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Der Toyota Tundra 5.7L im Fahrbericht

Der Tundra ist ein Offroader mit brachialer Gewalt

Foto: Toyota 13 Bilder

2,5 Tonnen, 5,7 Liter Hubraum, 386 PS - wenn der Toyota Tundra loslegt, halten selbst Amerikaner die Luft an.

20.02.2008 Powered by

Never quit - gib niemals auf, befiehlt der amerikanische Verkaufsprospekt des Toyota Tundra überschwänglich. Das klingt für ­europäische Ohren herrlich pathe­tisch, ist aber durchaus ernst ­gemeint. 4,58 Tonnen kann der Sumoringer ziehen. Und wenn es sein muss, auch noch 600 Kilo auf der Ladefläche mitnehmen.

Der Dreh am Zündschlüssel ruft 386 Pferdchen zur Arbeit

Da werden selbst die an automobile Superlative gewöhnten Amerikaner schwach. Längst hat sich die zweite Tundra-Generation ­ihren festen Platz im Rudel der Fullsize-Trucks erarbeitet. Das ist keine Überraschung. Denn obwohl der Tundra in Amerika als Truck gilt, fährt er sich ganz und gar nicht schwerfällig. V­erantwortlich dafür ist in erster Linie der mächtige 5,7-Liter-V8, um den die Toyota-Entwickler den Pick-up herumgeplant haben. Der Dreh am Zündschlüssel ruft 386 Pferdchen zur Arbeit und deaktiviert den Bereich im Gehirn, der für die Vernunft zuständig ist. Es folgt ein kurzes Husten aus dem Edelstahlauspuff - dann meldet sich der Tundra wohlig blubbernd zum Dienst. Sechs Meter Auto müssen so klingen. Punkt!

In 6,5 Sekunden stampft der Tundra auf 60 Meilen

Der folgende Ampelstart ist übrigens nicht weniger eindrucksvoll. In 6,5 Sekunden stampft der Tundra auf 60 Meilen (97 km/h) - da kann aktuell kein F-150 und kein Silverado mithalten. Interessant wird es erst wieder, wenn der Japaner die Richtung ändern soll. 2,5 Tonnen, montiert auf einem massiven Leiterrahmen und dirigiert über eine ziemlich gefühllose Servolenkung, sind nicht wirklich würdevoll um ­enge Kurven zu zirkeln.

Platz gibt es reichlich, Seitenhalt aber kaum

Einziger Lichtblick beim Kampf mit der Physik: die schnelle Sechsgangautomatik.Also Fuß vom Gas und cruisen. Das sorgt nicht nur dafür, dass von den 100 Liter Super länger was im Tank bleibt, sondern freut auch die Passagiere auf den ­hinteren Plätzen der riesigen Crewmax-Kabine. Platz gibt es reichlich, Seitenhalt aber kaum.Der Kummer über den japani­schen Eindringling hält sich bei den amerikanischen Pick-up-Fans übrigens in Grenzen. Der Grund ist einfach: Gebaut wird der Tundra in Texas.

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