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Fahrbericht Ferrari 355 Spider

Der fällige Modellwechsel vom 348 zum 355 Spider sorgt für frischen Wind. auto motor und sport fuhr den neuen offenen Ferrari dort, wo der Fahrtwind im Frühjahr so heiß weht, dass die Klimaanlage auch bei geöffnetem Verdeck kühlen muss: in der tunesischen Wüste.

02.04.2003

Modellwechsel à la Ferrari sind unvergleichlich. In der Autobranche sowieso, und der Hochadel kann Krönungen auch nicht mehr besser inszenieren. Welcher neue König kann in puncto Aerodynamik, Tempo, Beschleunigung und Auspuffton gegen einen brandneuen Ferrari bestehen? Selbst ein so fließender Übergang wie von Spider zu Spider und von 348 zu 355 sorgt für Turbulenzen, die auf der Richter-Skala der Emotionen nur Hugo, der Hurricane, aufwühlt. In einem neuen Ferrari-Modell des Baujahrs 1995 stecken 49 Jahre Ferrari S.p.A., 66 Jahre Scuderia Ferrari und 90 Jahre Enzo Ferrari, die im konkreten Fall des F 355 Spider auf 380 PS Leistung, 40 Ventile und einen Knopf zum automatischen Öffnen und Schließen des Verdecks komprimiert sind. Im Archiv der Legenden passen auf einen Spider wie diesen zahlreiche Etiketten. Sein direkter Vorgänger, der 348 Spider mit dem 3,4 Liter- Vierventil-V8, wurde nur kurz, von Frühjahr 1993 bis Anfang 1995, gebaut. Der Stammbaum führt in Direttissima zurück zum 365 GTS/4, besser bekannt als Daytona Spider, von dem Anfang der siebziger Jahre 121 Stück modelliert wurden. Und war nicht, amici sportivi, sogar jener 330 P4, mit dem Chris Amon und Lorenzo Bandini 1967 in Daytona der letzte 24 Stunden-Sieg für Ferrari ge- lungen war, offen? Offen, also Spider, wie auch der letzte Werkswagen für die klassischen Sportwagen-Rennen, 312 PB, der 1972 vom Nürburgring bis zur Targa Florio zwölfmal gewonnen hatte. Diese Erinnerungen, im Kaufpreis von knapp 210 000 Mark serienmäßig enthalten und für Freunde des Hauses, die keine Kunden sind, sogar vollkommen gratis, beschleunigen die Phantasie schneller als jene 4,7 Sekunden, die das Werk für den Sprint von null auf 100 km/h angibt.

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