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Diesel gegen Benziner (2)

Opel Zafira

Moderne Diesel sind viel kräftiger und sparsamer als vergleichbare Benziner – und in der Anschaffung teurer. Wann also lohnt sich ein Diesel wirklich? Sechs Motorenpaarungen im Vergleich.

22.05.2003

Das Ergebnis
In den Carports von Neubaugebieten und auf den Parkplätzen mittlerer Unternehmen ist die Opel Zafira-Population besonders groß: In der Regel dient er also Käufern, die mit scharf gespitztem Rotstift rechnen. Der Mehrpreis von 1560 Euro für die Dieselversion könnte schließlich auch eine heimelige Sitzgarnitur oder den Chefsessel einer Designermarke finanzieren – speziell dann, wenn der Siebensitzer vornehmlich kurze Strecken zurücklegt.
Zafira 2.2 DTI-Käufer müssen sich das Spritsparen leisten können. Hohe Kasko-Prämien und die Euro 3-Einstufung – Jahressteuer: deftige 304 Euro – werfen den 125 PS starken Selbstzünder zurück, obwohl er sich bei sachter Fahrweise mit sieben Liter Diesel auf 100 Kilometer bescheidet. Acht sind es im Durchschnitt, fast zwei Liter mehr verlangt der gleich starke 1.8i Benziner.
Die Zehn-Liter-Marke fällt erst, wenn er sich bei schneller Autobahnfahrt auf der linken Spur einjustiert – trotzdem muss der Diesel mindestens 15.000 Kilometer im Jahr unterwegs sein, um den Mehrpreis in den Etat zurückzuspülen. Das ist kein wirkliches Dilemma: Den Eindruck der Mager-Motorisierung hinterlässt die Benzinversion nicht. Sicher, ihr Benutzer greift häufiger zum knorpelig geführten Schalthebel, wird dafür aber mit kultiviertem Laufgeräusch, willigem Hochdrehen und ordentlichem Temperament belohnt.

Unwirsch klingt der 1.8er auch dann noch nicht, wenn die Nadel des Drehzahlmessers die 6000er-Markierung streift. Wer den Diesel nicht kennt, kann mit dem Benziner also glücklich werden, zumal sich das 160 Kilogramm höhere Gewicht des Öltankers nicht nur in der geringeren Zuladung niederschlägt, sondern auch bei forcierter Landstraßenfahrt. Da wirkt der 1.8er eine gute Nuance leichtfüßiger als sein kopflastigerer Kontrahent. Der rennt ihm beim Zwischenspurt trotzdem glatt davon. Zwar wirkt der Zafira 2.2 DTI weniger bullig, als es der Drehmoment-Nennwert von 280 Newtonmetern erwarten lässt, er läuft auch etwas lauter – dennoch vermittelt er aber eine Unangestrengtheit, die dem Benziner fehlt. Und gewinnt die Fahrspaß-Wertung auch dann, wenn er nur zwischen Carport und Verbrauchermarkt pendelt.

Fazit: Auf dem Drehmoment-Hochplateau seiner 280 Newtonmeter wirkt der Zafira 2.2 DTI in fast allen Punkten souveräner als die 1.8-Benzinversion. Deren deutlich höherer Verbrauch relativiert sich zwar in der Kostenwertung, auch läuft der Benziner kultivierter, der Diesel aber kontert mit allzeit üppigem Schub und wesentlich besseren Elastizitätswerten.
Technische Daten
Opel Zafira 2.2 DTIOpel Zafira 1.8
Grundpreis21.995 €19.785 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4317 x 1742 x 1634 mm4317 x 1742 x 1634 mm
KofferraumvolumenVDA150 bis 1700 L150 bis 1700 L
Hubraum / Motor2172 cm³ / 4-Zylinder1796 cm³ / 4-Zylinder
Leistung92 kW / 125 PS (280 Nm)92 kW / 125 PS (170 Nm)
Höchstgeschwindigkeit187 km/h188 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h11,5 s11,5 s
Verbrauch6,5 L/100 km7,8 L/100 km
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