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Audi TT SUV-Concept

Neue Trophies für Touristen

Audi TT SUV-Concept, Fahrbericht Foto: Audi 19 Bilder

Audi will die TT-Familie ausbauen und den kompakten Coupés und Roadstern einen SUV und einen Viertürer zur Seite stellen. Erste Fahreindrücke der neuen Modelle, die nach dem berühmten Tourist-Trophy-Rennen auf der Isle of Man benannt sind.

04.12.2014 Malte Jürgens

Der Audi TT offroad concept ist zwar derzeit nur Studie, aber als Hybrid-SUV wird er zum Botschafter beeindruckender Eckdaten: Seine Gesamtleistung beträgt 408 PS. Der Verbrauch soll bei nur 1,9 Litern Superbenzin pro 100 Kilometern liegen, und den Sprint auf 100 km/h absolviert der rund 1,5 Tonnen schwere Viertürer laut Werk in flinken 5,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit? 250 km/h, elektronisch abgeriegelt.

Die erste Probefahrt auf der prestigereichen Promenade von Cannes überrascht. Der Audi TT offroad concept bietet nicht nur vorne deutlich mehr Platz, als man dem Abkömmling des sportlich knapp geschnittenen TT-Coupés zugetraut hätte. Er hält auch auf den Rücksitzen das Dach respektvollen Abstand. Selbst vom Scheitel groß gewachsener Insassen.

Die Dachlinie des TT haben die Audi-Designer mit dem Kunstgriff einer flachen Kante ein paar Zentimeter über der oberen Fensterlinie im Blech der SUV-Studie verewigt: Optischer Anhalt, wie weit das Dach des Audi TT offroad concept zum Heck hin tatsächlich höher gezogen wurde, um im Fond ein luftigeres Raumgefühl zu erreichen.

Audi TT offroad concept mit 292 Turbo-PS

Cool wirken die beiden unübersehbaren Druckknöpfe in dem Dreispeichen-Lenkrad. Der rote rechte Button steuert die Ein- und Ausschaltfunktion, während der Drücker für den linken Daumen eine unmissverständliche Botschaft aus dem Motorsport trägt: Booster. Hier können die beiden Elektromotoren den Zweiliter-Turbo unterstützen, der selbst schon 292 PS leistet. Zum Überholen wunderbar, gepaart mit einer Prise Fahr-Feeling á la Nico Rosberg.

Die im Offroad-TT eingesetzte Hybrid-Technik löst dabei den von Audi über die Jahrzehnte perfektionierten mechanischen Allrad-Antrieb ab. Nicht nur, dass der Audi TT offroad concept mehr als 50 Kilometer weit rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei fahren kann und so auf eine Gesamtreichweite von bis zu 880 Kilometern kommt.

Der quer montierte 2.0 TFSI-Motor arbeitet über eine Trennkupplung mit einem Elektromotor zusammen, der bis zu 40 kW Leistung und 220 Nm Drehmoment produziert. Die schmale, scheibenförmige E-Maschine ist in das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integriert und schickt die Antriebsmomente auf die Vorderräder. Unabhängig von dieser Antriebseinheit sitzt an der Hinterachse des Audi TT offroad concept ein zweiter Elektromotor, der maximal 85 kW und 270 Nm aufbringt.

Ist die standardmäßig angetriebene Vorderachse mit der Kraftübertragung auf die Straße am Ende, schaltet sich automatisch und unauffällig der Elektromotor der Hinterachse zu. Schwere und teure konventionelle Technik wie eine Kardanwelle oder ein kompliziertes Mittendifferential entfällt auf diese Art.

Das Management der drei Motoren bietet drei Fahrmodi. Im EV-Modus geht es rein elektrisch bis 130 km/h, im Hybridmodus arbeiten alle drei Antriebe je nach Bedarf zusammen. Häufig übernimmt dann der vordere Elektromotor die Rolle des Generators. Im Sportmodus steht die volle Systemleistung zur Verfügung – beim „Boosten“, also beim kräftigen Beschleunigen, wird die hintere E-Maschine mit dem Verbrennungsmotor gekoppelt. Auf rutschiger Straße oder im leichten Gelände wird der Audi TT offroad concept sozusagen zum E-tron-quattro.

Das Fahrwerk des Audi TT offroad concept erwies sich beim ersten Roll out von auto motor und sport noch als Vertreter der eher steifen Lebensart, was auch an den aus optischen Gründen montierten 21-Zoll-Felgen gelegen haben mag. Bis zum Serienanlauf des TT-SUV, über dessen Zeitpunkt Audi momentan noch das große Ingolstädter Schweigen breitet, dürften Federung und Dämpfung noch Modifikationen erfahren. Die Sportsitze stützen den Oberkörper des Fahrers wirkungsvoll ab, der Raum für die Beine gleicht einem soliden Tunnel mit genügend Platz nach allen Seiten. Sitzposition und Cockpit-Auslegung sind so gewählt, dass sich auch bei zügiger Offroad-Fahrt dem Fahrer ausreichend Möglichkeiten bieten, sich den auftretenden Kräften gegenüber abzustützen.

Mit der elektrischen Servolenkung und dem gut überschaubaren Vorderwagen läßt sich der neue Audi TT offroad concept erfreulich präzise dirigieren. Beim Rückwärtsfahren helfen dann Kamera und Monitor.

Audi TT offroad concept ist intelligent und luxuriös

Die Instrumente des Audi TT offroad concept sind dem Trend der Zeit entsprechend voll digital. Der zentrale Bildschirm mit Tacho, Drehzahlmesser, umschaltbaren Anzeigen etwa für das Navi-System oder einen g-Kraft-Messer sowie dem Info-Block lässt sich jedoch selbst bei Sonneneinstrahlung klar ablesen.

Wenn der Audi TT offroad concept kommt, wird er über zwei neue Fahrerassistenzsysteme verfügen, die kurz vor der Serienreife stehen: den Kreuzungsassistenten, der vor Querverkehr warnt, und das system Ampel-Info: Über den zentralen Verkehrsrechner der Städte kann das Tempo prognostiziert werden, mit den der Audi unterwegs sein muss, damit er die nächste Ampel bei Grün erreicht.

Das Design des Audi TT offroad concept erinnert in Silhouette und Details klar an das TT Coupé, den Ausgangspunkt der Weiterentwicklungen. Die Überhänge sind kurz, das „Glashaus“ ist sportlich-knapp geschnitten und nach oben stark eingezogen; das Höhenverhältnis liegt bei 30 : 70. Edel geht es im Inneren zu. Lenkrad, obere Instrumententafel und die äußeren Zonen der Türverkleidungen sind mit granitgrauem Feinnappa-Leder bezogen. Dachhimmel, Säulenblenden, Türtafeln und der Mitteltunnel sind mit Alcantara bezogen. Die Tür-Armauflagen, die Konsole des Mitteltunnels und die Sitze tragen felsgraue Bezüge aus dem luxuriösen Leder der italienischen Marke Poltrona Frau.

Wann der Audi TT offroad concept kommen wird, hat Audi noch nicht bekannt gegeben. Offizielle Sprachregelung ist ohnehin die Aussage, dass nur einer der beiden hier vorgestellten Entwürfe realisiert wird. Da SUV und auch der Viertürer auf dem modularen Querbaukasten MQB basieren, muss nicht jede Schraube neu konstruiert werden. Denkbar ist daher, dass Audi doch beide neuen TT-Versionen baut und vielleicht schon in zwei oder drei Jahren anbieten kann.

Audi TT Sportback concept als Viertürer mit 400 PS

Formale Ableitungen von einem gelungenen Original erinnern bisweilen an eine Formgestaltung, der Gewalt angetan wurde. Umso erfreulicher der erste Anblick der Audi-TT-Sportback-Studie im Verkehr an der Cote d‘Azur: Hier kommt eine geduckte, sportliche Kompakt-Limousine, bei der die Proportionen stimmig sind, die Glas- und Blechverteilung gelungen ist und die Familien-Gene insgesamt klar signalisieren, aus welchem Stall der Sportback kommt. Das zugrunde liegende TT-Coupé wurde durch den Wachstumsschub nicht entstellt, sondern um eine elegante Variante bereichert.

Das Platznehmen erinnert an die Wurzeln des Viertürers. Mit 1,38 Metern ist er nur drei Zentimeter höher als das flache Coupé, und der Körper will hüftknickend sorgfältig hinter dem Lenkrad verstaut werden. Achtung bei der Dachkante.

Im Cockpit angekommen, hüllt der neue TT Sportback seinen Fahrer ein wie ein hightechnischer Maßanzug mit einem Schuss zusätzlicher Ellenbogenluft. Sechs Zentimeter mehr äußere Breite als das Coupé schaffen Platz im Cockpit, und auch die Beine haben Raum genug für das entspannende Hierhin- und Dahinlegen bei längerer Fahrt.

Dabei wird auch der kurze Trip im TT-Viertürer zu einem in der Erinnerung lange nachhallenden Erlebnis. Sportlich buchstabiert man bei Audi ja entweder RS oder TT, und mit seinem 400 PS starken TSFI-Turbovierzylinder soll der neue Sportback von null auf 100 km/h dem Werk zufolge in nur 3,9 Sekunden sprinten. Die Zeiten, in denen an dieser Hürde noch viele reinrassigen Sportwagen scheiterten, sind noch nicht lange vorbei.

Die Rückmeldung von Lenkung, Fahrwerk und der gesamten Karosserie-Kinetik passt trefflich zum Konzept des TT Sportback. Mit dieser kompakten Limousine kann nach Herzenslust „gefräuselt“ werden, worunter die Rennfahrer vergangener Zeiten das millimetergenaue, höchst zügige Durchmessen kurviger Landstraßen verstanden. Der niedrige Schwerpunkt, die gute Traktion, über einen Drehzahlbereich von 3.600/min nie weniger als 450 Newtonmeter Drehmoment, das niedrige Gewicht dank vieler Aluminium-Teile – mit diesen Eigenschaften ruft die Audi-Studie fast schon unüberhörbar nach der Rennstrecke.

Audis Entwicklungschef Ulrich Hackenberg fasst zusammen: „Die Vorzüge des Coupés und der Sportback-Versionen von A5 und A7 bilden im TT-Sportback-Konzept ein mögliches neues Mitglied der TT-Familie.“

Die traditionelle Hauptrolle spielt in einem Sportwagen der Motor, und hier bietet die TT-Sportback-Studie deftige Daten: Bei 6.400 Umdrehungen pro Minute gibt der aufgeladene Vierzylinder 294 kW (400 PS) ab. Zwischen 2.400 und 6.000 Umdrehungen pro Minute stemmt der Motor 450 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle, und schon bei 1.900 Touren stehen mehr als 300 Newtonmeter bereit. Der Kraftstoffverbrauch ist dem Hochleistungsmotor angemessen: Durchschnittlich genehmigt er sich 7,0 Liter auf 100 Kilometer.

Hightech-Sportler auf 21-Zoll-Felgen

Als Mitglied der EA 888-Motorenfamilie trägt der Direkteinspritzer ein umfangreiches Paket Hightech. Dazu zählen die Nockenwellenverstellung an der Ein- und Auslassseite sowie der variable Ventilhub. Im Teillastbereich ergänzt eine Saugrohreinspritzung die FSI-Direkteinspritzung. Der in den Zylinderkopf eingebettete Abgaskrümmer reguliert den Wärmeanfall über einen Drehschieber für das Kühlwasser. Ferner gehören zu den muskelbildenden Massnahmen: Aluminiumkolben mit integriertem Kühlkanal und eine Kurbelwelle aus höchstfestem Schmiedestahl. Der ebenfalls neu entwickelte Turbolader baut bis zu 1,8 bar relativen Ladedruck auf. Die Abriegelgrenze des sportlichen Aggregats liegt bei 7.200/min.

Da ein reiner Vorderradantrieb bei diesen Leistungsdaten rasch an seine Grenze käme, verfügt der TT Sportback über permanenten Allradantrieb. Sein Doppelkupplungsgetriebe weist sieben Vorwärtsgänge auf und schaltet automatisch, möchte der Fahrer hier nicht selbst über Schaltwippen am Lenkrad eingreifen. Während an der Vorderachse McPherson-Federbeine wirken, werden die Hinterräder an einer Vierlenker-Konstruktion geführt.

Das Reifenformat beträgt 255/30 auf 21-Zoll-Felgen. Die vier Bremsscheiben im 18-Zoll-Format sind gewichtsparend im Wellen-Design gestaltet und werden im Kurven-Grenzbereich aktiviert: Die elektronische Stabilisierungskontrolle ESC kann auch durchdrehende Räder etwa auf der Kurveninnenseite bremsen und den mehr belasteten Rädern so ein höheres Antriebsmoment zuführen. Diese Torque-vectoring-Technik bedeutet dies ein Plus an Neutralität, Stabilität und Traktion.

Die Ausstattung des Innenraums liegt noch nicht verbindlich fest und bezieht sich daher nur auf die hier vorgestellte Studie. Im Fond finden zwei Personen Platz, ebenfalls auf Einzel-Sitzen mit integrierten Kopfstützen. Obwohl der Viertürer 12 Zentimeter mehr Radstand aufweist als das Coupé, ist der Platz auf den Rücksitzen für größere Erwachsene doch etwas eingeschränkt. Die Instrumententafel soll von oben gesehen an die Tragfläche eines Flugzeugs erinnern, die fünf runden Luftausströmer ähneln den Triebwerken. In ihren Achsen liegen die Regler für Sitzheizung, Umluft, Temperatur, Verteilung und Stärke des Luftstroms.

Das Virtuelle Cockpit, genauer gesagt das digitale Kombiinstrument, ersetzt die herkömmlichen Instrumente und den zentralen Monitor. Der Fahrer kann das 12,3 Zoll große Display auf mehreren Ebenen umschalten. Die Bedienung läuft über das Multifunktionslenkrad oder über das MMI-Terminal. Das Touchpad auf dem runden Dreh-Drück-Controller der Mittelkonsole dient zur Eingabe von Zeichen und verarbeitet auch Mehrfingergesten – der Fahrer kann zum Beispiel in der Navi-Karte zoomen, wie er es vom Smartphone her kennt.

Die Instrumententafel und der obere Bereich der Türverkleidungen sind in dunklem Granitgrau gehalten. An den Armauflagen der Türen, auf der Mittelkonsole und den Sitzen kommt ein neues, weiches Leder im Farbton Pergamentbeige zum Einsatz, naturnah verarbeitet und mit seidigem Schimmer.

Die erste Probefahrt in der Audi TT Sportback-Studie macht jedenfalls Lust auf mehr. Die große Überraschung, ob und wann dies möglich wird und vor allem zu welchem Preis, will Audi vor Weihnachten allerdings noch nicht auspacken.

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