Fahrbericht Mazda 626 2.0i

Mazda besann sich bei der Neuauflage des ehemaligen Mittelklasse-Bestsellers auf alte Tugenden japanischer Importeure. Die Zielsetzung lautete: mehr Ausstattung, mehr Platz, mehr Komfort und mehr Nutzwert - für weniger Geld.

Blick zurück nach vorn – unter dieses scheinbar widersprüchliche Motto könnte man die Neuauflage des ehemaligen Mazda-Bestsellers 626 stellen. Denn für den neuen Geschäftsführer von Mazda Deutschland, den Norweger Jan Brentebraten, lautet die Zielsetzung für morgen: „Zurück zu den Wurzeln“ – zu jenen Grundwerten, die japanische Marken wie Mazda groß gemacht haben. Laut Brentebraten sind das neben Qualität und Zuverlässigkeit vor allem das Preis- Leistungs-Verhältnis, aber auch „Nutzwert“. „Das Upgrading zu immer höheren Preisen“, ergänzt Mazda-Sprecher Michael Dithmer, „hat Kunden vergrault“. „Außerdem“, so erläutert Brentebraten, „beklagten Käufer, daß die zunehmende Styling-Orientierung zu Einschränkungen bei Funktionalität und Komfort führte.“ Folglich sackten die Absatzzahlen der einstigen Erfolgsnummer 626 – das Mittelklassemodell war in den achtziger Jahren mehrfach der meistverkaufte Importwagen in Deutschland – ab.

Ende der achtziger Jahre wurden 49 000 Exemplare zugelassen – zuletzt waren es noch 16 000 pro Jahr. Mit dem neuen 626, der ab August als Fließ- und Stufenheck- Limousine sowie ab Herbst auch als Kombi bei den 820 Händlern steht, soll die Kurve wieder nach oben zeigen. 12 000 Einheiten sind noch 1997 geplant, 1998 sollen es 30 000 werden. „Das geht nur über attraktive Preise“, so Brentebraten, „die sind wir unseren Kunden, aber auch unseren Händlern schuldig.“ Den Worten folgen Taten: Das Basismodell mit Stufen heck-Karosserie, 1,9 Liter Hubraum und 90 PS steht für 31 790 Mark in der Preisliste, die Schrägheckvariante ist 600 Mark teurer.

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Thomas Fischer

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