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Fahrbericht neuer Ferrari 812 Superfast (2017)

10 Punkte, die uns am V12-Sportwagen aufgefallen sind

Ferrari 812 Superfast im Fahrbericht, V12, Saugmotor Foto: Dino Eisele 33 Bilder

800 PS, 718 Nm, 340 km/h, 0 bis 200 in 7,9, der neue Ferrari 812 Superfast spart nicht mit Superlativen. Doch wie fährt sich der Nachfolger des F12? Uns sind 10 Unterschiede aufgefallen.

20.06.2017 Heinrich Lingner 4 Kommentare Powered by

1. Der Lack

Die neue Farbe steht dem schlanken Coupé sehr gut. Sie heißt Rosso Settanta Anni und wurde zur Feier des 70. Markengeburtstags kreiert, soll daher an das Ferrarirot der frühen Jahre erinnern: metallicfrei, leuchtend und vielschichtig. Interessante Parallel zum Porsche 911-Jubiläumsmodell in ebenfalls metalliclosen Irish Grün, womöglich kündigt sich hier ein neuer Farbtrend an.

2. Die Looks

Das Design wurde nachgeschärft, doch im Wesentlichen orientiert es sich am Vorgänger F12. Ein neuer Aspekt: die doppelten Rückleuchten und die Abrisskante an der Heckscheibe zwischen den Leuchten. Vorn fallen die serienmäßigen Full-LED-Scheinwerfer auf.

3. Der Wahnsinns-Motor

Der Zwölfzylinder hat nun ein paar Millimeter mehr Hub, ist statt vorher 6,2 nun 6,5 Liter groß.

Ferrari 812 Superfast im Fahrbericht, V12, SaugmotorFoto: Dino Eisele
Der 6,5-Liter-V12-Saugmotor packt jetzt 800 PS in den 812.

Die Leistung wuchs von 740 PS beim F12 TDF auf 800 PS und 718 Nm. Ebenfalls – neben der Hubraumerweiterung – am Leistungszuwachs beteiligt: die neue Bosch-Direkteinspritzung mit Hochdruckinjektoren (350 bar), die verfeinerte Ansaugrohrverstellung, längere Ventilöffnungszeiten sowie ein durchsetzungsfreudiger Ansaugtrakt.

4. Das Erbe aus der Formel 1

Unverändert blieb natürlich der ungewöhnliche Bankwinkel von 65 Grad, ein Erbe der Formel 1-Motoren aus den 90ern und seit dem Ferrari 456 ein Kennzeichen der Frontmotor-V12 aus Maranello. Der Bankwinkel und der damit zusammenhängende Zündabstand sind unter anderem verantwortlich für den charakteristischen Sound der Maranello-Zwölfzylinder , und das soll so bleiben, sagt Motorenentwickler Andrea Napoletano.

5. Das Klang-Konzert

Sorgen um den Sound sind unbegründet, der neue V12 hämmert genau so metallisch und lustvoll wie der F12 tdf, von Adagio über Piano und Fortissimo bis Frenetico beherrscht er alle musikalischen Akzente, die ein italienischer Zwölfzylinder zum besten geben kann. Sound und Charakter des V12-Saugmotors sind den Kunden so wichtig wie die Performance, sagen sie bei Ferrari, vermutlich haben sie recht.

6. Die Lenkung

Sorgen machten sich auch einige, als Ferrari ankündigte, der 812 solle eine elektromechanische Servolenkung erhalten. Die hat er zwar, doch die ist so rückmeldungsfreudig und gefühlsintensiv, dass vermutlich kaum jemand die hydraulische Lenkeinrichtung vermissen wird. Ebenfalls gelungen: die Lenkunterstützung im Grenzbereich, die über das erforderliche Drehmoment dem Fahrer den richtigen Lenkwinkel vorgibt. Funktioniert besser und fühlt sich natürlicher an, als es sich anhört.

7. Das Getriebe

Schneller schalten soll das Doppelkupplungsgetriebe nun ebenfalls. Das schönste daran: die neue Runterschaltautomatik.

Ferrari 812 Superfast im Fahrbericht, V12, SaugmotorFoto: Dino Eisele
Geschaltet wird ausschließlich per Schaltwippe - oder man fährt im Automatikmodus.

Wird beim Bremsen das linke Paddel permanent gedrückt, schaltet das Getriebe die Gänge im 400-Millisekunden-Abstand zurück, etwa von Stufe 5 auf 2 in 1,2 Sekunden. Das donnert wie ein langanhaltender Kanonenschlag, grandios.

8. Die Assistenten

In der Race-Stellung greifen die Assistenzsysteme so weich und vorsichtig ein, dass die 800 PS an der Hinterachse gar nicht mehr so furchteinflössend sind, das beherrscht kaum ein Hersteller so perfekt wie Ferrari.

9. Die Federung

Das alles funktioniert auf der Landstraße ebenso gut wie auf der Pista di Fiorano, sogar der Federunskomfort ist annehmbar. Mit einem Druckknopf am Lenkrad können die Dämpfer angepasst werden, eine Sänfte wird der 812 dadurch freilich nicht.

10. Der Preis

284.000 Euro kostet der 812 Superfast mindestens in Deutschland. Extrem viel Geld, dafür erhält der Ferrari-Enthusiast einen wunderschönen, erstaunlich zivil fahrbaren und sogar recht reistauglichen Sportwagen. Der Kofferraum fasst bis zu 500 Liter. Und da wir gerade von Geld reden: Einer der 36 Ferrari 500 Superfast aus den 60er Jahren, der den Besitzer wechselte, wurde für rund drei Millionen Euro versteigert, da ist der 812 ein echtes Schnäppchen.

Fazit

So geht das! Ein leichter und sicherer zu fahrender V12-Supersportwagen ist schwer vorstellbar. Die feinfühlig mithelfende Lenkung, die ausgefeilte Aerodynamik sowie die hochentwickelten Fahrdynamiksysteme machen 800 PS und 718 Nm in einem knapp über 1.600 kg schweren Sportwagen erleb- und fühlbar. Eine tolle Leistung.

Technische Daten
Ferrari 812 Superfast
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4657 x 1971 x 1276 mm
Hubraum / Motor6496 cm³ / 12-Zylinder
Leistung588 kW / 800 PS bei 8500 U/min
Höchstgeschwindigkeit340 km/h
Verbrauch14,9 l/100 km
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    Neuester Kommentar

    Es gibt kaum noch Sportwagen, die wirklich begehrenswert sind. Warum? Weil die neueren Kisten oft generisch klingen, aufgrund von aufgeladenen V6/Boxer oder V8 Motoren.
    Da lobe ich mir den Ferrari 812 Superfast, den Lamborghini Aventador und Huracan, den Audi R8 und diverse Aston Martin Modell mit V8 und V12 Sauger. Die wie laute Pfurze klingenden McLaren, Porsche und Co. können mir gestohlen bleiben. Einzig und alleine der V8 Biturbo im 488 GTB klingt einigermaßen annehmbar aber wie lange noch?!

    Rennteam 22. Juni 2017, 14:18 Uhr
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