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Der neue Audi SQ5 (2017) im Fahrbericht

Zehn Punkte zum sportlichen SUV

Audi SQ5 2017 Fahrbericht Foto: Audi

Anfang des Jahres debütierte die zweite Generation des erfolgreichen Q5. Die sportliche Variante in Form des neuen SQ5 wird Mitte des Jahres zu den Händlern kommen. Wir sind ihn bereits gefahren.

31.05.2017 Annette Napp 1 Kommentar

Ganz Ungeduldige können den sportlichen SUV sogar seit einigen Wochen schon bestellen, der Produktionsstart steht allerdings noch bevor. Wir hatten dennoch schon Gelegenheit, mit dem SQ5 eine erste Probefahrt zu unternehmen und ihn etwas näher kennen zu lernen. Diese zehn Punkte sind uns dabei aufgefallen:

1. Bevor wir einsteigen, werfen wir einen kurzen Blick auf sein Äußeres. Die Unterschiede zum normalen Q5 fallen allerdings ähnlich behutsam aus, wie zwischen erster und zweiter Generation. Unter anderem die Stoßfänger vorne wie hinten sowie das Kühlergitter, eine Diffusorspange und Außenspiegel in Aluminiumoptik verraten außer dem S-Schriftzug den SQ5. Außerdem steht er serienmäßig auf 20 Zoll-Rädern, optional gibt es 21-Zöller.

Audi SQ5 2017 FahrberichtFoto: Audi
Bei der Luftfederung ist auch das Höhenniveau einstellbar.

2. Die trägt auch unser Testwagen. Dank Fahrwerk mit Fünflenkerachse vorne und hinten sowie der optionalen Luftfederung leidet der Komfort darunter aber nicht. Das mag für sportlich ambitionierte Fahrer zwar zunächst unnötig klingen. Immerhin sitzen wir aber in einem SUV, bei dem es eben nicht nur um die beste Rundenzeit auf der Rennstrecke geht. Daher lässt sich die Dämpferregelung serienmäßig zusammen mit dem Fahrdynamiksystem in verschiedene Fahrmodi (von efficient über Comfort bis dynamic) anpassen. Bei der Luftfederung ist auch das Höhenniveau einstellbar.

3. Apropos Fahrmodi: außer den adaptiven Dämpfern sind hier unter anderem Motorsteuerung, Lenkung, Getriebe sowie das optionale Sportdifferenzial eingebunden. Per Tastendruck wandelt sich der potente, Auspuff-brabbelnde SQ5 so sekundenschnell in eine leise, zurückhaltende Sänfte. Getreu dem Motto: Alles kann, nichts muss.

4. Und er kann – bei 354 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment ab 1.370 Umdrehungen pro Minute bleiben im Alltag quasi keine Leistungswünsche offen. Ohne nennenswerte Verzögerung (dank Abgasturbolader nach Twinscroll-Prinzip) schiebt der V6 TFSI-Motor mit knapp drei Litern Hubraum den SQ5 mächtig voran und gönnt sich bis 250 km/h auch keine Pause. Dann allerdings legt die Elektronik dem schönen Spiel einen Riegel vor. Allerlei moderne Technik wie das neue B-Zyklus-Brennverfahren – eine Weiterentwicklung des so genannten Miller-Zyklus – und ein besonderes Thermomanagement des Motors sollen dabei den Verbrauch niedrig halten. Wie gut das funktioniert, kann aber erst der erste richtige Test zeigen.

Audi SQ5 2017 FahrberichtFoto: Audi
Die Technik verspricht beste Traktion sowie präzises und agiles Fahrverhalten.

5. Bis dahin begnügen wir uns also mit einem ruhigen Ausflug in den Alltag. Aber halt. Wieso ruhig? Die Landstraße ist leer, die Kurven sind einladend. Im Rahmen der gesetzlichen Freiräume darf der SUV da gerne seine Muskeln spielen lassen. Um den quattro-Antrieb allerdings aus der Reserve zu locken, sollte man schon besser eine abgesperrte Strecke wählen. Immerhin verspricht die Technik beste Traktion sowie präzises und agiles Fahrverhalten. Dafür sorgt das Torque Vectoring der radselektiven Momentensteuerung zusammen mit dem optionalen Sportdifferenzial. Letzteres versorgt das kurvenäußere Hinterrad beim Beschleunigen aus engen Radien mit höherem Drehmoment.

6. Doch auch die modernste Technik kann eine Sache nur schwer verbergen: der SQ5 ist ein ziemlich dickes Schiff. Schon ohne Fahrer bringt er es auf ein Leergewicht von 1.870 Kilogramm, die nicht nur längs-, sondern auch querdynamisch bewegt und kontrolliert werden wollen. Vor allem bei hohen Tempi scheint sich die Massenträgheit da mitunter bemerkbar zu machen.

7. Maximal darf man den Audi auf ein Gesamtgewicht von bis zu 2,5 Tonnen vollpacken. Wie beim normalen Q5 schluckt der Gepäckraum dafür im Normalfall 550 Liter, bei umgeklappter Rücksitzlehne wächst das Ladevolumen auf 1.550 Liter. Auch die Variabilität bleibt gleich. So ist die Rückbank in drei Segmente geteilt, lässt sich längs verschieben und in der Neigung verstellen.

Audi SQ5 2017 FahrberichtFoto: Audi
Auch in puncto Assistenzsysteme profitiert der SQ5 von seinen Modellbrüdern.

8. Auch in puncto Assistenzsysteme profitiert der SQ5 von seinen Modellbrüdern. So stehen alle Audi-Systeme zur Wahl, unter anderem der Querverkehrassistent hinten, der Parkassistent, ein Bergabfahrassistent sowie die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung. Letztere projiziert ihre Infos auch ins Head-up-Display, genau wie der adaptive Tempomat, der Tempolimits auch selbstständig übernimmt. Für die Bedienung stehen in der Topausstattung außer den Lenkradtasten und dem volldigitalen Cockpit ein 8,3 Zoll großer Bildschirm sowie ein Dreh-Drück-Steller und eine Touch-Oberfläche zur Verfügung.

9. Sie wollen jetzt eigentlich nur noch wissen, was der ganze Spaß kostet? Nun, aber 64.900 Euro sind Sie dabei. Das ist zwar, Sie ahnen es, erst einmal nur der Grundpreis. Doch zur Serienausstattung gehören unter anderem schon LED-Scheinwerfer, der permanente Allradantrieb quattro, eine Achtstufen-Automatik sowie Sportsitze in Alcantara und Leder.

10. Klingt alles toll, Sie fahren aber doch lieber Diesel? Dann lohnt es sich eventuell zu Warten, denn 2018 soll der SQ5 auch mit einem TDI-Motor auf den Markt kommen.

Fazit

Wer das nötige Kleingeld hat, macht hier wenig falsch. Mit dem potenten Dreiliter-V6 ist der SQ5 jederzeit gut unterwegs, ohne dabei zu übertrieben zu wirken oder gar Kompromisse zu fordern.

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Neuester Kommentar

Wenn ich mich nicht täusche ist das ein extrem teures Auto aus dem Billiglohnland Mexiko. Na Ja, wers Geld hat? Oder besser vom Staat als Geschäftsauto subventioniert. Ist das dann Entwicklungshilfe für arme Länder?

Quadmoto 5. Juni 2017, 17:51 Uhr
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