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Der Mazda BT-50 XL-CAB im Fahrbericht

Mit dem neuen Pick-up möchte Mazda lifestyliger werden

10 Bilder

Stärkerer Motor, schickere Optik: Der Mazda-Pick-up hat sich schön gemacht und möchte jetzt auch in der Lifestyle-Ecke punkten

05.04.2008 Powered by

Wenn es nur um die inneren Werte geht, gab es am bisherigen Mazda -Pick-up namens B2500 nichts auszusetzen: robust, zuverlässig, gut im Gelände und mit verhältnismäßig viel Platz. Das Ganze garniert mit einem höflichen Preisschild, stets ein paar Hunderter günstiger als die Konkurrenz von Nissan , Mit­su­bishi und Toyota . Damit avancierte der B2500 zum Geheimtipp für kühle Rechner und Kopfmenschen. Für eine echte Liebesheirat reichte es allerdings wohl in den seltensten Fällen: zu nüchtern die Optik, zu hemdsärmelig-raubeinig der Auftritt.Genau diesen beiden Themen hat sich Mazda intensiv ge­widmet. Schon mit der neuen ­Typenbezeichnung BT-50 soll signalisiert werden, dass da ein komplett neues Auto steht. Der optische Auftritt hat klar gewonnen: Statt der flachen Front mit den schmalen Scheinwerfern, die den bisherigen Pick-up nur mäßig lebhaft wirken ließen, gibt es nun eine stolz nach oben gereckte Nase mit ­höherer Haube sowie modischen Klarglasscheinwerfern. Das sieht gleich viel trendiger aus und bringt den BT-50 rein äußerlich auf Augenhöhe zur Konkurrenz.

Das zweite große Kapitel bei der Renovierung betraf die Mechanik: Dem Motor wurde mit einer Common-Rail-Einspritzung und variabler Turbinengeometrie sein übermäßiger Durst abgewöhnt und gleichzeitig die Leis­tung gesteigert – 34 PS und 64 Newtonmeter mehr hat die neue Vierzylinder-Maschine bei identischem Hubraum zu bieten. Mazda verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 8,9 Litern, der Vorgänger nahm sich, zügig bewegt, gelegentlich gern mal das Doppelte. Ein Teil der versprochenen Verbrauchsreduzierung geht auch sicher mit der ­erheblich verlängerten Über­setzung einher: Während der B2500 für Deutschland viel zu kurze Achsdifferentiale bekam und sich auf der Autobahn schier den Wolf drehte, sind jetzt ­ãlängere„ Achsen (Übersetzung 3,7 statt 4,4:1) und ein längerer fünfter Gang an Bord. Das senkt die Drehzahl und damit auch die Lautstärke. Lediglich im Gelände wird man dem kurz übersetzten Vorgänger wohl die eine oder andere Träne nachweinen. Stichwort Lautstärke: Da haben sie wirklich etwas geleistet bei Mazda: Dämmmatten in den Radhäusern und im Innenraum sollen volle sechs Dezibel weniger Lärm im Innenraum bringen, tatsächlich geht es in der Doppelkabine so leise zu wie in einem Pkw. Vorbei die Zeiten, als Fernfahrer-Romantik aufkam, wenn der Vierzylinder seinen Countrysong anstimmte. Die gewonnene Ruhe ist aber nur ein Aspekt der neuen Gemütlichkeit im Innenraum, nebenbei ­wurde auch frisch tapeziert. Eine neu gestaltete Mittelkonsole und hübsche Instrumente machen aus dem Nutztier einen pflegeleichten, dennoch ansehnlich möblierten Kumpeltyp.

Der Zuwachs an Kraft verleiht dem Mazda durchaus Souveränität, er lässt sich sowohl schaltfaul fahren als auch bei Bedarf richtig vorantreiben. Die Federung sei ebenfalls überarbeitet, sagt Mazda: Blattfedern hinten und Drehstabfedern vorn ver­längert. Das mache ihn kom­fortabler. Merkt man allerdings – zumindest bei leerem Auto – nicht. Da bedankt sich die ­Hinter­achse nach wie vor mit ­einem herzhaften Tritt ins Kreuz der Passagiere, wenn eine ­Unebenheit überfahren wurde. Der Doppelkabiner hat eine ­Zuladung von fast 1,2 Tonnen, da muss die Federung zwangsläufig etwas robuster ausfallen. Kunden, die dauerhaft weniger zuladen, sollten sich auf dem Zubehörmarkt umsehen und ­speziell die hinteren Federpakete entsprechend optimieren lassen. Selbst bei Mazda Deutschland denkt man über eine Variante mit softeren Federn nach, die in der Nutzlast reduziert werden soll. Schade, dass es beim ein­fachen Zuschalt­allrad geblieben ist: Der hilft bei Straßenfahrt wegen heftiger Verspannungen auf festem Untergrund nur bedingt. Immerhin: Das System der automatischen Freilauf­naben, die, einmal verriegelt, das Zuschalten auch während der Fahrt erlauben, blieb im BT-50 erhalten. Die wenig gefragte Einzelkabinen-Version wird in Deutschland nicht mehr angeboten. Es verbleiben die Allrad-Varianten L-Cab (die praktische Anderthalber-Kabine mit den kleinen hinteren Flügeltüren) sowie XL-Cab , die Doppelkabine. Die Preise beginnen bei fairen 23800 Euro für das L-Cab in der durchaus praktikabel (Zentralverriegelung, Fensterheber) ausgestatteten Midlands-Version. Wer Klima möchte, muss zur Toplands-Ausstattung greifen (L-Cab ab 26600 Euro), nur für diese wird das Kühlaggregat als Option angeboten.

Technische Daten
Mazda BT-50 XL-Cab
Grundpreis26.800 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe5075 x 1805 x 1755 mm
Hubraum / Motor2500 cm³ / 4-Zylinder
Leistung105 kW / 143 PS (330 Nm)
Höchstgeschwindigkeit158 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h12,5 s
Verbrauch8,9 L/100 km
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