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Der neue 911 Carrera

besser, stärker, schneller, teurer

Mehr Leistung und umfangreiches Feintuning machen den 911er noch attraktiver, aber auch teurer.

30.06.2001

Wenn sich der Kaiser räuspert, gilt das im Lande als Husten. Und wenn der Porsche 911 Carrera eine Frischzellenkur bekommt, geht ein Raunen durch die Auto-Welt. Haben die Zuffenhausener beim aktuellen Facelift ihrer Sportwagen-Ikone gute Arbeit geleistet? Zunächst zur Optik: Auf den ersten Blick stechen besonders die neuen Scheinwerfer ins Auge, die im Design jetzt denen des 911 Turbo gleichen. Porsche-Puristen werden aufatmen: Endlich gibt es auf der Autobahn keine peinliche Verwechslung mehr mit dem viel billigeren Boxster. Neu sind auch die Frontschürze (geänderte Lufteinlässe), das Felgendesign, die verlängerte Heckschürze und die Auspuffendrohre – jetzt in schöner flacher Ovalform. Was noch? Der Carrera-Schriftzug ist für den Hintermann dank tieferer Platzierung ab sofort besser zu lesen.

Instrumente wie der Turbo

Drinnen muss man sich nicht mehr über offen herumkullernden Reisekrimskrams ärgern, denn endlich bietet der 911 wieder ein praktisches, abschließbares und beleuchtetes Handschuhfach. Darüber dürften sich besonders die Cabrio-Fahrer freuen, die im übrigen nun eine beheizbare Glassscheibe fürs Verdeck bekommen. Modifiziert gibt sich auch das Cockpit mit dem jetzt serienmäßigen Dreispeichenlenkrad. Der Carrera hat nun das gleiche Kombi-Instrument wie der 911 Turbo, im unteren Drittel des zentral angeordneten Drehzahlmessers findet sich ein großes Display, das neben den Kilometeranzeigen auch Bordcomputermeldungen bringt. Und unterhalb der Mittel-Luftdüse lässt sich jetzt ein Cupholder ausklappen.

Musik wie im Konzertsaal

Gegen 2404 Mark Aufpreis gibt es erstmals ein High-End-Soundsystem Marke Bose. Das Ergebnis ist beeindruckend, und der scheinbare Widerspruch programmiert: Elfer-Fahren in Konzertsaal-Atmosphäre ist ein besonderes Erlebnis. In Coupé und Cabrio verbergen sich je vier Mittel- und Hochtöner, in den Türen sitzen zwei Tief-Mitteltöner in 5,5-Liter-Bassreflexgehäusen, dazu gibt es noch ein Subwoofersystem – im Coupé hinter den Rücksitzlehnen, beim Cabrio im Beifahrerfußraum. Wie Mozart bei Tempo 150 im offenen Elfer-Cabrio klingt? Sauber, klar und gut – autouniversum hat es beim ersten Probegalopp getestet.

320 PS und 370 Newtonmeter

Viel wichtiger für Porsche-Liebhaber ist aber die Überarbeitung des Sechszylinder-Boxermotors. Natürlich, er hat mehr Hubraum bekommen. Und er ist stärker geworden. Von 3,4 Liter geht’s auf 3,6 Liter, die Leistung steigt von 300 auf 320 PS. Parallel dazu wächst das maximale Drehmoment von 350 auf 370 Newtonmeter, das jetzt schon bei 4250 U/min (vorher 4600 U/min) erreicht wird; eine nochmals spürbare Leistungssteigerung also, für die im wesentlichen der Einsatz des bisher nur im 911 Turbo verwendeten VarioCam Plus-Systems verantwortlich zeichnet – die Einlass-Nockenwellenverstellung wird hier um eine einlassseitige Ventilhubumschaltung ergänzt.

Porsche gibt für den Sprint von Null auf Hundert jetzt glatte fünf Sekunden an (bisher waren es 5,2 s), und auch die ersten subjektiven Fahreindrücke belegen, dass es im Elfer jetzt nochmal spürbar besser vorwärts geht. Mit diesem Motor fühlt man sich in keiner Situation verlegen, jede kurvige Landstraße gerät zum Fest und jede Autobahnfahrt zur Zurückhalteübung. Tempo 200 im Sechsten – da schnappt das Triebwerk ohne Runterschalten gierig nach mehr. Und apropos: Der neue Elfer rennt bei freier Strecke 285 km/h (bislang 280 km/h).

Feintuning am Fahrwerk

Last not least: Auch um die Ecke geht der neue Carrera noch einmal ein bisschen besser – neue Dämpferabstimmungen und deutlich leichtere Alu-Räder (Serie 17 Zoll, 2109 Mark Aufpreis für 18 Zoll) sorgen für das geforderte Plus an Fahrdynamik, und bei hohem Autobahntempo zahlt sich aus, dass der Auftrieb durch aerodynamischen Feinschliff deutlich reduziert werden konnte: an der Vorderachse um 25 Prozent, an der Hinterachse sogar um 40 Prozent.

Schön auch, dass der Schwabenpfeil ein geiziger Sportwagen geblieben ist: Nach EG-Norm verbraucht der neue Elfer 11,1 Liter Super plus auf 100 Kilometer, das entspricht einer Reduzierung um rund sechs Prozent. Allerdings: Bei Vollgas dürfte im 64-Liter-Tank nach gut 350 Kilometern Ebbe sein.

Der Spaß wird natürlich teurer

Umsonst gibt es soviel Fortschritt leider nicht, denn der Porsche 911 wurde nicht nur stärker und besser, sondern – wieder einmal – auch teurer. Das Coupé kostet jetzt 143.840 Mark, das Cabrio 163.123 Mark. Und wer statt des Sechsgang-Schaltgetriebes die Tiptronic haben will, muss noch einmal 5615 Mark draufpacken.

Technische Daten
Porsche 911 Carrera
Grundpreis74.504 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4430 x 1770 x 1305 mm
KofferraumvolumenVDA130 L
Hubraum / Motor3596 cm³ / 6-Zylinder
Leistung235 kW / 320 PS (370 Nm)
Höchstgeschwindigkeit285 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,0 s
Verbrauch11,0 L/100 km
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