Während im Q7 ein mächtiger 4,1-Liter-V8 stampft, ackert im X5 ein Dreiliter- Reihensechszylinder mit gestaffelter Turboaufladung. Maximal 760 Nm beim großen Audi stehen so 580 Nm beim BMW entgegen. Schon ab rund 1.800/min schöpfen beide aus dem vollen Drehmoment-Reservoir, mit dem Unterschied, dass beim Q7 mit 2,5 Tonnen über vier Zentner mehr Leergewicht geschleppt werden muss.
Q7 mit laufruhigem Diesel-Motor
Eine Bürde, mit welcher der V8 locker zurechtkommt. Mit aufreizender Lässigkeit schiebt er den SUV-Koloss am BMW vorbei. Der Schub kennt selbst auf der Autobahn jenseits von 200 km/h kaum eine Grenze. Während sich der X5 oberhalb von 210 mühsam und knurrend an seine Höchstgeschwindigkeit heranpirscht, nimmt sie der Audi fast im Sturm. Dazu tönt einer der wohl laufruhigsten Common-Rail-Diesel so unschuldig, wie ein Lausbub nach einem Streich pfeift.
Auf verschlungenen Serpentinenstrecken fährt der X5 dann die volle Stärke seiner digitalen Fahrwerksvernetzung aus. Gegen einen Aufpreis von 4.590 Euro wird der schwere BMW zu einem High-Tech-SUV, der mitaktiver Lenkung und digitaler Fahrwerksvernetzung ungeahnte Handlingtalente zeigt. Diesmal hinkt der Q7 im direkten Vergleich hinterher. Sein hohes Gewicht, die fehlende Wankstabilisierung und die etwas indirektere Lenkung dämpfen die Agilität. Doch für sich gesehen jagt der Audi erstaunlich lebendig und fahrsicher Serpentinen hoch.
Pattsituation nach Eigenschaften
Falls dann doch mal der eher unübliche Fall eintritt, dass sich die beiden Sumo-SUV durchs Gelände wühlen müssen, punktet der X5 mit serienmäßiger Bergabfahrhilfe. Somit herrscht nach den Eigenschaften ein Patt zwischen den beiden Bayern. Die Kosten spielen das Zünglein an der Waage. Und bei Anschaffung und Unterhalt erweist sich der X5 als deutlich günstigeres Auto. Selbst mit voller Fahrdynamik-Bewaffnung kostet er weniger und verursacht niedrigere Sprit- und Unterhaltskosten.






