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Fahrbericht Porsche 911 GT2

Mit seinem Biturbo setzt das neue Kunden-Rennauto von Porsche Maßstäbe: Noch nie entfaltete sich eine gewaltige Motorleistung so sanft. auto motor und sport fuhr den Porsche 911 GT2.

02.04.2003

Seit Jahren operiert die automobile Fahrspaßlehre mit einer Gleichung aus den Labors von Porsche. Demnach steigt die Heckrotationswahrscheinlichkeit der Konstante 911 proportional mit der Motorleistung. Anders ausgedrückt: Der Porsche 911 neigt von Haus aus zu hinterhältigem, weil plötzlich einsetzendem Übersteuern, was ihm im Volksmund den Titel Heckschleuder einbrachte. Logischerweise wird er seinem Ruf um so nachhaltiger gerecht, je mehr PS er hat. Handelt es sich sogar um die neue GT-Rennversion, in der ein 450 PS starker Biturbomotor mit nur 1152 Kilogramm Fahrzeuggewicht ein leichtes Spiel hat, dann muß theoretisch ein beherzter Tritt aufs Gaspedal reichen, um das breite Heck von der Fahrlinie abzubringen.

Die Rahmenbedingungen für den Feldversuch sind gut: Die Strecke, der kleine Kurs des Hockenheimrings, wohl bekannt, der Fahrer nach wenigen Runden mit dem Objekt halbwegs vertraut, die Sachs-Kurve ein idealer Ort. In dieser langsamen, leicht überhöhten Kurve bleibt Zeit, den Verstand auszubremsen. Es braucht ein bißchen Überwindung, den Porsche unmittelbar nach dem Kurvenscheitelpunkt im zweiten Gang voll zu beschleunigen. Doch der rechte Fuß drückt das Gaspedal blitzartig Richtung Bodenblech. Im selben Moment werden mentale Vorbereitungen für ein zügiges Gegenlenken getroffen.

Was folgt, ist ebenso beeindruckend wie ernüchternd: Kein Heckschwenk – spurtreu wie die Straßenbahnlinie nach Zuffenhausen folgt der Porsche der Ideallinie. Was ist geschehen? Die erwartete, weil eigentlich übliche Gedenksekunde der beiden Abgasturbolader und die daraus resultierende explosionsartige Leistungsentfaltung waren ausgeblieben. In Sachen Drehmoment kann es dieser Wagen mit einer ICE-Lokomotive aufnehmen. Im Gegensatz zu den Bilanzen der Bundesbahn ist der 911 GT2 für Porsche jedoch alles andere als ein Verlustgeschäft: Vom neuesten Kundensportauto der schwäbischen Manufaktur sind 45 Exemplare verkauft. In der GT-Weltserie BPR können die GT2-Porsche mit den fast 200 PS stärkeren McLaren F1 aus der GT1-Kategorie beachtlich gut mithalten. Beim Zwölf-Stunden-Rennen im amerikanischen Sebring war Hans-Joachim Stuck kürzlich mit dem Auto als Gesamtsechster bester GT2-Starter. Stuck war es auch, der dem 911 GT2 den passenden Namen gab: „Traktionswunder“.

Technische Daten
Porsche 911 GT2
Grundpreis141.117 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4245 x 1853 x 1270 mm
KofferraumvolumenVDA100 L
Hubraum / Motor3600 cm³ / 6-Zylinder
Leistung316 kW / 430 PS (540 Nm)
Höchstgeschwindigkeit295 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h4,4 s
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