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Fahrbericht des Toyota HZJ 76

Toyotas Buschtaxi als Fünftürer

11 Bilder

An der Gelände-Basis hat Toyota auch etwas zu bieten: Das legendäre Buschtaxi gibt es mittlerweile sogar mit fünf Türen.

08.07.2008 Torsten Seibt Powered by

Eingefleischte Fans der Geländegänger von Toyota mussten tapfer sein. Nicht nur wegen des neuen Luxus-Designs für den großen Station, nein, auch die Arbeitstiere der J7-Baureihe haben 2007 ein verändertes Gesicht bekommen. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn die Front wurde radikal umgekrempelt – weg mit den charakteristischen Kotflügeln und den innen-liegenden Rundscheinwerfern. Der aktuelle Heavy-Duty-Jahrgang blinzelt aus modischen, fast rechteckigen Augen.

Der neue 4,5-Liter-V8-Diesel, der für den australischen Markt wichtig ist, erforderte die Umgestaltung der Front. Dieses Power-Aggregat braucht einfach mehr Platz als die bisherigen Reihen-Sechszylinder – mit der alten Vorderseite nicht mehr realisierbar. So ungewöhnlich die Optik derzeit auch noch wirken mag, sie hat ihr Gutes. Denn im Zuge des Facelifts kommt nun auch der HZJ 76 als Linkslenker. Und darauf haben Buschtaxi-Fans schon lange gewartet. Bei Radstand und Länge liegt der 76er zwischen den beiden Dreitürern HZJ 71 und HZJ 78.

Die Gelegenheit, den brandneuen 76er zum ersten Mal zu fahren, ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Thomas Lermer, Inhaber der Firma Extrem, hat bereits die ersten Modelle des neuen Kreuzers auf dem Hof. Der getestete Wagen besitzt die Middle-East-Ausstattung, hat also hilfreiche Gimmicks wie Zentralverriegelung, Fensterheber und Klimaanlage an Bord. Und so neu das Gesicht auch anmuten mag: Im Inneren bleibt alles beim Alten – man trifft eben auf einen guten Bekannten.

Mit Platz für zehn - wenn sie nicht besonders groß sind

Die Bestuhlung ist wohl das Werk von Optimisten: Zehn Personen sollen hier Platz finden – vorn eine Doppelbank für Beifahrer, in zweiter Reihe eine für drei Passagiere gedachte Bank, schließlich noch zwei seitliche Doppelsitze im Laderaum. Doch viel wichtiger als solche Zahlenspiele sind die beiden zusätzlichen Türen, die sich so mancher HZJ 78-Fahrer wohl schon häufiger gewünscht haben dürfte. Einfaches Zusteigen und schnell mal Gepäck verstauen – jetzt geht’s. Extrem bringt den HZJ vorerst nur mit dem bekannten 1HZ-Saugdiesel nach Deutschland. Der 224-PS-Benziner ist hier zu Lande uninteressant, der neue V8-Diesel wird nur als Rechtslenker produziert. 

Immer wieder ist es ein Erlebnis, den 4,2-Liter-Brocken zum Leben zu erwecken. Der Anlasser schubst die Kurbelwelle nur ganz kurz, schon grummelt der Reihensechser mit seinem vertrauten Sound vor sich hin. Anfahrschwächen wie bei modernen Turbodieseln gibt es nicht, auch keine explosionsartige Leistungsspitze – der Saugmotor arbeitet mit stoischem Gleichmut und mit völlig ausreichendem Temperament. Dass dieses Triebwerk üblicherweise mindestens 500.000 Kilometer lang hält, hört man ihm einfach an.

Komfortables Reisefahrwerk

Angenehm: Trotz hinterer Blattfedern lässt es sich im HZJ 76 komfortabel reisen. Die Federpakete sind auf weniger Zuladung abgestimmt als beim 78er und entsprechend weicher. Endlose Pistenetappen verlieren so ihre Schrecken. Außerdem verschränkt der HZJ 76 besser. Die optionale Differentialsperre für die Hinterachse sollte dennoch an Bord sein. Der Rest fühlt sich an wie gewohnt: eine nicht unbedingt superdirekte Lenkung, zuschaltbarer Allrad mit wirksamer kurzer Geländeuntersetzung und klapperfreie Verarbeitung. Dazu kommt eine etwas bessere Handlichkeit, die sich beim Rangieren bemerkbar macht. Der Radstand ist um 25 Zentimeter kürzer, die Gesamtlänge um 27 Zentimeter geringer als beim HZJ 78.

Davon profitiert natürlich auch die Geländetauglichkeit. Der 76er teilt sich die Bodengruppe mit dem kurzen HZJ 71, unter dem kein Zusatztank Platz findet. Das praktische Zweitank-System gibt es daher leider nicht – Extrem will stattdessen in Kürze einen erheblich größeren Tank zum Nachrüsten anbieten. Denn ohne jeden Zweifel wird der 76er in erster Linie – trotz seiner gestiegenen Alltagstauglichkeit – wohl genau wie seine Artgenossen bei Globetrottern und Fernreisenden auf dem Wunschzettel stehen.

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