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BMW Demonstrator im Fahrbericht

Watschn' für die Birkenstock-Latschen

BMW Demonstrator, Plug-in-Hybrid, ams, Fahrbericht Foto: BMW 14 Bilder

Der Prius hat dem Hybrid das Image von Birkenstock-Latschen verpasst. BMW arbeitet dagegen: Mit einem Plug-in-Hybrid namens Demonstrator und 700 PS.

27.11.2014 Jörn Thomas

Eigentlich wollen die Bayrischen Motoren Werke den elektrischen Anteil am Hybridantrieb steigern – stresst aber bei der ersten Fahrt mit dem 700 PS-BMW-Demonstrator schon mal unsere Nackenmuskeln.

Rein elektrische Reichweite von 100 Kilometern

Ingenieure sind dröge Typen, die ein trauriges Leben im energiearmen Schein ihrer Computerbildschirme fristen und sich mehr für Simulationen als echte Beschleunigung interessieren. Nun, dass ist so nicht ganz richtig, wie uns die BMW-Jungs zeigen. Ihre Botschaft: Selbst Benzinköppe müssen keine Angst vor der elektrifizierten Zukunft haben. Ihr Botschafter: der sogenannte Demonstrator, der von einer muskulösen Zukunft kündet. Einer, in der BMW den Anteil der elektrischen Leistung bei Hybridantrieben deutlich erhöhen möchte. Konkret: zwei Drittel für die E-Maschine und ein Drittel für den Verbrenner. Dazu sind natürlich größere Lithium-Ionen-Akkus nötig, mindestens mit einer Kapazität um 20 kWh was zu einer Reichweite um 100 Kilometer führen soll. So, Schluss mit dem Konjunktiv, Zeit für den BMW Demonstrator.

BMW Demonstrator mit Wahnsinns-Antritt

Der BMW Demonstrator in der schüchternen Gestalt eines 5er GT überspringt den Indikativ, gibt stattdessen den astreinen elektrischen Imperativ. 500 Kilowatt schlummern unter der Haube, die heute allerdings geschlossen bleibt, denn was genau drunter steckt ist noch geheim. Egal, wichtig ist, was hinten raus kommt. Leistung aus dem Stand klingt ja schon ganz vielversprechend, die Wirkung ist trotzdem verblüffend. So schnell kannst du Deine Nackenmuskeln gar nicht anspannen wie dieses Strom-Tier loslegt, den Kopf ansatzlos nach hinten klatscht. Wo ein normaler Verbrennungsmotor erst noch seine Gassäulen sortiert, die Lader auf Drehzahl bringt und die Brennräume stopft, legt eine E-Maschine ohne Zögern los. Kein Wunder, bei ihr ist die Energieumwandlung prinzipbedingt ja schon einen Schritt weiter. Die Batterie entspricht dem Brennraum, die E-Maschine eigentlich bloß noch der Kurbelwelle.

BMW Demonstrator bietet zwei Motoren und Allradantrieb

Und der BMW Demonstrator hat gleich zwei davon, der stärkere wirkt auf die Hinter- sein Kollege auf die Vorderachse, was zudem noch einen prima Allradantrieb realisiert. Da tritt der ebenfalls mit der Vorderachse verbandelte Benziner (einer aus dem BMW-Benzinerbaukasten) fast schüchtern in den Hintergrund. Andererseits: wenn alle drei Motoren Volldampf geben, scheint der Schub kein Ende zu nehmen, also nix mit dem elektromotortypischen Nachlassen der Leistungsfähigkeit bei hoher Dauerlast. Bis zu 200 km/h sollen jedenfalls rein elektrisch drin sein.

Reichweite? Elektrisch um 100 Kilometer, insgesamt um die 600 Kilometer. Ganz klar: Mit diesem Konzept will BMW ein klares Signal senden: Elektroantrieb kann auch Power und Langstrecke. Sollte jemand dabei auch an Tesla denken – kein Problem. Und wann kommt so etwas? Da schweigen sie, die BMWler. So gnadenlos der BMW Demonstrator auf dem Testtrack loslegt, so vage ist der Einsatztermin eines abgeschwächten Serienmodells. Ganz ohne Tüftelei im Schein der Computer-Bildschirme geht es bis dahin jedenfalls nicht.

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