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Exoten mit Turbo-Motoren

Unbekannte Drucksachen

Renault Alpine V6 Turbo, Seitenansicht Foto: Archiv 38 Bilder

Mit Beginn der achtziger Jahre hatte fast jede Automobilmarke ein Modell mit Turbo-Aufladung im Programm. Dabei ging es primär um eine preisgünstige Steigerung der Motorleistung, die gegenüber den vergleichbaren Saugmotoren oft bei etwa 50 Prozent lag.

28.02.2014 Franz-Peter Hudek Powered by

Kurz nach den sportlichen Benzin-Turbos, von denen wir hier einige präsentieren, setzte der große Boom der Turbodiesel ein. Heute sind Sauger in der Minderheit, doch der Weg dorthin führte über solche skurrilen Fahrzeuge wie den Chevrolet Corvair Monza Spyder, der das Konzept des Käfers auf amerikanische Verhältnisse übertragen sollte.

Chevrolet Convair – das Turbo-Auto nach VW Käfer-Konzept

Der von 1962 bis 1964 gebaute Chevrolet Corvair Monza Spyder stellt die letzte verzweifelte Ausbaustufe des Heckmotor-Konzepts dar. Schon der erste Corvair kombinierte einen Sechszylinder-Boxermotor im Heck mit einer Pendelachse. Das Triebwerk mit 2,3 Litern Hubraum leistete zunächst moderate 81 PS, doch 1962 wurde der Boxer mit einem Turbolader zwangsbeatmet und kam auf nahezu die doppelte Leistung: 152 PS.

Doch die gesteigerte Motorleistung offenbarte das größte Problem des Corvair: seine einfache Hinterachskonstruktion. Die  Pendelachse führte beim Corvair zu einem kritischen Übergang ins Übersteuern. Die Bedenken einiger Entwicklungsingenieure wurden allerdings nicht ernst genommen, die Folge waren einige schwere Unfälle mit Todesfolge. Bekannt wurde der Corvair schließlich weltweit durch eine Kampagne des Verbraucherschutzanwaltes Ralph Nader, der in seinem Buch „Unsafe at any Speed“ die gefährlichen Fahreigenschaften des Corvair thematisierte.

Saab und die Drehmoment-Philosophie

Zu den Turbo-Pionieren Europas im Pkw-Bereich gehört natürlich auch Saab. In einer Zusammenarbeit mit Konzernbruder Scania entwickelten die Schweden das Konzept des „Soft-Turbos“. Sie kombinierten ihre Vierzylinder mit einem relativ kleinen Abgasturbolader samt Wastegateventil. Das Saab-System steigert schon bei niedrigen Drehzahlen das Drehmoment durch sein frühes und schnelles Ansprechen deutlich.

Im Saab 99 Turbo sorgt der Zweiliter-Turbomotor mit 145 PS für eine Beschleunigung von 8 Sekunden auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 200 km/h. Dank einem maximalen Drehmoment von 235 Nm lässt sich der Saab 99 Turbo schaltfaul fahren und überzeugt mit Druck aus jeder Lebenslage.

Turbo-Power aus Japan

Auch wenn er in Deutschland zu den absoluten Exoten und Raritäten gehört, ist der Mitsubishi Lancer Turbo, der 1980 auf den Markt kam, eine echte Alternative zum Fahrspaß-Auto BMW 3er. Der Zweiliter-Vierzylinder des Lancer wird mit einem Turbolader auf 170 PS gebracht, das maximale Drehmoment von 245 Nm liegt bei 3.500/min an.

Mit seinem Leergewicht von 1.075 kg und Hinterreadantrieb bei ausgewogener Gewichtsverteilung ist der Mitsubishi Lancer Turbo eine echte Fahrmaschine. Ab Werk gab es eine Rundumverspoilerung sowie verschiedene Dekore mit auffälligen Rallyestreifen.

Fiat bringt Turbo-Kraft zum Sparpreis

Der wohl günstigste Einstieg in die Turbo-Welt war und ist der Fiat Uno Turbo i.e., der 1985 vorgestellt wurde und dessen 1,3-Liter-Vierzylinder 105 PS leistet. Der Neupreis lag bei unter 20.000 Mark, heute gibt es brauchbare Fahrzeuge für deutlich unter 4.000 Euro.

Der Uno Turbo war in den 80ern einer der heißesten Kleinwagen, denn der Turbo-Motor hatte nur 875 kg zu beschleunigen, was aus dem Stand auf 100 km/h in 8,3 Sekunden geschieht. Fiat legte den Uno um 15 mm tiefer, spendierte ihm Scheibenbremsen rundum, 175/60er-Niederquerschnittreifen und ein Spoilerpaket. Durch diese Maßnahmen wurde der Luftwiderstandsbeiwert auf cW 0,33 gesenkt.

Immerhin echte 199,9 km/h erreichte der Fiat Uno Turbo i.e. im auto motor und sport-Test – auch wenn die Tachoskala bis 240 km/h reicht ein respektabler Wert.

Weitere Turbo-Exoten zeigen wir in unserer Fotoshow.

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