Nein, ein Chevrolet im landläufigen Sinne ist der Aveo nicht. Der schlichte, 4,31 Meter lange Viertürer protzt nicht mit Masse, Hubraum oder Leistung. Seine Wiege steht auch nicht in den USA, sondern in Südkorea.
Doch das sind die einzigen Irritationen, denn trotz der Namensänderung ist der Neuling ein echter Spross jenes Herstellers geblieben, der bis vor einem Jahr seine Autos unter dem Namen Daewoo verkaufte. Das heißt zunächst einmal günstige Preise, und so gibt es das Basismodell 1.2 LS (72 PS) samt ABS, Klimaanlage sowie CD-Radio mit MP3-Player schon für 11 990 Euro. Nur 1000 Euro mehr kostet der 1.4 LT, der zum stärkeren Motor (94 PS) zusätzlich Seitenairbags vorn, Klimaautomatik und elektrische Fensterheber auch hinten mitbringt.
Ein Diesel wird ebensowenig angeboten wie seitliche Kopfairbags oder ESP, als einzige Extras stehen nur Viergang- Automatik, Metallic-Lack, Schiebedach sowie die Umrüstung auf Flüssiggas (1990 Euro) in der Aufpreisliste. Zweites Argument für den Aveo ist die neue Karosserie, die gegenüber dem Vorgänger Kalos mit angehängtem Stufenheck gefälliger und größer wurde. Ein paar Zentimeter rundum sind besonders auf den Rücksitzen zu spüren, wo zwei Erwachsene genügend Platz finden. Und selbst wenn das klassische Drei-Box-Design nicht mehr en vogue zu sein scheint, spricht der üppige, variable Kofferraum (400 Liter) durchaus für diese Form.




