passend dazu abgestimmt ist das dunkle Eichenholz, das sich in der Türinnenverkleidung, am Cockpit und am breiten Mitteltunnel wiederfindet. Edle Einkaufstüten lassen sich im Gepäckabteil mit dickem Teppich stilvoll unterbringen.

Das Audi A7-Heck vergleichen Designer mit einem Bootsrumpf

Mit 500 Liter Volumen ist es zudem geräumig und über die große Klappe mühelos zu erreichen. Dabei ist es gerade die Rückansicht des Audi A7, die bewundernde Blicke auf sich zieht. Dort endet der Audi auf eine Art, die Designer als "negativen Anschnitt" bezeichnen und mit einem Bootsrumpf vergleichen: "Das ist ein neues Designelement, mit dem wir hier zum ersten Mal spielen", erklärt Badstübner. "Mit dieser besonderen Architektur wollen wir die Gattung des Sportback ganz neu besetzen." Glanzvoller Abschluss: das dritte Bremslicht, das sich stilvoll-schmal über die gesamte Breite des Dachs zieht.

Ab Mitte 2010 soll der Audi A7 auf den Markt kommen

Experiment geglückt, denn ein solch ausgewogenes Karosseriekonzept hat Seltenheitswert - auch im Luxuswagensegment. Und da gehört der Audi A7 zweifellos hin. Schließlich übernimmt er mit Nachtsichtgerät, Verkehrszeichenerkennung und Spurwechselwarner die Assistenzsysteme des neuen Audi A8. An die Stelle eines kleinen Ziffernfeldes links vom Automatikwählhebel rückt dann auch ein Touchpad, auf dem der Fahrer mit dem Finger handschriftlich sein Navigationsgerät programmieren kann. Wer möchte, kann den Audi A7 ab der zweiten Jahreshälfte 2010 genauso mit Voll-LED-Scheinwerfern ordern wie den Audi A8, der zum Jahresanfang in neuer Form an den Start geht.

Der Audi A7 soll nur 5,9 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen

Fit für den US-Markt ist der Audi A7 dank seinem Ad Blue-Tank, aus dem eine Harnstofflösung vor dem D-NOx-Kat eingespritzt wird, um Stickoxide zu reduzieren und die Emissionsgrenzwerte in allen 50 US-Staaten einzuhalten. Der Verbrauch des Dreiliter-V6-TDI soll im Schnitt bei 5,9 Liter pro 100 Kilometer liegen, was einem CO2-Ausstoß von 156 g/km entspricht. Kombiniert wird das Ganze mit einer Start-Stopp-Automatik, der Siebengang-S-Tronic, rollwiderstandsarmen Reifen und einer bedarfsgerecht arbeitenden, elektromechanischen Servolenkung. Die ermöglicht sogar den Einbau einer selbstlenkenden Einparkhilfe, was in erster Linie Europäer in engen Großstadtfluchten freuen dürfte. Das Fahrwerk ist in seinen Grundzügen aus dem Audi A5 bekannt, erstmals allerdings ergänzt um eine Fünflenker-Vorderachse, die den Audi A7 noch eine Spur agiler machen soll - was angesichts der bereits überzeugenden Wedelkünste eines Audi A5 nur schwer vorstellbar ist.

In weniger als sieben Sekunden soll der Audi A7 auf 100 km/h sprinten

Wie komfortabel und wendig das große Coupé in der Praxis wirklich ist, kann der Audi A7 aufgrund seines Prototypenstatus beim ersten Ausflug noch nicht unter Beweis stellen. Er lässt sich auf dem Rodeo Drive aber schneller wenden als die schweren Ford der Sheriffs und wirkt mit seinen Abmessungen von unter fünf Metern nicht allzu ausladend. Das rund 1.800 Kilogramm schwere Modell kann als Serienauto in weniger als sieben Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt werden und bietet eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h. Die sollte man auf den Highways in den USA allerdings nie und nimmer anstreben. Die Freundschaft mit den Cops hört da nämlich ganz schnell wieder auf.

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