Ein surrender Elektromotor als Ouvertüre. Der M3 reicht seinem Fahrer beim Einsteigen doch tatsächlich das Gurtband nach vorne – in Sportlerkreisen ungefähr so stilecht wie ein Treppenlift. Doch keine Angst, die vierte Generation des Top- Dreier bemüht sich danach mit Macht um Versöhnung.
Auch mit jenen, die die heißblütig schreienden Vorgänger noch im Ohr haben und den Reihensechser vielleicht sogar als Tattoo tragen. Wobei Macht durchaus wörtlich zu nehmen ist. Klammerte der 3,2 Liter große, 343 PS starke Vorgänger leistungsmäßig in Sichtweite des Endes der Fahnenstange, eröffnet der 15 Kilogramm leichtere Vierliter-V8 neue Horizonte.
Allein schon mit seinem Ansprechverhalten Marke Gedankenübertragung. Statt hart mit den Einzeldrosselklappen zu schnalzen, setzt der Neue Befehle traumhaft akkurat um. Der in die Gaswechsel einbezogene Leerlaufsteller verhindert unerwünschte Strömungseffekte und sorgt für weichere Übergänge. Zudem verkneift sich der in weiten Teilen vom Fünfliter-Zehnzylinder (M5, M6) abgeleitete 420-PS-V8 auslassseitige Klappendramatik, entfaltet seine Kraft von Anfang bis Ende proportional, kontinuierlich und krawallfrei.
BMW M3: Acht-Wechsel
Schluss mit sechs: Unter dem Powerdome des neuen BMW M3 toben acht Kolben, treiben die Kurbelwelle auf bis zu 8.400 Umdrehungen pro Minute. Reicht das, um auch die Reihensechser-Fans auf Touren zu bringen?
Autor: Jörn Thomas
Welche M3-Generation ist für Sie die Beste?



