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Testbericht des Nissan NP300 Taubenreuther

Mit dem NP300 reaktiviert Nissan einen Oldie

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Nissan reaktiviert einen alten Bekannten: Der NP300 soll unterhalb des Navara um Kunden werben - der Pick-up-Markt erfindet sich mal wieder neu

28.07.2008 Torsten Seibt Powered by

Obwohl in Deutschland nach wie vor eine sehr spezielle Nische, wurden im vergangenen Jahr immerhin über 14.000 der praktischen Pritschen abgesetzt. Dabei sind ausgerechnet die beiden Marktführer Nissan und Mitsubish i mit ihren modernen, leistungsstarken Luxusmodellen unter Druck: Zuwächse verzeichneten neben dem Toyota Hilux nur die nutzorientierten Modelle von Ford, Mazda und Isuzu. Nissan behilft sich jetzt mit einem interessanten Trick, um auch in diesem Bereich wieder Kundschaft zu erschließen: Der Vorgänger des Navara , Modellcode MD22, wurde wiederbelebt. Entsprechend der neuen Namensgebung bei Nissans Nutzfahrzeugen heißt das Modell nun NP300, was schlicht „Nissan Pick-up, drei Tonnen Gesamtgewicht“ bedeutet.
Die Auferstehung bedurfte wegen der aktuellen Abgas-Grenzwerte eines neuen Motors. Der 2,5-Liter-Vierzylinder verfügt jetzt über eine Common-Rail-Einspritzung, liefert lebhafte 133 PS an der Kurbelwelle ab und offeriert dem Piloten immerhin 304 Newtonmeter Drehmoment. Das reicht für alle, die nicht ständig Rekorde auf der Autobahn einfahren wollen, völlig aus. Besonders angenehm ist das unzickige Verhalten des Vierzylinders, der sich bedarfsweise mit niedrigsten Drehzahlen abfindet, ohne beleidigt den Dienst einzustellen – wie geschaffen für den Nutzfahrzeug-Einsatz.

Die Optik entspricht der des Facelift-MD22 von 2002 und erweist sich als zeitlos schick. Das Cockpit mit zwei Airbags entspricht ebenfalls dem damaligen Serienstand. Lediglich die hinteren, seitlich angebrachten Notsitze beim King Cab gibt es nun nicht mehr. Weil vor allem gewerbliche Kunden gesucht werden, finden sich in der Optionsliste keine Luxus-Highlights wie Navi oder Leder – wer das braucht, kann schließlich zum teureren Navara greifen. Denn preislich ist der NP300 ein Kracher: Schon bei 21.301 Euro geht es für den Einzelkabiner los, der King Cab kostet in der Basisausstattung bereits 23.384 Euro.

Der wurde von Taubenreuther veredelt, was einen Preis von 31.806 Euro ergibt. Die Kulmbacher Spezialisten haben dem Nissan ein paar interessante Extras gegönnt, von denen uns das OME-Fahrwerk in Verbindung mit der praxistauglichen 16-Zoll-Bereifung sowie der robuste Alu-Unterfahrschutz am besten gefielen. Damit wird aus dem nützlichen Nissan ein ausgesprochen stämmiger und dank nochmals erhöhter Bodenfreiheit sehr geländetauglicher Geselle.

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