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BMW Z4 sDrive 35i im Fahrbericht

Erste Eindrücke vom Bayern-Roadster mit Hardtop

BMW Z4 Foto: Hersteller 27 Bilder

Die neueste Generation des BMW Z4 leistet sich erstmals ein elektrisch bedienbares Hardtop. Ebenfalls neu im Bayern-Roadster: Der aufgeladene Reihensechszylinder-Benziner, der auch in Verbindung mit einem Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden kann.

20.03.2009 Jens Dralle

Liebe Kunden, Sie sind schuld. Sie fühlten sich im BMW Z4 mit klassischem Stoffverdeck zu
unsicher. Zudem war die Rundumsicht bescheiden. Außerdem war Ihnen die Fahrwerksabstimmung zu hart, zu sportlich. Und, ganz ehrlich, so richtig schön fanden Sie den Roadster mit seinen hängenden Sicken an den Flanken auch nicht. Deshalb fahren Sie jetzt vielleicht einen Mercedes SLK. Mit dem neuen Z4 will BMW Sie nun erobern, muss aber auch die Stammkundschaft bei Laune halten. Das wird schwierig, denn Ihretwegen hat der neue Roadster nun ein versenkbares Hardtop. Das erlaubt größere, der Rundumsicht zuträgliche Heck- und Seitenscheiben, trägt aber auch einen erklecklichen Teil zum Mehrgewicht von rund 90 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger bei.

Das Z4-Design wurde gefälliger

In Federn und Dämpfern des BMW Z4 steckt eine Extraportion Weichspüler, zumindest in der Standard-Konfiguration. Zu guter Letzt wirkt auch das Styling gefälliger. Der Weg ging hin zu den „harten Linien und weichen Flächen eines athletischen Männerkörpers“, erklärt Juliane Blasi, verantwortliche Designerin für das Exterieur. Das Interieur zitiert mit den schönen Drehreglern für die Klimaautomatik den beinahe schon legendären Z8, nimmt aber in erster Linie die Ideen des Z4-Vorgängers auf. BMW-typisch dürfen Sie, liebe SLK-Fahrer, auf perfekt geschnittenen und optimal einstellbaren Sportsitzen Platz nehmen. Der Z4-Testwagen beeindruckte mit einem edlen Materialmix aus hellem Leder und Alcantara, dunklem Holz sowie kühlem Aluminium, der sich durch das gesamte Cockpit zieht. Einzig die Lüftungsdüsen samt Einfassung aus vermutlich günstig eingekauftem, glatten Plastik passen nicht recht in das sportlich gediegene Ambiente.

Die Ablagemöglichkeiten fallen für einen Roadster geradezu üppig aus, selbst hinter den Sitzen ist im BMW Z4 nun Platz für kleinere Taschen. In den Kofferraum passen 310 Liter oder, in der gängigen Maßeinheit ausgedrückt, zwei Golfbags. Dank einer Durchreiche dürfen sogar zwei Paar Ski eingeladen werden. Bei geöffnetem Dach, eine zweiteilige Aluminium-Konstruktion, bleiben gerade noch 180 Liter übrig.

BMW Z4-Sechszylinder mit garstigem Grollen

Aber bitte, lassen Sie das Dach, das sich innerhalb von 20 Sekunden auch per Fernbedienung öffnet und schließt, im Kofferraum und drücken Sie den Startknopf. Mit einem garstigen Grollen meldet sich der aufgeladene Reihensechszylinder der Topvariante mit der merkwürdigen Modellbezeichnung Z4 sDrive 35i. Sein sonorer Bariton, der durch die zweiflutige Auspuffanlage ins Freie strömt, zerstreut alle Befürchtungen, ein reines Komfort-Cabrio zu bewegen.

Der gierige Sound erschreckt? Dann hören Sie sich einmal einen aktuellen SLK 350 an, der ist auch nicht viel leiser. Die Hör- und Fahrprobe der beiden schwächeren Sechszylinder ohne Aufladung mit 204 und 258 PS machte BMW noch nicht möglich, obwohl alle drei Motorisierungen ab dem 9. Mai bei den Händlern stehen.

Rücken Sie nun den schuhlöffelartigen Wählhebel des optionalen Doppelkupplungsgetriebes (2.400 Euro) auf D. Bleibt das ebenfalls aufpreispflichtige adaptive Sportfahrwerk (1.230 Euro) in der Normalstellung, spielt der Z4 tatsächlich die Rolle des offenherzigen Gentleman, trotz des präsenten Klangs, der niemals aufdringlich wird. Nachwürzen lässt sich mit der kleinen Wippe links vom Wählhebel. „Sport“ und „Sport+“ haben ein direkteres Ansprechen von Gas, Lenkung und Dämpfung zur Folge. Darüber hinaus verkürzen sich die Schaltzeiten, und die dynamische Stabilitätskontrolle erlaubt „größere Schwimmwinkel“, wie es Z4-Projektleiter Werner Kleeberger im sympathischen Ingenieurs-Bayerisch formuliert.

Z4-Biturbo mit Spitzenleistung und Durchzugskraft

Die 306 PS an der Hinterachse laden also trotz weiterhin aktivem ESP zum gepflegten Drift ein. Lust darauf? Dabei zeigt das Dreiliter-Triebwerk bekanntlich viele Gesichter. Ab 1.300 Umdrehungen steht das maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern bereit, mit dem sich die Boulevards der Metropolen souverän unter die Räder nehmen lassen. Es sorgt dafür, dass das
Getriebe beim Überholen nicht in Hektik verfallen muss.

Andererseits jubelt der Sechszylinder-Motor im BMW Z4 völlig ungeniert in die höchsten Drehzahlregionen – der rote Bereich droht erst bei 7.000/min –, fordert den Fahrer zum manuellen Schalten per Lenkradpaddel heraus, lässt den Athleten raushängen, den Frau Blasi dem Z4 ins Blech modelliert hat. BMW verspricht für die Beschleunigung von null auf 100 km/h eine Zeit von 5,1 Sekunden für die Version mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Mit Sechsgang-Handschaltung vergeht ein Zehntel mehr. Die beiden Sechszylinder-Sauger können übrigens wahlweise nur mit einem Sechsgang-Wandlerautomaten geordert werden.

Doch selbst wenn Sie die Potenz des Motors auskosten, sollten Sie vom „Sport+“-Modus des adaptiven Fahrwerks Abstand nehmen. Der empfiehlt sich tatsächlich nur für Menschen, die
Wintercamping in den Anden als Erholungsurlaub ansehen. Auf welliger Fahrbahn bringt die extrem hart gewählte Auslegung von Federn und Dämpfern die steife Karosserie zum Versetzen.

Das Z4-Fahrwerk im Sport+-Modus ist hart aber herzlich

Da tröstet auch das herrlich rotzige Zwischengas-Bellen beim Herunterschalten kaum, zumal das akustische Erlebnis im „Sport“-Modus nahezu vollständig erhalten bleibt. Die Fahrwerksabstimmung erweist sich als hart, aber herzlich, und bringt die nötige Ruhe in den Roadster, wenn es richtig schnell ums Eck gehen soll. Im Normal-Modus pumpt der Zweisitzer bei schnell gefahrenen Kurven allerdings etwas mit dem Heck.

Aber Sie wollten es ja etwas weicher. Und wegen Ihnen müssen alle Freunde sportlichen Fahrens für die elektronische Fahrwerksregelung tiefer in die Tasche greifen. BMW wird es Ihnen danken.

BMW auf der IAA

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Technische Daten
BMW Z4 sDrive35i
Grundpreis51.700 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4239 x 1790 x 1291 mm
KofferraumvolumenVDA310 L
Hubraum / Motor2979 cm³ / 6-Zylinder
Leistung225 kW / 306 PS (400 Nm)
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,1 s
Verbrauch9,0 L/100 km
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