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Der Enzo - ohne Vergleich, ohne Maßstab

Der Ferrari Enzo Ferrari bietet reinrassigen Rennwagen-Genuss ohne Reue. Das macht den 645.000 Euro teuren F50-Nachfolger zum Sammlerstück für die freie Wildbahn. Erster Fahrbericht.

02.08.2002

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Die Flügeltüren des Enzo Ferrari erwecken den Eindruck, die ganze Wagenmitte würde an einem Gasdruckstoßdämpfer geräuschlos nach oben schwingen, und dann ist die Einstiegsluke gerade groß genug für den Enzo-Kunden.
Jetzt ist es da, dieses eigentlich unbezahlbare Gefühl, mit dem rechten Bein zuerst in eine schwarze Schatulle zu schlüpfen, die mehr nach Rennwagen aussieht wie alle Supersportwagen der Vergangenheit zusammen. Wird auch noch das linke Bein einigermaßen gelenkig über den breiten Schweller gelupft, schnappt der Enzo zu wie eine Falle.
Die beiden Pedale für Bremse und Gas offerieren ebenso 16 Möglichkeiten zur individuellen Einstellung wie die Sportschalensitze, die in den vier Basisgrößen S, M, L und XL erhältlich sind.
Der unvermeidliche Startknopf leuchtet wie das rote i-Tüpfelchen einer schmalen und sparsam mit Knöpfen belegten Mittelkonsole. Die Benutzeroberfläche ist so ausgelegt, dass der Enzo von null auf 350 km/h und wieder auf null genossen werden kann, ohne einen einzigen Finger vom Lenkrad zu nehmen.
Rückwärtsgang mit dem rechten Daumen, erster Gang über die Schaltwippe mit dem rechten Zeigefinger. Der Enzo rollt auf dem Ferrari-Testgelände Fiorano Richtung Pisteneinfahrt hinter der Box und wird behandelt wie ein Formel 1-Rennwagen. Die rote Ampel erlischt, gut 15 rote Daumen signalisieren, dass die Piste frei ist.
Zwölfzylinder, sechs Liter Hubraum, 660 PS. Der neue V12 mit 65 Grad Zylinderwinkel nimmt Gas an wie ein Alkoholiker Schnaps, dann füllt sich der Motorraum mit einer Serie von Explosionen samt deren Echo, und am Lenkrad fliegen rote Glühwürmchen entlang, eins, zwei, drei, schalten, klack. Erste Bremsversuche bei den 100-Meter-Schildern enden mit Rollgeschwindigkeit beim 50-Meter-Signal. Die Bremsen beißen zu wie eine Horde Ausgehungerter.

Der Enzo fährt sich ohne Vergleich und ohne Maßstab. Leichtgängig, präzise, geradezu spielerisch in Kurven, so infernalisch auf den Geraden und diesseits des Grenzbereichs so gutmütig.

Der voll gekapselte Unterboden samt den Längskanälen in Wagenmitte, der zweiteilige Heckdiffusor und die hinter den Vorderrädern austretende Kühlluft sorgen für eine gute aerodynamische Balance, die mittels variabler Spoiler und einer geschwindigkeitsgesteuerten adaptiven Dämpfung weiter verfeinert wird.
Damit ist der Enzo nicht nur auf Messrekorde ausgelegt, sondern auch für ein gleich bleibendes Fahrverhalten zwischen 100 und 300 km/h; eine ganz spezielle Form von Komfort übrigens inbegriffen.
Technische Daten
Ferrari Enzo Ferrari
Grundpreis645.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4702 x 2035 x 1147 mm
Hubraum / Motor5998 cm³ / 12-Zylinder
Leistung485 kW / 660 PS (657 Nm)
Beschleunigung 0-100 km/h3,6 s
Verbrauch23,0 L/100 km
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