Für ein Ende des seit Jahren anhaltenden Booms der letzten automobilen Saurier, so scheint es, kann in den USA allenfalls ein Meteoriten-Einschlag in Form einer Initiative des Gesetzgebers sorgen.
Allerdings reagiert der US-Bürger mit höchster Empfindlichkeit auf Einschränkungen seiner Mobilität. Benzinpreise, die der Verbreitung der großvolumigen Sport Utility Vehicles eine Ende setzen könnten, gelten als ähnlich schwer durchsetzbar wie schärfere Waffengesetze.
Also boomen sie weiter,
die schweren Brocken, weil sie die eigentlichen Nachfolger
der klassischen Straßenkreuzer sind – mit gewaltiger Transportkapazität und großvolumigen V8-Motoren.
Jüngster Beitrag zum Markt der Full-Size-Offroader ist der nach einem See in Nordkalifornien benannte Chevrolet Tahoe. Von der aktuellen Mode der Pkw-haften Allradler ist er genau so weit entfernt wie alle seine Vorgänger, deren erster, der bereits 1935 präsentierte Suburban Carryall, als Urvater aller Sport Utility Vehicles gilt.
Als Basis für den Tahoe
des Jahrgangs 2000 dient der Pickup Silverado. Klassische Lastwagen-Bauweise also, mit einem generös dimensionierten Fahrgestell-Rahmen und aufgesetzter Karosserie.
Unterm Heck allerdings herrscht Neuzeitstimmung. Die Hinterachse bleibt zwar ein gewichtiger Vertreter der starren Bauweise. Aber es gibt keine Blattfedern mehr, wie sie bei amerikanischen Trucks noch immer weit verbreiteter Standard sind.
Die Starrachse wird von fünf Lenkern exakt geführt, für die Verarbeitung von Straßenstößen sind Schraubenfedern zuständig. Bei der höherwertigen der beiden Ausstattungsvarianten LS und LT kommen sogar noch adaptive Stoßdämpfer hinzu, deren Kennung sich blitzschnell der jeweiligen Straßenbeschaffenheit anpasst.




