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BMW 740e iPerformance im Fahrbericht

Unterwegs im 7er mit 4-Zylinder-Hybrid

BMW 740e Fahrbericht Foto: BMW 31 Bilder

5-Meter-Auto mit nur 2,1 Liter Verbrauch? Das soll BMWs Flaggschiff dank Hybridantrieb trotz einer Systemleistung von 326 PS schaffen. Wir haben den 740e ausprobiert.

29.07.2016 Dirk Gulde 2 Kommentare

Ein Vierzylinder Benziner mit 258 PS und ein 113 PS (83 kW) starker Elektromotor teilen sich den Antrieb des BMW 740e. Dank Hochstrombatterie unter der Rückbank soll der Plug-in-Hybrid rund 45 Kilometer rein elektrisch fahren und so zum CO2-Zwerg unter den Luxuslimousinen werden.

1. Der Vierzylinder klingt erstaunlich angenehm. Bei normalem Tempo ist ohnehin so gut wie nichts vom Zweiliter-Vierzylinder zu hören, beim Ausdrehen tönt er erwachsen und sonor. So ist der Verzicht auf einen Sechszylinder zu verschmerzen.

2. Der Kofferraum lässt sich problemlos nutzen: Bei vielen Hybrid-Modellen schluckt schon der Akku den halben Kofferraum, zudem entstehen oft unpraktische Stufen, über die das Gepäck gewuchtet werden muss. Beim 740e fasst der Gepäckraum mit ebenem Ladeboden immer noch reisetaugliche 420 Liter. Ein Zusatzfach unter dem Boden schluckt das Ladekabel und noch weiteren Kleinkram.

BMW 740e überzeugt durch perfektes Zusammenspiel

3. Das Zusammenspiel von Verbrenner und Elektromotor klappt problemlos. Kein Ruckeln, keine Gedenksekunden, der im Getriebegehäuse der Achtgangautomatik untergebrachte Elektromotor arbeitet perfekt mit dem Verbrenner zusammen. Welcher Motor gerade läuft, lässt sich meist nur per Blick auf die Betriebsart-Anzeige ablesen.

BMW 740e FahrberichtFoto: BMW
Das Zusammenspiel von Verbrenner und Elektromotor klappt problemlos. Zudem hält sich der Vierzylinder akustisch vornehm zurück.

4. Die elektrische Bremse fühlt sich nicht synthetisch an. Elektro-Autos und Hybride bremsen bis zu mittleren Verzögerungswerten elektrisch, ihr E-Motor wird dann zum Dynamo, der Energie in den Akku zurückbefördert, was bei vielen Modellen für ein gewöhnungsbedürftiges Pedalgefühl sorgt. Nicht jedoch beim BMW 740e, der sehr homogen verzögert. Auch der Übergang zur mechanischen Scheibenbremse, die sich immer dann hinzuschaltet, wenn die E-Bremse ans Limit gerät, ist kaum zu spüren.

5. Der Fahrkomfort begeistert. Auch als Plug-in-Hybrid gehört der 7er zu den komfortabelsten Autos am Markt. Bis auf leichtes Säuseln des Windes ist kaum was zu hören, der Federungskomfort leidet ebenfalls nicht unter den Zusatzpfunden. Selbst üble Straßenschäden filtert die serienmäßige Luftfederung gekonnt weg.

6. Der Elektro-Modus lässt sich nicht arretieren. Die Steuerelektronik im 740e wählt eine für den jeweiligen Moment optimale Betriebsstrategie, sprich bestimmt den Antriebsmix selbst. Wer rein elektrisch fahren will, darf das Gaspedal daher nicht zu weit durchdrücken, sonst springt der Verbrenner an. Einen reinen Elektromodus gibt es im Gegensatz zu anderen Plug-in-Hybriden nicht.

Auch als Langversion und mit Allradantrieb X-drive

7. Der 740e ist kein abgespecktes Sondermodell, sondern bietet nahezu alle Luxus-Optionen des Siebeners bis hin zum Laserlicht oder den Einzelsitzen mit Massagefunktion im Fond. Daher ist er auch als Langversion (740 Le) und mit Allradantrieb (740 Le X-drive) zu haben.

BMW 740e FahrberichtFoto: BMW
Der 740e iPerformance ist kein Sparmodell. Daher ist er auch als Langversion (740 Le) und mit Allradantrieb (740 Le X-drive) zu haben.

8. Die Preisgestaltung ist fair. Mit seinem Grundpreis von 91.900 Euro kostet der 740e zwar 3.600 Euro mehr als ein ebenfalls 326 PS starker 740i mit Sechszylinder-Benziner, ausstattungsbereinigt schrumpft der Unterschied jedoch auf etwa 1.500 Euro – nicht zu viel für die Möglichkeit, lokal emissionsfrei fahren zu können.

9. Das Beschleunigungsgefühl von reinen E-Autos fehlt. Keine Frage, die Fahrleistungen des 740e sind mehr als ausreichend, so ansatzlos wie ein BMW i3 oder gar so brutal wie Teslas Model S legt sich der 7er nicht ins Zeug, dafür ist sein Elektro-Antrieb mit 83 kW zu schwach. Doch wenn reinen E-Auto der Saft ausgeht, tanken 740e-Fahrer in drei Minuten ein paar hundert Kilometer Reichweite nach.

10. Die Bedienung wirkt sehr ausgereift: Fahrer konventionell angetriebener BMWs dürften auf Anhieb mit dem 740e zurechtkommen. Die zusätzlichen Hybrid-Funktionen werden über einen einzigen Extra-Knopf bedient, das Infotainment von BMW gehört ohnehin zu den augereiftesten Systemen und lässt sich im 7er wahlweise per Touchscreen oder i-Drive bedienen.

Fazit

Großer Luxus, kleiner Verbrauch: Genaue Angaben zum Spritkonsum können wir erst nach einem ausführlichen Test machen – der nach ähnlichem Muster gestrickte BMW X5 40e hat sein Sparpotenzial mit Verbräuchen von unter sechs Liter/100 km jedoch bereits eindrucksvoll bewiesen. Auf einigen Märkten stieg er so zur meistverkauften Variante auf. Das könnte dem Teilzeitstomer unter den 7ern ebenfalls passieren.

Technische Daten
BMW 740e iPerformanceBMW 740Le iPerformanceBMW 740Le xDrive iPerformance
Grundpreis92.500 €97.800 €101.200 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe5098 x 1902 x 1478 mm5238 x 1902 x 1479 mm5238 x 1902 x 1479 mm
KofferraumvolumenVDA420 L420 L420 L
Hubraum / Motor1998 cm³ / 4-Zylinder1998 cm³ / 4-Zylinder1998 cm³ / 4-Zylinder
Leistung240 kW / 326 PS (500 Nm)240 kW / 326 PS (500 Nm)240 kW / 326 PS (500 Nm)
Höchstgeschwindigkeit250 km/h250 km/h250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,4 s5,5 s5,3 s
Verbrauch2,1 L/100 km2,1 L/100 km2,3 L/100 km
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    Die Hybrid Lüge in Luxusschlitten nervt ungemein. Ich betone aber gleich das ich ein Fan der Hybrid Technologie bin. Wie in deisem Fall wird die Ersparnis aber maginal sein. Diese Fahrzege werden meistens im Langstreckenverkehr auf Autobahnen benutzt. Meistens noch mit Lichthupe um die langsameren Fahrzeuge von der linken Spur gu nötigen (Markenübergreifend in dem Segment).

    Zu guter Letzt belohnt der Staat die Reichen nochmal mit einem Geldgeschenk.

    Ich denke das solche Fahrreuge in ihrem Normalbetrieb dann doch ab 10L aufwärts brauchen. Die Schadstoffe sind entsprechend hoch. Die Angabe bei rein elektischem Betrieb kann man auch getrost der Märchenwelt von NEFZ oder Ähnlichen Tests anrechnen. Auch das wurde wiederholt bei "echten" realen Testbedingungen festgestellt. Bei Tests deren Ausgang nicht abhängig von der "Anzeigenschaltung" und einem entsprechenden Preis für diese abhängig ist.

    Fazit: Ein sicher sehr gutes und luxuriöses Auto mit dem Vermögende auf dem Papier ihr schlechtes Umweltverhalten rechtfertigen können.

    JueFie 7. September 2016, 11:15 Uhr
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