Unangefochtener Kundenliebling in der Q7-Palette ist der Dreiliter-TDI mit 233 PS. 68,5 Prozent der Käufer entscheiden sich für dieses Modell. Den 4.2 TDI wählen 27 Prozent. Somit macht der Benziner-Anteil beim Audi Q7 nicht einmal fünf Prozent aus. Davon entfallen drei Prozent auf den 3.6 FSI - einen 280 PS starken V6.
Während Q7-Fahrer bei den äußeren Dimensionen (Länge 5,09 Meter) also wenig Bescheidenheit erkennen lassen, geben sich die meisten bei der Motorisierung mit der V6-Basis zufrieden. Angesichts der gebotenen, beinahe identischen Fahrleistungen fällt der Verzicht in beiden Fällen jedoch nicht besonders schwer. Denn mit weniger als neun Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h verdienen sich die 2,3 (FSI) beziehungsweise 2,4 Tonnen (TDI) schweren SUV allemal Respekt. Nur in der Höchstgeschwindigkeit hat der Benziner die Nase leicht vorn.
Drehmoment-Unterschied von 140 Nm
Im Antritt ist der gefühlte Unterschied zwischen den beiden Aggregaten geringer, als es das Drehmoment-Plus von 140 Nm beim Diesel vermuten lässt. Dank Drehmoment-Erhöhung im Wandler der Automatik wirkt auch der Benziner alles andere als schlapp bei niedrigen Drehzahlen, selbst wenn er nicht ganz an die Durchzugsstärke des Diesel-Triebwerks herankommt. Im Gegenzug dreht der FSI höher als der TDI und scheint dadurch etwas spritziger.
Mit seinem sonoren Auspuff-Sound klingt der Benziner vor allem bei niedrigen Drehzahlen zudem ein wenig nach V8. Er läuft auch etwas kultivierter als der Diesel, dessen Motorgeräusch von einem leicht metallischen Unterton begleitet wird. Mit zunehmender Geschwindigkeit verlieren sich diese Unterschiede aber im Fahrtwind.
Das Kostenkapitel entscheidet
Bei der Entscheidung, welchem der beiden Sechszylinder man denn nun den Vorzug geben soll, helfen auch die Einstandspreise wenig weiter. Mit 50.800 Euro kostet der Diesel gerade mal 450 Euro mehr als der Benziner, beide mit Sechsstufen-Automatik. Das Geld ist aber gut angelegt, da der TDI unterm Strich vom ersten Kilometer an spart. Die niedrigeren Kraftstoffkosten und der geringere Wertverlust machen die höheren Fixkosten mehr als wett. Die knapp 70 Prozent Q7-Fahrer, die sich für den 3.0 TDI entscheiden, liegen mit ihrer Wahl also goldrichtig, zumal der FSI keine fühl- und messbaren Vorteile bietet.




