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Bentley EPX Speed 8

Glory Halleluja

Foto: Wolfgang Wilhelm

Mit dem Bentley EPX Speed 8 wurde die große Le Mans-Tradition aufpoliert. Eine Fahrt mit dem 608 PS starken und bis zu 340 km/h schnellen Siegerwagen des Jahres 2003 auf der Paul-Ricard-Rennstrecke in Südfrankreich.

31.10.2003

Den Bentley-Rennwagen betritt man nicht, sondern man schlängelt den Körper, am Dach und am Seitenkasten mit den Händen abstützend, mehr oder weniger elegant mit den Füßen voran ins enge Cockpit. Statt eines bequemen Lederpolsters gibt es eine enge Sitzschale.
Statt fein ziselierter Rundinstrumente erwartet den Sportwagen-Chauffeur ein nüchternes Display mit Digitalanzeigen für Temperaturen, Drücke und Geschwindigkeit. Den Drehzahlmesser ersetzt ein Leuchtenband – erst blinkt es grün, dann orange, schließlich rot. So signalisiert der Achtzylinder, dass geschaltet werden soll. Zündschalter und Starterknopf sitzen links auf einem schmalen Schaltboard, die wichtigen Schalter liegen auf gelben Flächen auf dem Lenkrad.
Der Achtzylinder, aufgeladen von zwei Turboladern, geht artig per Knopfdruck an den Start. Das Kupplungspedal wird allein zum Anfahren bemüht. Einmal in Fahrt, sind die gröbsten Prüfsteine für den Hobby-Piloten überstanden. Wenn die roten Lichter ganz rechts aufblitzen, zupft man das Getriebe am rechten Paddel hinter dem Lenkrad in den nächsten Gang. Der Gasfuß bleibt am Bodenblech. Beim Runterschalten geht man vom Gas und zieht am linken Schaltpaddel.

Handling und Leichtigkeit erstaunen

Am Ende der Start-und-Ziel-Geraden geht es rechts in einer engen Kehre in den kleinen Paul Ricard-Kurs. Aus Tempo 180 wird hier abgebremst. Es gibt genügend Auslauf, und man kann das Bremspotenzial gefahrlos ausloten. Unglaublich, wie die Carbonbremsen zupacken. Der Kopf möchte nach vorn pendeln und zerrt an den Nackenmuskeln. Gut, dass der Körper durch die Sechspunktgurte unverrückbar an den Bentley fixiert ist.
Auf einer kurzen Geraden pfeilt sich der Bentley in Gang zwei – und zeigt dabei Giftigkeit. Das Drehmoment von 828 Newtonmetern zerrt mit Gewalt an den Hinterrädern. Selbst beim Wechsel in den zweiten Gang drehen die Michelin-Pneus haltlos durch. Aber der englische Sportler lässt sich gutmütig im Drift dirigieren. Auf der rund 900 Meter langen Geraden sprintet der Bentley bis in Gang sechs und Tempo 293. Das Handling und die Leichtigkeit, mit welcher der 900 Kilogramm schwere Sportler zu bewegen ist, sind erstaunlich.
Wieder an der Box, stellt man fest, dass man jetzt eigentlich gerade erst warm gefahren wäre. Die Testfahrt war leider viel zu kurz.

Den ausführlichen Fahrbericht über den Bentley EPX Speed 8 lesen Sie in Heft 23 von auto motor und sport.

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