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Citroën C3 1.6 16V Senso Drive im Fahrbericht

Nicken-Alarm

In der Top-Version des Citroën C3 mit 109 PS starkem 1,6-Liter Vierzylinder schaltet seit neuestem das automatisierte Schaltgetriebe Senso-Drive – und verursacht so manchen Kopfschmerz.

18.03.2003

Denn die neue Art des Schaltens entpuppt sich schon nach wenigen Meter als echter Gute-Laune-Killer. Ob im Automatik-Modus oder manuell geschaltet via Lenkrad-Paddels – stets quittiert die Elektronik die Schaltbefehle mit langen Pausen. Ruckfreies Schalten gelingt nur bei Handarbeit und geringer Last. Wer hingegen unter Last die Gänge wechselt, begleitet den Gangwechsel unweigerlich mit einem Kopfnicker. Einen ganz besonderen Nervenkitzel bringt das Einlegen des Rückwärtsganges: Bremse treten, Schalthebel nach rechts in Position N und dann nach hinten ziehen. Und dann das Ganze nochmal und nochmal: In zu vielen Fällen zeigte das Display unter dem Tacho nach dieser Prozedur weiterhin das N statt des ersehnten R. Fazit: Nicht zuletzt mit dieser Macke trübt das Getriebe nachdrücklich den positiven Eindruck des Triebwerks.

Das Triebwerk macht Laune

Der Reihenvierzylinder mit 1,6-Liter-Hubraum und 16 Ventilen geht mit seinen 80 kW (109 PS) nicht nur sehr agil ans Werk. Er vermag auch in Sachen Laufkultur zu überzeugen. Der Motor dreht willig hoch und bleibt dabei über das ganze Drehzahlband frei von Vibrationen. Erst oberhalb von 4.500/min wird das Laufgeräusch rauher und die Aussprache deutlicher. Sei’s drumm. Denn bei diesen Drehzahlen hat man im Alltag längst schon einen Gang rauf geschaltet – oder flitzt über die Autobahn. Und da kommt richtig Freude auf. Das nervige Getriebe ist vergessen. Statt dessen freut sich der C3-Fahrer über die verduzten Gesichter der Mittelklasse-Links-Fahrer, wenn Citroëns Kleinster ihnen zunächst die angestammte Spur streitig macht und auch noch scheinbar mühelos an ihnen vorbei zieht.

Spielverderber: Seitenneigung und Bremsassistent

Doch die Fahrfreude vergeht spätestens in der nächsten schnellen Autobahnkurve: Der C3 leistet sich eine ausgeprägte Karosserie-Neigung, die das Auto speziell im Heck sehr leicht macht. Auch der serienmäßige Bremsassistent ist geeignet, durch sein frühes und giftiges Ansprechen die Autobahn-Freude zu verleiden. Bereits ein schneller Wechsel vom Gas- aufs Bremspedal veranlasst den Assistenten, die Bremse voll zuzumachen. Das Ergebnis: Ein tiefer Diener des C3-Piloten und erschrecktes Staunen beim Hintermann.

Verbrauch: Wer schnell sein will, muss zahlen

Staunen auch nach der schnellen Autobahnfahrt. Deutlich mehr als zehn Liter presst der C3 durch seine Einspritzdüsen – maximal sind es gar 12,7 Litern Super für die 100 Kilometer-Distanz. Im kombinierten Stadt- und Überland-Verkehr kommt der C3 hingegen mit einem Verbrauchsschnitt von rund achteinhalb Litern aus.

Doch gerade die Rolle als Stadtflitzer verleidet neben dem Getriebe auch das Fahrwerk. Denn bei Stadttempo rollt der C3 steifbeinig ab und speziell die Vorderachse spricht nur widerwillig auf Fahrbahnunebenheiten an. Je schneller der Enten-Enkel jedoch unterwegs ist, desto besser arbeitet die Federung.

Verarbeitungsqualität ist keine C3-Stärke

Auch im Inneren zeigt die Verarbeitung des C3, dass weiterer Feinschliff Not tut: Der verwendete Kunststoff wirkt billig und klapprig. Beim Testwagen löste sich die Stoffeinlage in der Verkleidung der Fahrertür – die zu den optinalen Ledersitzen gehörenden Mittelarmlehnen der Vordersitze wirken laberig und wackelig. Grund zur Kritik bieten auch die weich gepolsterten Vordersitze: Ihre Sitzfläche ist eindeutig zu kurz, die Sitzlehne dürfte stärker konturiert sein. Dafür enthält die Exclusive-Ausstattung so ziemlich alles, was die Citroën-Preisliste hergibt. Nur Alu-Felgen (515 Euro), Metallic-Lackierung (370 Euro), Ledersitze mit Stoffeinlagen (1.400 Euro), Glas-Schiebedach (750 Euro) und Navigationsradio einschließlich CD-Wechsler (1.640 Euro) kosten extra.

Der Grundpreis von 16.490 Euro für den Citroën C3 1,6 16V Exclusive einschließlich Senso-Drive-Getriebe liegt im Rahmen des Wettbewerbs: Opel verlangt für den fünftürigen 125-PS-Corsa 16.010 Euro, Ford 15.300 Euro für den Ghia-Fiesta mit 100 PS, Renault 18.150 Euro für den Clio mit 107 PS samt Top-Ausstattung Initial und VW 16.650 Euro für den Polo mit 100 PS-Maschine und Highline-Ausstattung. Angesichts der Mängel bei Feinabstimmung und Verarbeitung ist der C3-Preis jedoch eine deftige Ansage.

Technische Daten
Citroën C3 Pluriel 1.6 16V Senso Drive
Grundpreis17.490 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe3934 x 1700 x 1559 mm
KofferraumvolumenVDA266 L
Hubraum / Motor1587 cm³ / 4-Zylinder
Leistung80 kW / 109 PS (147 Nm)
Höchstgeschwindigkeit188 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h12,6 s
Verbrauch6,5 L/100 km
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