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Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio im Fahrbericht

Underdog mit 587 Kompressor-PS

Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio, Frontansicht Foto: Justin Evidon 15 Bilder

Über Motor City hängen noch immer dunkle Wolken – zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick hat das heutige Detroit einen ganz eigenen Reiz – erst recht am Steuer eines modernen Muscle Cars wie dem neuen Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio mit 587 Kompressor-PS.


26.03.2014 Dani Heyne

Zehn Minuten von den gläsernen Türmen des Hauptquartiers von General Motors entfernt wird entrümpelt. Bob hat seine vier Angestellten zusammengetrommelt und mistet eine alte Werkstatt aus. In dem charmanten Ziegelgebäude sollen bald Lofts und Büros entstehen. „Die Lage ist traumhaft“, sagt er mit einem breiten Grinsen. Als er das dunkle Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio entdeckt, hüpft sein Herz. „Seht ihr, das ist der beste Beweis: Es geht aufwärts in unserer Stadt.“ Natürlich dürfen wir kurz in die alte Werkstatt fahren, um Bilder zu machen. Ist doch Ehrensache.

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Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio im Fahrbericht Underdog
auto motor und sport 04/2014
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Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio mit 6,2-Liter-Small-Block-V8

Der geliftete Chevrolet Camaro kann Menschen wie Bob die Sorgen der letzten Jahre für einen Moment vergessen machen. Wie viele hier ist er ein echter Car Guy, liebt Autos von klein auf. Vor allem, wenn sie offen und stark sind – so wie dieses Exemplar. Als ZL1 trägt es einen aufgeladenen 6,2-Liter-Small-Block-V8 unter der leicht erhöhten Haube, dessen 587 PS wahlweise von Hand verwaltet werden.

Ganz recht, es gibt bei dieser Leistung auch ein Schaltgetriebe mit sechs Gängen, das von Tremec gebaut wird. Oder alternativ eine Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad. Bob beeindruckt das alles. Er fühlt sich an 1969 erinnert, als der erste Chevrolet Camaro ZL1 rauskam. „Was für ein Auto das damals war“, jauchzt er. Dann gibt’s noch ein Handyfoto vom aktuellen Modell, und Bob muss weiter. Detroit will schließlich entrümpelt werden. „Lange genug ist hier alles vor die Hunde gegangen, es muss sich was ändern.“

Schließlich gibt es noch ganz schön viel zu tun, was jeder sieht, der nach Motor City kommt. Die Stadt hat schon vor der letzten großen Krise der Big Three (Ford, GM, Chrysler) viele Narben davongetragen. Manche lassen sich mit etwas Farbe korrigieren, für andere braucht es ein Abrisskommando.

Passanten recken den Daumen für das Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio

Als der offene Chevrolet Camaro ZL1 durch Downtown cruist, schauen ihm ein paar Passanten nach und recken die Daumen. Auch hier hat man noch ein Auge für besondere Autos. Gegenüber den fetten Jahren mag die Innenstadt verblüht sein, doch zugleich hat sie neue Keime entwickelt. Hier und da entstehen Ökoläden, Galerien, Cafés. Es tut sich was, langsam und stetig. Viele von denen, die hiergeblieben sind, haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Immer mehr werden kreativ, nutzen den günstigen Wohnraum, um sich zu entfalten.

Auf dem Freeway Richtung Norden darf das Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio erstmals von der Leine, wenn auch nur kurz. Denn mit einem leichten Gasstoß ist es bei 80 mph – gut zu erkennen im serienmäßigen Head-up-Display. Der Punch des V8 ist in jedem Falle beeindruckend. Wie mühelos er den Wagen jederzeit anschiebt – Respekt. Süchtig macht die Beschleunigung vor allem beim Ampelstart: Passend zum grünen Licht kurz das rechte Bein strecken. Wuuuusch. Wunderbar.

Selbst über den Innenraum des Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio kann man sich inzwischen freuen, das renovierte Cockpit ist besser verarbeitet und sieht nicht mehr ganz so nach Playmobil aus. Rechts neben den beiden trichterförmigen Anzeigen für Geschwindigkeit und Drehzahl erstreckt sich im Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio ein breiter Streifen Alcantara mit doppelten Nähten. Die Ledersitze der ersten Reihe sind dick und bequem, hinten ist der Komfort immerhin ausreichend.

Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio mit guter Straßenlage

Wenn sich das Stoffverdeck auf Knopfdruck binnen 20 Sekunden im Kofferraum abgelegt hat, wird es im Fond jedoch schnell zugig. Sehr viel angenehmer ist dagegen, dass der Wagen trotz der schlechten Straßen in und um Detroit immer ruhig und satt liegt – ein Verdienst des automatischen Dämpfersystems Magnetic Ride Control. Ebenso wie die 20-Zoll-Räder und die fest zupackenden Brembo-Bremsen ist es im Chevrolet Camaro ZL1 Cabrio serienmäßig.

Auf dem US-Markt startet das Cabrio mit dem starken Motor bei etwas über 60.000 Dollar, in Europa wird es offiziell bislang nicht eingeführt. Hier gibt es nur die schwächere Version des 6,2-Liter-V8 ohne Kompressor, die in Kombination mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe 432 PS serviert, mit der Automatik immer noch 405 PS. Der Basispreis für den offenen Camaro liegt hier bei 44.990 Euro. Wie günstig das ist, zeigt ein Vergleich: Der Audi RS5 Cabrio mit V8 und 450 PS kostet doppelt so viel!

Wenn Bob aus Detroit das wüsste, würde er ganz sicher grinsen und sagen: „Seht ihr, Motor City hat es noch drauf.“

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