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Der Mitsubishi Outlander 2.0 DI-D im Fahrbericht

In Europa kommt der Outlander nun als Diesel

10 Bilder

Mitsubishi weiß, was Europa wünscht. Daher gibt es den neuen Outlander auch als Diesel, und zwar mit weisser Weste dank Filter.

02.01.2007 Powered by

Sind wir Deutsche bald ein Volk im SUV? Könnte passieren, denn Sport Utility Vehicles kommen immer besser in Fahrt und räubern kreuz und quer durch alle klassischen Fahrzeuggattungen. Amerika hat zwar die ganz großen Dickschiffe nicht mehr so lieb wie vor einigen Jahren noch, weil das Land der begrenzten Unmöglichkeiten durch steigende Spritpreise gelernt hat, dass der Durst eines großen V8-Benziner so teuer ist wie der des Marlboro-Mannes nach einem langen Ritt. Aber es gibt ja noch Europa. Und hier, so orakeln Wirtschaftsexperten, soll der ­gesamte 4x4-Markt bis 2010 um knapp 50 Prozent zulegen, nachdem er zwischen 2001 und 2005 mit 78 Prozent Wachstum geradezu explodiert war.Wer ein großes Stück abbekommen will von diesem wachsenden Kuchen, braucht allerdings einen Diesel. Gerade damit konnte die erste, 2003 eingeführte Generation des Outlander allerdings nicht dienen. Doch mit Numero zwo wird alles anders. Direkt zum Marktstart im März 2007 kommt der Outlander, der wie diverse Chrysler-Modelle und der kommende Mitsubishi Lancer eine gemeinsam mit DaimlerChrysler entwickelte Plattform nutzt, auch einen Selbstzünder. Er stammt, wie schon beim Van Grandis, von VW und ist dort aus allen ­Konzernfahrzeugen von der Golfklasse bis hin zu Passat und ­Sharan bekannt: zwei Liter ­Hubraum, Pumpe-Düse-Direkteinspritzung, 140 PS, 310 Newtonmeter.Auf manchen europäischen Märkten bietet Mitsubishi ihn auch ohne Filter an, in Deutschland ist die Linie der Japaner ­jedoch konsequenter als die von VW: kein Rumgeeiere zwischen Ausführungen mit und ohne Rußfilter, zwei und vier Ventilen pro Zylinder. Nein, der Saubermann ist stets serienmäßig an Bord. Da kann es doch nur ­heißen: Outlander rein. Oder?
Ja, auch wegen des Designs, das mit entschlossenen Zügen am Bug und einer Solidität ausstrahlenden C-Säule stimmig und sympathisch wirkt. Das Interieur dürfte ebenfalls auf ­Zustimmung stoßen: Die rot ­beleuchteten Rundinstrumente kauern unter zwei netten Hutzen, nahezu alle Tasten und Regler liegen im Blickfeld des Fahrers und sind gut zu erreichen. Die verbauten Materialien fassen sich gut an, die Sitze sind ­körpergerecht ­geformt. Wer das Topmodell ­Instyle wählt, bekommt zudem serienmäßig eine sehr gut klingende Audioaanlage, die die ­Daten von MP3-CDs auf einer Festplatte speichert und das Auto so zur rollenden Disko mit Langzeit­gedächtnius macht.

Auch der Schalldämmung hat sich Mitsubishi mit Hingabe gewidmet. Das raue Pumpe-Düse-Grummeln des Vierventilers ist ersten Eindrücken zufolge besser gedämmt als in manchem VW, Vibrationen und Dröhngeräusche treten allenfalls in Spurenelementen auf, und mit 6,9 Liter Normverbrauch darf man angesichts strammer 1690 Kilogramm Leergewicht zufrieden sein.
An Temperament hat es diesem Motor ja ohnehin nie gemangelt. Er zieht ab etwa 1800 Touren schön durch, gibt sich auch über 4000 Umdrehungen nicht zu­geknöpft und erlaubt eine von viel Drehmoment getragene Fahrweise der Marke Leicht und ­Lässig. Passender Partner beim Cruisen oder auch Gasen ist das sehr angenehm zu schaltende Sechsganggetriebe, das weder durch zu lange Wege noch durch unentschlossene Führung des griffigen Hebels ­negativ auffällt.
Während die preiswerteren ­Versionen des ersten Outlander als reine Fronttriebler verkauft wurden, gibt es den Nachfolger ausschließlich mit zuschaltbarem 4x4-Antrieb. Ist man nur mit Frontantrieb unterwegs, zieht es beim Beschleunigen ein wenig in der leichtgängigen Lenkung, die auf der Straße wegen sehr hoher Servounterstützung etwas gefühlsarm wirkt. Hier macht sich das dicke Dreh­moment des Diesel-Bullen ­negativ bemerkbar, der mit 10,8 Sekunden beim Sprint auf 100 km/h und 187 km/h Spitze für spürbare Performance sorgt.

Doch ein Klick nach rechts mit dem schönen Wählknopf in der Mittelkonsole schafft Linderung. Nun kommt die Kraft über alle viere auf die Straße, die durchaus kurvig, in schlechtem Zustand oder gar unbefestigt sein darf: Handling und Federung sind ordentlich — wie die Off­road-Eigenschaften. Selbst auf gröberem Grund mit tiefen Schlaglöchern kommt der ­Outlander weiter, als die meisten seiner Besitzer werden fahren wollen. Die Böschungswinkel sind zwar mit 22/21 Grad vorn/hinten nicht gerade üppig bemessen, doch die Federwege sind so dimen­sioniert, dass auch mal ein tieferes Wellental überflogen werden darf, ohne dass beim Einfedern böse Geräusche aus dem Chassis dringen. Ein Untersetzungsgetriebe für ambitionierte Kletteraufgaben gibt es nicht, doch mit einem weiteren Dreh am Wählknopf nach rechts lässt sich die Lamellensperre vor dem Hinterachsdifferential aktivieren. Nun kommt das ­ansonsten variabel zwischen vorn und hinten verteilte Drehmoment starr überwiegend zu den Hinterrädern.Dass der neue Outlander zehn Zentimeter länger ist als der alte, verhilft ihm nicht nur zu gestreckteren Proportionen. Man merkt es am deutlich besseren Platzangebot. Für fünfe reicht es immer, wobei die zweite Reihe um acht Zentimeter verschiebbar ist. In der hinters­ten Position bleiben dann noch 774 Liter Stauraum, die dank umklapp­barer Bordwand ohne Ladekante nutzbar sind. Das sollte für ­jeden Urlaub reichen, ohne dass man die Reserven von zwei ­Tonnen gebremster Anhängelast antasten muss.Wer maximalen Stauraum benötigt, braucht nur zwei Elektro­tasten in den Wänden der Kofferraumverkleidungen zu betätigen — schon klappen die Lehnen der unterschiedlich ­großen Sitzbankhälften auto­matisch auf die Polster, die sich wiederum hinter den Vorder­sitzen aufstellen: 1691 Liter sind das Resultat — Mitsubishi verspricht, dass nun Fahrräder der 26-Zoll-Klasse ­ohne Ausbau des Vorderrades Platz haben.

Die Versionen Intense (32.490 Euro) und Instyle (35.190 Euro) verfügen darüber hinaus über ­eine dritte Sitzbank ganz hinten, die sich komplett im Kofferraumboden versenken lässt. Wie erwartet, ist die für Erwachsene eine Zumutung, für Kinder aber vielleicht die Krönung bei einem Ausflug in den Steinbruch. Wer auf die Bonus-Sitze verzichten kann, wird vielleicht mit den preiswerteren Versionen Inform (28.990 Euro) oder ­Invite (30.490 Euro) glücklich. Die geizen zwar naturgemäß mit Ausstattung und lassen nur wenig Freiheit, gezielt mit ­einzelnen Extras nachzurüsten. Bei der ­Sicherheit gibt es jedoch keine Kompromisse: Alle ­Outlander haben sechs Airbags, genügend große Kopfstützen an allen ­Plätzen und Sitzkon­struktionen, die bei einem ­Heckaufprall das Risiko von Halswirbelver­letzungen senken sollen. Für Amerika und die Europäer, die statt Diesel lieber Benzin verbrennen, bietet Mitsubishi natürlich Alternativen zum ­überzeugenden 2.0 DI-D : Ein 2,4-Liter mit 170 PS (Startpreis 26.990 Euro) und ein Dreiliter-Turbo mit 220 PS folgen.

Technische Daten
Mitsubishi Outlander 2.0 DI-D
Grundpreis35.190 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4640 x 1800 x 1720 mm
KofferraumvolumenVDA541 bis 1691 L
Hubraum / Motor1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung103 kW / 140 PS (310 Nm)
Höchstgeschwindigkeit187 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h10,8 s
Verbrauch7,0 L/100 km
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