Jetzt ist das Maß voll: Auf der IAA stellt Mazda dem kleinen Demio und dem kompakten Premacy mit der Großraum- Limousine MPV einen dritten Van zur Seite – als einziger Hersteller neben Mitsubishi beackert das japanische Unternehmen damit alle drei Van-Felder.
Der Zeitpunkt zur Wachablösung war längst überfällig, denn der vorwiegend für den amerikanischen Markt konzipierte Vorgänger kam, wie 2500 Zulassungen zwischen 1994 und 1999 belegen, in Deutschland nie so richtig auf die Räder. Dass bei der Konzeption des neuen MPV vermehrt europäische Kundenwünsche berücksichtigt und konkretisiert wurden, ist dem Debütanten, wie erste Fahreindrücke zeigen, gut bekommen. Mit dem mazdatypischen Fünfpunkt-Grill, den beiden seitlichen Schiebetüren und der großen, an den Mazda 323 F erinnernden Heckscheibe wirkt der Neue weniger altbacken als sein Vorgänger, der in der Länge acht Zentimeter kürzer war.
Zur besseren Innenraum-Funktionalität trägt das neue Frontantriebskonzept bei. Auf Grund des Wegfalls des zur Hinterachse führenden Kardantunnels verfügt der MPV jetzt über einen ebenen und großflächigen Fahrgastraum mit einer Gesamtlänge von 3,21 Metern (zwischen Gaspedal und Heckklappe), der genügend Platz für den Einbau von bis zu sieben Multifunktionssitzen schafft. Fünf davon zählen zur Grundausstattung, die beiden restlichen für die dritte Reihe kosten Aufpreis. Die rund 20 Kilogramm schweren Sitze in der zweiten und dritten Reihe lassen sich mühelos ein- oder ausbauen, sie sind mit neigungsverstellbaren Rückenlehnen ausgestattet und längsverschiebbar.




