Selbst in der automobilen Oberklasse stehen die Zeichen der Zeit nicht länger auf Opulenz, sondern auf intelligente Beschränkung. Audi hat das bereits frühzeitig erkannt und seinem Topmodell A8 einen sehr leichten Alu-Spaceframe und einen reduzierten, eleganten Auftritt mitgegeben.
Und nachdem W12- und V10-Motoren (S8) den Anspruch auf höchste Weihen glaubwürdig untermauern, soll jetzt ein neuer Basismotor die Konkurrenten BMW Siebener und Mercedes S-Klasse von unten attackieren. Nur 2,8 Liter Hubraum, 210 PS und 280 Nm Drehmoment hat der jüngst im A6 eingeführte V6 – so viel oder so wenig wie sonst keiner in dieser Klasse.
Aber auch in Verbrauch und CO2-Ausstoß unterbietet der Benzin-Direkteinspritzer sogar die sparsamsten Diesel- Vertreter der gehobenen Zunft: 8,3 L/ 100 km im ECE-Mittel und 199 g/km sind jedenfalls vorbildliche Werte für eine 5,06 Meter lange, mindestens 1765 Kilogramm schwere Luxuslimousine, wenngleich der vorerst nicht geplante 2.7 TDI sicher noch etwas günstiger abschneiden würde.
Trotzdem hat Audi dem Benziner mit Bedacht den Vorzug gegeben, schon weil der neue, auf Effizienz getrimmte 2.8 eine wichtige Evolutionsstufe des im Prinzip seit 1990 gebauten V6 darstellt. Vom zweistufig variablen Ventilhub (Valvelift) profitieren sowohl Leistungsentfaltung und Verbrauch.
Zudem helfen neben diversen Detailmaßnahmen vor allem die kleineren Öl- und Wasserpumpen, die Reibungsverluste gegenüber dem unveränderten 3,2-Liter- FSI um 25 Prozent zu senken. Weitere Einsparungen bringt die stufenlose, neu abgestimmte Multitronic (Serie), die bei konstanter Fahrt die Motordrehzahl auf bis zu 1100/min reduziert.
Audi A8 2.8 FSI: Pfau Sechs
Den optisch und technisch verfeinerten Audi A8 gibt es jetzt auch mit 2,8-Liter-V6 mit 210 PS, den das neue A8-Basis-Modell aus dem A6 übernimmt.
Autor: Bernd Stegemann
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