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BMW 225xe im Fahrbericht

Günstiger Allrad-Van mit Schlucksperre

BMW 225xe Foto: BMW 24 Bilder

Ohne die Modellbezeichnung am Heck mit dem e am Ende und die beiden eDrive-Schriftzüge rechts und links an den C-Säulen sähe der BMW 225xe wie ein ganz normaler Active Tourer aus. Ok, wie einer mit zwei Tankklappen, denn links hinter dem Vorderrad sitzt eine zweite, hinter der sich kein Tankstutzen, sondern die Steckdose für das Ladekabel verbirgt.

29.01.2016 Peter Wolkenstein 1 Kommentar

Der 225xe ist mit seinem Plug-in-Hybrid - dafür steht das e - ein ganz besonderer Active Tourer, wobei das x zwar auf Allradantrieb hindeutet, aber nichts mit dem bekannten xDrive-System zu tun hat. Denn dieser Active Tourer fährt wahlweise nicht nur mit Front- oder Allradantrieb, sondern - Achtung BMW-Fans - auch nur mit Heckantrieb.

BMW 225xe: Rein elektrisch bis zu 125 km/h möglich

Wie das? BMW hat den 65 kW starken Elektromotor direkt an die Hinterachse gepackt. Anfahren erfolgt stets elektrisch, die 165 Nm Drehmoment der E-Maschine reichen für flottes Beschleunigen im Stadtverkehr. So bleibt der aus dem 218i bekannte Dreizylinder bis Tempo 80 stumm, im speziellen Max-eDrive-Modus sogar bis 125 km/h.

Nur bei höheren Geschwindigkeiten übernimmt ausschließlich der Verbrenner den Antrieb. Zugeschaltet wird er über einen per Riemenantrieb eingebundenen Hochvolt-Startergenerator, der den Dreizylinder auch kurzzeitig mit maximal 150 Nm unterstützen kann.

BMW 225xeFoto: BMW
Der 225xe ist der erste Plug-in-Hybrid von BMW auf der Frontantriebsplattform.

Arbeiten Dreizylinder und E-Motor zusammen, was unaufgeregt und harmonisch funktioniert, stehen dem 225xe maximal 224 PS und 385 Nm zur Verfügung. Damit marschiert er stamm voran: 6,7 Sekunden nennt BMW für den Sprint auf 100 km/h - ein Golf GTI ist nicht schneller.

Der Startergenerator hat noch weitere Aufgaben. So speist er per Rekuperation Energie zurück in den Akku, lädt diesen bei Bedarf aber auch über den Verbrenner während der Fahrt auf. So ist sichergestellt, dass der Allradantrieb auch bei fast leerer Speicherbatterie zur Verfügung steht.

BMW 225xeFoto: BMW
An der BMW i Wallbox lädt der 225xe eine Stunde schneller.

BMW 225xe hat kaum Einschränkungen beim Raumangebot

Die Gesamtkapazität der Speicherbatterie beträgt 7,7 kWh - laut BMW genug für maximal 41 Kilometer rein elektrische Fahrt. Für viele Pendler sollte das für den Weg ins Büro reichen. Per "Save-Battery-Modus" kann man sich elektrische Restreichweite für die Stadt aufsparen. Dann wechselt der 225xe auf den Dreizylinder, während der aktuelle Akku-Ladezustand beibehalten oder während der Fahrt auf mindestens 50 Prozent angehoben wird.

Über die klassischen BMW-Fahrmodi Comfort, Sport und Ecopro sowie über die manuelle Gasse des Sechstufen-Automatikgetriebes kann der Fahrer weiteren Einfluss auf die Arbeitsweise des Hybridsystems nehmen. Oder es im Standard-Modus "Auto eDrive" sich selbst überlassen, denn es organisiert sehr unaufgeregt und komfortabel das Zusammenspiel zwischen knurrigem Benziner und leiser E-Maschine.

BMW 225xeFoto: BMW
Die elektrische Reichweite beträgt laut BMW maximal 41 Kilometer.

Der 225xe gibt sich viel Mühe, sich nicht von seinen konventionellen Brüdern zu unterscheiden. Wegen der Speicherbatterie unter der Rückbank sitzen die Passagiere drei Zentimeter höher, zudem lässt sich die Bank auch gegen Aufpreis nicht in Längsrichtung verschieben. Beim Vorklappen der Lehnen liegen diese etwas steiler auf den Sitzflächen auf, doch das Stauvolumen bleibt mit 400 bis 1.350 Liter weitgehend erhalten. Das Unterbodenfach fällt allerdings etwas kleiner aus. Schade für Familien: Der 225xe ist nicht als langer Grand Tourer zu haben.

Als Entschädigung wartet der Active Tourer Plug-in-Hybrid serienmäßig mit einem Navi-System auf. Und mit einem attraktiven Preis: Mit 38.700 Euro kostet er 1.500 Euro weniger als der 231 PS starke 225i xDrive - trotz besserer Serienausstattung.

Technische Daten
BMW 225xe Active Tourer
Grundpreis38.800 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4342 x 1800 x 1586 mm
KofferraumvolumenVDA400 bis 1350 L
Hubraum / Motor1499 cm³ / 3-Zylinder
Leistung165 kW / 224 PS (385 Nm)
Höchstgeschwindigkeit202 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h6,7 s
Verbrauch2,0 L/100 km
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    Für mich wäre ein solches Fahrzeug vom Grundsatz her ideal, gerne auch, wenn es etwas teurer ist. Wunderbar ist es sicher, in der Stadt rein elektrisch ein Tagesprogramm von rund 30 km zu absolvieren. Auch auf der Landstraße sind Benziner und Elektromotor in Kombination sicher reizvoll. Als langjähriger BMW-Fahrer ist es mir aber sehr wichtig, unter allen Umständen über gute Fahrleistungen und üppige Reichweite zu verfügen. Da aber ist das Fahrzeug unbrauchbar:
    Ein 136 PS Benziner bei 1.700 kg Leergewicht, der ab 125 km/h als alleiniger Antrieb dient, ist m. E. indiskutabel. Genauso ist es mit der Tankverkleinerung. Statt, wie gegen Mini-Aufpreis lieferbar, mit 61 Liter im Tank, bleiben beim Plug-in-Hybrid nur 36 Liter. Man gewinnt also max 40 km elektrische Reichweite und verliert dafür 25 Liter Benzin und somit mindestens 250 km Reichweite. So geht das nicht!
    Lösung: Tankgröße wie gehabt mit max. 61 Liter, zusätzliche E-Reichweite von 40 km, statt des Dreizylinders mit 136 PS der Vierzylinder mit 231 PS! Somit hätte man auch auf längeren Strecken volle Reichweite bei guten Fahrleistungen, in der Stadt den E-Motor, für den Winter den zusätzliche E-Allrad-Antrieb, ein kompaktes Fahrzeug für alle Fälle. So etwas dürfte im Vergleich rund 5.000 € mehr kosten. Dies dürfte für BMW-Käufer kein Problem sein, wenn das "Paket" passt!
    In diesem Sinne BMW: Bauen!

    Hubert_S 25. Oktober 2016, 15:34 Uhr
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