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Der Chevrolet Tahoe Hybrid im Fahrbericht

Chevrolet bringt seinen ersten Hybrid-SUV auf den Markt

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Jetzt fließt auch bei Chevrolet Strom: Dieser neue Tahoe ist Vorreiter für eine ganze Reihe neuer Hybrid-SUVs

05.02.2008 Powered by

Geschafft: unter zehn Liter Verbrauch während der ersten Testfahrt bei einem gemischten Stadt-Überland-Kurs. Okay, für die 9,5 Liter im Schnitt haben der Tahoe und ich uns keine Freunde gemacht, denn selbst von den stets behutsamen Toyota Prius-Piloten mussten wir uns wütende Hupkonzerte anhören. So lahm wird im normalen Leben keiner fahren, dennoch ist die Technik des neuen Chevy Hybrid beeindruckend. Mit ihm bietet General Motors – nach Toyota Highlander und Lexus RX 400h – nun den dritten Vollhybrid-Geländewagen der Welt an. Der Riese kann in drei Sitzreihen bis zu acht Passagiere befördern und darf gut 2,7 Tonnen Last an den Haken nehmen. Dabei sind die Verbrauchswerte selbst bei normalem Fahrstil erstaunlich: Realistische 11,7 Liter im Schnitt verspricht Chevrolet . Im Stadtverkehr mit viel Stop-and-go-Verkehr zeigte der Bordcomputer unglaubliche 7,8 Liter im Durchschnitt an. Wohlgemerkt: Es geht hier um einen Sechs-Liter-V8-Benziner mit leckeren 332 PS! Der Achtzylinder wird von zwei jeweils 82 PS starken Elektromotoren unterstützt, die an ein stufenloses Planetenradgetriebe angeflanscht sind. Rückwärts fährt der Tahoe ausschließlich elektrisch, bei Vorwärtsfahrt treiben die Stromaggregate – volle Batterien vorausgesetzt – bis Tempo 50 allein an. Die Energie wird beim Bremsen zurückgewonnen. Cooler Nebeneffekt dieser Technik: Der Bremsweg wird kürzer. Bei leeren Batterien produziert der V8 zusätzlichen Strom über die als Starter-Generator ausgeführten Elektromotoren. Die Speicherbatterie arbeitet mit 300 Volt. Darauf gibt General Motors eine Garantie von acht Jahren oder für 160 000 Kilometer.

Eine clevere Motorsteuerung schaltet bei normaler Fahrt vier der acht Zylinder ab und spart so zusätzlich Benzin. Weil die Elektromotoren etwa an Steigungen kurzfristig mithelfen, kann die Zylinderabschaltung länger aktiv bleiben. Gegenüber dem Vorjahresmodell geringe Änderungen an der Aerodynamik und ein paar abgespeckte Kilo haben die Wirtschaftlichkeit des Tahoe weiter verbessert. Das mag aus europäischer Sicht etwas albern klingen, ist aber durchaus effektiv: Kühlerverkleidungen und Motorhaube sind jetzt aus Alu. Die Front ist um zehn Millimeter tiefer gelegt. Sogar die Schweller sind nicht mehr so fett, eben windschnittiger. Innen gibt es wenig Neues, allerdings ist das Hybrid-Modell immer komplett ausgestattet – fully loaded.
Im Monitor für die Navigation lässt sich jetzt wahlweise der Kraftfluss des Hybriden anzeigen – Sparen kann spannend sein. Und es geht weiter mit der GM-Offensive: Im nächsten Jahr kommt der Pick-up Silverado mit diesem Dual-Mode-Antrieb auf den US-Markt.Und die Joint-Venture-Partner folgen bald mit Hybriden in BMW X6 , Dodge Durango und Mercedes GL .

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