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Fahrbericht des Jeep Patriot

Der Patriot erweitert die Jeep-Familie

11 Bilder

Und noch ein SUV: Jeep stellt damit dem rundlichen Compass einen markanten Bruder zur Seite

01.08.2007 Powered by

Plattform-Strategie, zweiter Teil: Nachdem Jeep es mit dem Duo Grand Cherokee und Commander bereits ausprobiert hat, geht man nun zwei Klassen tiefer ans Werk. Der vor Kurzem vorgestellte Jeep Compass bekommt einen technisch zwar identischen Bruder an die Seite, aber der optische Auftritt ist ein ganz anderer. Im Gegensatz zum rundlich gestalteten Compass soll der Patriot eher die abenteuerlustige Kundschaft anlocken – und das bei vollkommen gleichem Motorenangebot. Zur Auswahl stehen ein 2,4-Liter-Benziner mit 170 PS sowie ein Zweiliter-Diesel mit 140 Pferden. Wie im Compass ist der Benziner serienmäßig mit einem Fünfgang­getriebe verbandelt und kann gegen Aufpreis mit einer stufenlosen CVT-Automatik ausgestattet werden. Beim von Volkswagen zugelieferten TDI-Motor – von Jeep traditionell mit der Typbezeichnung CRD versehen – ist generell Handarbeit am sechsstufigen Schaltgetriebe angesagt; eine Automatik gibt es nicht.

Dafür arbeitet der bereits aus dem Compass bekannte Allradantrieb mit dem etwas blumigen Namen Freedom Drive in der Regel automatisch. Eine elektronisch geregelte Kupplung an der Hinterachse beteiligt diese nur bei Bedarf am Vortrieb, auf der Straße ist der Patriot vorrangig mit Frontantrieb unterwegs. Allerdings arbeitet das System nicht nur schlupfabhängig, sondern bereits vorbeugend – zum Beispiel beim starken Beschleunigen. Zusätzlich lässt sich die Kraftverteilung mittels eines kleinen Hebels starr auf 50: 50 einstellen. Spätestens ab 40 km/h übernimmt allerdings wieder die Elektronik das Kommando und regelt eigenständig. Im Fahrverhalten verwöhnt der Patriot dank geschmeidiger Federung und geringer Fahrgeräusche mit Pkw-Komfort – zumindest auf den tempolimitierten Highways in Oregon, wo wir den neuesten Jeep zum ersten Mal fahren konnten. Wer es in engen Kurven etwas flotter angeht, erlebt trotz des Automatik-Allrads ein leicht untersteuern des, problemfreies Fahrverhalten, bevor sich das serienmäßige ESP einklinkt. Die eckige Form verschafft dem Patriot gegenüber dem Compass nicht nur bei der Laderaumgröße Vorteile, auch die Übersichtlichkeit hat merklich zugenommen. Fahrwerk, Antrieb und Unterbau sind reine Pkw-Technik, was auf Asphalt klare Vorteile bringt. Das Gewicht bleibt niedrig, dementsprechend auch der Verbrauch. Chrysler gibt nur 6,7 Liter als Durchschnittswert an (0,2 Liter mehr als beim Compass CRD). Der vergleichsweise bescheidene 51-Liter-Tank würde demnach für über 750 Kilometer Fahrstrecke ausreichen. Die Innenraumabmessungen sind für diese Fahrzeuggröße absolut ausreichend, sofern man sich den Patriot nicht zum Fünfsitzer schönredet – auf dem Mittelplatz der Fondbank sitzt man recht ungemütlich.

Schlau gemacht: Die Beifahrer-Sitzlehne lässt sich nach vorn klappen. Das ermög­licht gemeinsam mit der ebenflächig wegfaltbaren Rücksitzbank eine besonders lange Ladezone für Sondertransporte oder sogar einen Schlafplatz für Alleinreisende. Auch mit weiteren Gimmicks wurde nicht gegeizt. Eine Akku-Taschenlampe ist im hinteren Dachhimmel eingeklinkt, und die Mittelkonsole lässt sich mit einem iPod-Halter bestücken. Die abklappbare Lautsprecherleiste in der Heckklappe kennen wir bereits vom Compass. Im Gelände sollte man sich trotz des viel versprechenden Namens nicht zu viel vornehmen. Dort hatte ja bereits der Compass keine Begeisterungsstürme entfachen können. Beim Patriot schafft allenfalls die etwas höhere Frontschürze leichte Verbesserung. Dem mit Schaltgetriebe ausgerüsteten Patriot fehlt es beim Anfahren merklich an Power. Nur auf einigermaßen griffigem Boden und an nicht zu wilden Steigungen lässt sich damit leben. Für etwas höhere Ansprüche bleibt nur der Benziner mit der CVT-Automatik, die allerdings vor wirklichen Herausforderungen wie dem Anfahren am Steilhang genauso kapituliert. Für echte Allradabenteuer muss man zu den etwas größer dimensionierten, aber teureren Geschwistern Cherokee oder Wrangler Unlimited greifen. Ab Herbst soll der Patriot in Deutschland zu haben sein – mit Preisen, die knapp unter denen des Compass liegen. Reine Geschmackssache also, für welchen der beiden man sich entscheidet.

Technische Daten
Jeep Patriot 2.0 CRDJeep Patriot 2.4
Grundpreis27.990 €25.290 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4408 x 1785 x 1658 mm4408 x 1785 x 1658 mm
KofferraumvolumenVDA320 L320 L
Hubraum / Motor1968 cm³ / 4-Zylinder2359 cm³ / 4-Zylinder
Leistung103 kW / 140 PS (310 Nm)125 kW / 170 PS (220 Nm)
Höchstgeschwindigkeit189 km/h180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h11,0 s10,7 s
Verbrauch6,5 L/100 km8,7 L/100 km
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