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BMW M760Li xDrive im Fahrbericht

Platz zum Liegen - V12, 610 PS, Allrad

BMW M 760LI Foto: BMW 31 Bilder

Mit dem BMW M 760Li präsentierte BMW auf dem Genfer Autosalon einen Sportwagen, bei dem selbst die Konkurrenz aus Stuttgart nicht mithalten kann. Wir haben getestet, wie flott der Bayer wirklich ist.

05.02.2017 Heinrich Lingner 3 Kommentare

Nun hat auch die aktuelle Siebener-Baureihe ihr Flaggschiff: Der M760Li xDrive, also die Langversion mit 6,6 Liter großem Biturbo V12 und Allradantrieb. Sie ist stärker und auch dank Vierradantrieb schneller als alle bisher gebauten BMW-Serienautos. Hier kommen zehn Punkte, die uns beim ersten Kennenlernen auf Wüsten-Highways und Rennstrecke aufgefallen sind.

10 Dinge über den BMW M 760Li

1. Der M760Li kommt genau richtig zu einem doppelten Siebener-Jubiläum: Vor 40 Jahren debütiert mit dem E23 die erste Generation der BMW-Toplimousine und vor 30 Jahren kam mit dem 750i der Baureihe E32 der erste Zwölfzylinder.

2. Mit einem Grundpreis von 166.900 Euro ist der M760Li kein Sonderangebot, hält jedoch rund 20.000-Euro-Abstand zum Zwölfzylinder-Konkurrenten aus Stuttgart, dem Mercedes-Maybach S 600 (188.555 Euro). Dabei hat der BMW dem Mercedes den Allradantrieb voraus (Daimler kann den V12 aus Platzgründen nicht mit 4matic kombinieren) und holt sich so auch den prestigeträchtigen Sprintsieg.

3. Trotz der 20-Zöller und dem sportlicher abgestimmten Fahrwerk ist der 760er selbst bei langsamer Fahrt über holperige Straßen sehr komfortabel.

4. So ein Auto kann gar nicht zu viel Leistung haben, mit 610 PS und 800 Nm fühlt sich der schwere Wagen (Werksangabe 2180 kg nach DIN) genau richtig motorisiert an, auch auf der Rennstrecke.

5. Apropos Rennstrecke: Das funktioniert mit dem BMW 760Li richtig gut: ESP auf Traction, Getriebe auf S und Fahrerlebnisschalter auf Sport, dann geht der Siebener richtig ab, lenkt recht agil ein, ist dank Allradlenkung und Executive Drive Pro-Fahrwerk mit Wankstabilisierung unerschütterlich stabil.

6. Bei Volllast ist der BMW kein Leisetreter, der Zwölfzylinder wummert bassig und satt vor sich hin, ohne dabei jedoch aufdringlich zu werden.

7. Der beste Platz in diesem 7er ist fraglos hinter dem Lenkrad, obwohl es einzeln verstellbare Komfortsitze samt Massagefunktion im Fond serienmäßig gibt.

8. In 3,7 Sekunden katapultiert sich der M760Li aus dem Stand auf 100 km/h. Ehrlich gesagt: das fühlt sich im wahren Leben nicht ganz so schnell an. Aber bei Mercedes kann nicht mal der S 65 AMG mithalten (0 bis 100 km/h: 4,3 Sekunden).

9. Das serienmäßige Laserlicht sieht obercool aus, zusammen mit Headup-Display und Driver Assistant-Paket kostet das Superlicht beim normalen 7er 5090 Euro Aufpreis.

10. Die matte Lackierung in Frozen Brown Metallic kostet 2.269 Euro Aufpreis, sie passt gut zum Aerodynamik-Paket mit Spoilerlippe auf dem Kofferraum und grau umrahmter Niere.

Fazit

Ob das nun endlich der M7 sei, von dem immer wieder mal gemurmelt wird, oder ob da in Zukunft noch mehr komme, fragten wir die BMW-Leute. Kein Kommentar, sagten sie und lächelten. Ach ja, falls Ihnen der sportliche Zierrat am M760Li nicht so gefällt: es gibt ihn auch als Executive mit Chromschmuck, beide übrigens nur als Li mit langem Radstand lieferbar.

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Neuester Kommentar

Mit Verlaub: Der Konkurrent aus Stuttgart ist wohl nicht der aufs Chauffieren ausgelegte Mercedes-Maybach S600, sondern der "normale" S600 mit langem Radstand. Dieser kostet dann allerdings sogar vernachlässigbar weniger. Alternatives Feindbild wäre noch der S65, welcher dann allerdings nicht nur 20, sonder gleich 70 k € mehr kostet.

da_maxi_king 11. Februar 2017, 13:43 Uhr
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