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Fahrbericht zum Mazda Hakaze

Mazda präsentiert das Concept Car Hakaze

11 Bilder

Mazda auf dem Weg in die Zukunft: Die Studie Hakaze demonstriert, was man sich unter der neuen Designsprache Nagare vorzustellen hat

12.07.2008 Powered by

 Wo kommen die Ideen für den ­Hakaze (1. Ha“ steht für Blatt, 2. kaze“ für Wind) her? Fragen, die bei Mazda am besten einer beantworten kann: Designchef Laurens van den Acker. Der Holländer in japanischen Diens­ten hat die neue Mazda-Designsprache Nagare entwickelt. ­Diese greift Fließmuster auf, wie sie in der Natur vorkommen: Oberflächen, die an erkaltende Lavaströme erinnern. Oder an Riffelmuster im Sand, die bleiben, wenn das Wasser vom Strand zurückweicht. Die Trend­sportart Kite-Surfing lieferte ebenfalls viele Ideen — auch für das ­Bedienkonzept des Hakaze.

Offiziell sehen, anfassen und ­bestaunen kann man die Studie auf dem Genfer Auto-Salon, 4Wheel Fun fuhr ihn schon. Das im europäischen Mazda Designcenter in Oberursel bei Frankfurt entwickelte Modell nimmt Form und Größe eines zukünftigen Mazda-SUVs vorweg. Der ­Hakaze basiert auf der Technik des Mazda CX-7 , das heißt: ­permanenter Allradantrieb mit variabler Drehmomentverteilung. Und unter der Haube röhrt ein 2,3 ­Liter großer Vierzylinder-Turbomotor mit rund 250 PS. Leider durften wir die Leistung nicht ausreizen, maximal Tempo 30 war bei diesem millionen­teuren Einzelstück erlaubt!

Eine erhöhte Sitzposition, die Möglichkeit, offen zu fahren, ein cooles Design, das Sportgerät an Bord, mit nasser Badehose und sandigen Füßen einfach durchstarten — das sind Träume ­erlebnishungriger Kunden. Der Mazda Hakaze zeigt, wie sie wahr werden könnten. Mit 4,42 Metern ist der Zweitürer kaum länger als ein Mazda 3 — ­dafür aber deutlich breiter und höher. Der übersichtliche Arbeitsplatz, die langen Federwege und eine nicht allzu knapp bemessene Bodenfreiheit — das soll SUV-Freunde ansprechen.Der Innenraum zeigt Strukturen, die an den Kamm einer Sand­düne erinnern, über die gerade ein Sturm hinweggefegt ist. Das Cockpit ist auf den Piloten zugeschnitten, der Fahrer fühlt sich wie in einem Kokon. Auf der Mittelkonsole befinden sich Sensoren zum Einstellen der Sitzposition sowie der Heizungs-, Audio- und Infotainment-Funktionen. Die Schalter selbst sind alle unter einer durchgängigen flexiblen Kunststoffoberfläche angeordnet. Vorteil: Weder ­Wasser noch Sand können die Funktion beeinträchtigen.

Die Lenksäule sieht aus wie eine Muschel, die zur Hälfte im Sand liegt. Zündschlüssel? Fehlanzeige: Ein multifunktionaler drahtloser Datenträger entriegelt das Türschloss. Es reicht, das ebenfalls muschelförmige Speicherteil in der Hosentasche zu tragen, um den Hakaze zu ­öffnen. Damit lassen sich persönliche Fahr­zeug­einstellungen speichern oder ­Daten mit dem Computer zu Hause abgleichen. Und im Auto steckt man den Stick dann in einen speziellen Anschluss, über den die aufgespielten Informationen heruntergeladen werden. Außerdem dient dieser Datenträger zugleich als Wählhebel für das Automatik­getriebe. Ein Dreh am Lenkrad, und das Staunen geht weiter: Die Lenkradnabe steht fest, nur der abgeflachte Kranz dreht sich. Über dem Steuer gibt ein LCD-Schirm Navigationshinweise und zeigt die Bilder von Seiten- und Heck­kameras.
Freie Sicht garantiert die riesige Windschutzscheibe. Sie reicht bis über die beiden Vordersitze. B-Säulen, die den Blick ver­sperren könnten, fehlen. Die zwei Teile des Glasdachs sind demontierbar und verschwinden in einem ausfahrbaren Fach im hinteren Stoßfänger. Ein spe­zielles Schienensys­tem erlaubt, ­Kite-Board oder Ähnliches im Heck zu verstauen. Ebenfalls clever: der doppelte Boden im Kofferraum. Seine gummierte Unterseite ist bestens für den Transport nasser oder sandiger Gegenstände geeignet.

Die vier Einzelsitze fühlen sich mit ihrem glatten Hightech-­Leder an wie maßgeschneiderte Taucheranzüge. Vorzug: Hier lässt es sich auch mit nassen ­Badeshorts bequem sitzen. Bestes Beispiel für gelungene Formen: die propellerartig ­geformten 20-Zoll-Räder. Die Reifen sind so flüssig gestaltet, dass ihr Profil scheinbar in die Felge schwappt. Bereits 2009 soll ein kompaktes Mazda-SUV starten. Nur: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt steht noch nicht fest, wie viel Hakaze in ihm stecken wird. Wir meinen: hoffentlich ­möglichst viel. Seid mutig bei Mazda.

Was er ist

Eine Studie, die so nicht gebaut wird, sondern die Designsprache Nagare — steht im Japanischen für 1. "Fluss“ und 2. "Bewegung“ — von Mazdas neuem Designchef ­Laurens van den Acker zeigt. Wovon er inspiriert ist Von der Trendsportart Kite-Surfing: Die Kombination aus Surfen und Paragliding wurde 1996 auf Maui (Hawaii) erfunden.

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