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MX-5, Veloster, Leon Cupra, Corsa OPC, Renegade

Unsere Fahrspaß-Autos bis 30.000 Euro

Fahrspaßautos, Alle Fahrzeuge Foto: Hans-Dieter Seufert 36 Bilder

Spaßautos bis 30.000 Euro finden – so lautete der Auftrag. Nicht ganz einfach, zwei unserer fünf Kandidaten liegen leicht drüber. Was die Redaktion mit Veloster, Renegade, MX-5, Corsa OPC und Leon Cupra erlebte, lesen Sie hier.

02.04.2016

Mazda MX-5: So ein entspannter, ehrlicher Typ

Was habe ich mich als Jugendliche damals geärgert. Einmal bin ich nicht zu Hause, und prompt bringt meine Mutter einen MX-5 als Leihwagen aus der Werkstatt mit nach Hause. Warum ich mich daran so gut erinnere? Zum ersten Mal erlebte ich, dass meine Mutter von einem Auto schwärmte. Seitdem geht mir dieser Zweisitzer nicht mehr aus dem Kopf. Zwar dauert es bis zur aktuellen vierten Generation des kleinen Roadsters, bis ich selbst einmal hinter dem Lenkrad Platz nehmen darf. Aber ich bin verliebt. Vom ersten Moment an. Mag sein, dass sich damit nun das Klischee vom Frauenauto bestätigt, doch damit kann ich gut leben. Nur wenige Autos passen so gut zu mir.

Ohne Mühe finde ich mit und in dem bequemen Sitz die perfekte Position, die Proportionen stimmen einfach. Ich fühle mich, als hätten die Ingenieure den Wagen um mich herum konstruiert. Und die kompakten, gut einschätzbaren Abmessungen sind eine wunderbare Abwechslung zu all den immer größer werdenden Vernunftautos. Aber gutes Sitzen ist ja nicht der Grund, sich ein Auto zu kaufen. Wir zwei wollen zusammen fahren. Von früh bis spät, ich möchte am liebsten gar nicht mehr aussteigen. Zu grandios ist dieses Gefühl, wie exakt und fein der Schalthebel durch die kurzen Gassen klackert. Und zu sehr giert der heckgetriebene Mazda danach, mir in der nächsten Kurve ein Lächeln auf die Backen zu zaubern – alles ganz entspannt.

Fahrspaß ohne Schnickschnack

Ohne wildes Macho-Gehabe und lautes synthetisches Auspuffbollern genieße ich puren Fahrspaß. Klar haben viele moderne Turbomotoren mehr Bums, und manch einer wird sich fragen, wo die 160 PS des Mazda geblieben sind. Was mir gefällt: Der Zweiliter-Sauger im MX-5 ist so grundehrlich – genau wie das ganze Auto. Hier braucht es keine wahnwitzigen Geschwindigkeitsrekorde und abgesperrte Rennstrecken. Nur ein paar intuitive Reflexe vielleicht, wenn du dich selbst nicht zügeln kannst und in der Kurve leicht das Heck drängelt.

Aber der MX-5 will dich dabei nie herausfordern, sondern nur zeigen, wie viel Spaß du haben kannst. Und dafür braucht es gar nicht viel Schnickschnack. Selbst in der Topausstattung wiegt der Roadster nur rund 1.100 Kilo, das Dach ist mit einem Handgriff lässig geöffnet und der mittig thronende Drehzahlmesser zeigt alles, was wichtig ist. Für die nächste Kurve, die übernächste und die überübernächste…Ich bin dann mal weg – dieses Mal muss ich Mutti vorschwärmen.

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Fahrspaß-Autos bis 30.000 Euro MX-5, Veloster, Cupra, Corsa OPC, Renegade
auto motor und sport 06/2016
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Seat Leon Cupra, FrontansichtFoto: Hans-Dieter Seufert
265 PS stecken im kompakten Leon. Für seine Kraft könnte er ruhig auffälliger sein.

Seat Leon Cupra: Bitte noch etwas mehr Emotion

Wenn man im wahren Leben für Lancer Evo und Subaru WRX schwärmt, dann ist die Wahl des Leon Cupra ja nun nicht mehr sonderlich überraschend. Er ist der cleverere GTI, weil er mehr Dampf für weniger Geld bietet. Laut Preisliste kostet der Seat mit 265 PS und Schaltgetriebe knapp über 30.000 Euro, im Internet ist er mühelos mit deutlichen Nachlässen zu finden. Mehr Spaß für weniger Geld, sage ich den Kollegen, die inzwischen mit MX-5, Renegade, Corsa OPC und Veloster am Treffpunkt eintrudeln, gibt es nicht, auch bei euren Autos nicht. Dabei steht mir das Grinsen seit der letzten Autobahnausfahrt vermutlich immer noch im Gesicht.

Das geht schon mal richtig gut mit dem Cupra, volles Rohr reinstechen, am Gas bleiben, stärker einlenken, etwas lupfen, das Heck wird leicht – und wenn man es übertreibt, schreitet das aufmerksame, doch spaßbremsende ESP sanft ein. Die Bremsen packen auf den Punkt, die Lenkung lässt sich manchmal von den Vorderrädern aus der Spur zerren, aber so ist das nun mal bei leistungsstarken Fronttrieblern. Und Leistung hat der Cupra nun wirklich, in nur 5,9 Sekunden feuert er auf 100 km/h, ist 250 km/h schnell. Für solche Fahrleistungen brauchte man früher einen 911, heute tut es ein Seat auf der MQB-Plattform.

Im Alltag gibt der Leon dagegen sehr überzeugend den talentierten Kompaktwagen, nicht anders als ein Golf 1.2 TSI. Er fährt sich entspannt und komfortabel und hat ein gut klingendes Soundsystem, das übrigens für nicht mehr als 300 Euro in der Preisliste steht. Okay, etwas auffälliger könnte er schon sein, der Cupra. Ausgestellte Kotflügel etwa stünden ihm sicher gut. Doch es ist okay so, womöglich würde ich sonst Evo und WRX gar nicht mehr vermissen.

Hyundai Veloster: Liebe auf den zweiten Blick

Eigentlich stehe ich ja nicht so auf Coupés. Sind die meisten doch schlicht unpraktisch und teuer. Nicht einmal mit den weich gespülten Kombis, die derzeit so en vogue sind, kann ich etwas anfangen, wenn sie ihre Laderaumkastration als Shooting Brake schönreden. Von den SUV-Coupés, die die Übersichtlichkeit einer heruntergezogenen Dachlinie opfern, brauchen wir erst gar nicht zu reden. Und dann der Veloster: die schmalen Fenster, das eigenwillige Dreitür-Konzept und die hohe Ladekante. Wie soll man das verstehen, als Charakterstärke?

Doch das sind Oberflächlichkeiten. Beim Veloster kommt es wie so oft bei den Underdogs auf die inneren Werte an. Einmal im kleinen Coupé Platz genommen, verfliegen all die Vorurteile, und der Koreaner wächst mir an mein schwäbisches Herz. Wo bekomme ich so viele Vorzüge für nicht einmal 25.000 Euro Basislistenpreis? Der 186-PS-Turbo schiebt den 1.330 Kilo schweren Dreitürer tapfer voran, der Sound aus den zwei mittig am Heck platzierten Endrohren macht Freude, und solange es nicht um Rundenzeiten geht, wirkt der Veloster selten überfordert. Hinzu kommen nette Features wie Parkpiepser, ein Panoramadach, beheizte Sportledersitze und hier und da ein paar Chromteile. Wer die knackig schaltende Sechserbox gegen den komfortablen Siebengang-Doppelkuppler tauschen möchte: Bitte schön, mit 1.600 Euro ist man dabei.

Underdog mit inneren Werten

Und spätestens in der Premium-Ausstattung wird er nahezu allen Wünschen gerecht. Für 3.000 Euro extra wandern das große Sieben- Zoll-Navi mit Bluetooth, Rückfahrkamera, eine Klimaautomatik, Lenkradheizung und Tempomat in die Ausstattungsliste – und selbst dann liegt der Preis noch unter der 30.000-Euro-Schmerzgrenze.

Kritiker würden jetzt anführen, dass die Entwickler ihre Energie besser ins Fahrwerk als in Technikspielereien investiert hätten. Zugegeben, hier und da poltert der Veloster über Unebenheiten, und bei zügiger Gangart untersteuert der Fronttriebler kräftig. Doch wer ein Auto zum Heizen sucht, ist beim Veloster ohnehin an der falschen Adresse. In der Stadt und auf weiten Landstraßen fühlt er sich zu Hause. Er ist der stressfreie Begleiter für den Alltag, auf dem Weg zum Supermarkt und zur Arbeit – und dabei unaufdringlich und trotzdem besonders.

Opel Corsa OPC: Bitte lächeln

Das Leben inszenieren, anstatt es direkt zu spüren. Ein gutes Selfie ist wichtiger als der kostbare Moment an sich – so ungefähr schätzen viele die Generation Y ein, also diejenigen, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden. Dazu kann ich nur sagen: stimmt nicht. Konzentrieren wir uns beispielsweise voll auf den 207 PS starken Opel Corsa OPC, der da so ganz real vor mir steht. Erste Sitzprobe: geschmeidig. Die Recaro-Sportsitze und das abgeflachte Lenkrad wirken so gar nicht Corsa-mäßig. Der Anblick der Remus-Doppelrohr-Auspuffanlage wandelt das flaue Magengefühl in Vorfreude um. So erinnert die Farbe Sunny Melon plötzlich nicht mehr an essreife Tropenfrüchte, sondern an Koni-gelbe Sportfedern.

Opel Corsa OPC, Frontansicht, Natalie DiedrichsFoto: Hans-Dieter Seufert
Bitte lächeln! Die Frontschürze macht den 207 PS starken Corsa OPC sexy.

Kurz innehalten und genießen, dann raus aus der Tiefgarage und los geht’s. Im Stadtverkehr lässt sich der OPC wunderbar fahren. Die Lenkunterstützung ermöglicht leichtes Manövrieren auf der Straße und beim Einparken. Ebenso glatt geht das Sechsgang-Schaltgetriebe: Der Knüppel flutscht nur so in die richtigen Korridore. Gerade in den unteren Gängen katapultiert sich der Gelbe mit knackigem Sound ziemlich vehement in höhere Geschwindigkeitssphären. Das lässt im Tunnel sogar den 911-Fahrer auf der linken Spur mal aufhorchen und interessiert nach rechts schielen. Winziges Manko: Die Alu-Dekorelemente im Lenkrad können ganz schön blenden, wenn die Sonne draufscheint. Trotzdem hat der OPC das gewisse Etwas. Er ist frech und quirlig. Und ja, ich geb’s zu, auch auf einem Selfie sieht er toll aus.

Jeep Renegade: Hier darf noch geschmutzt werden

Als ich noch unter 30 war, hätte ich womöglich in einem solchen Moment den Benzinschlauch von der Pumpe gezupft, ein paar Tröpfchen Benzin ins Zippo laufen lassen und dann eine Selbstgedrehte angesteckt, so ein Auto ist das. Da ich nun aber schon etwas älter bin und längst nicht mehr rauche, sitze ich hier auf dem Holzstapel, stemme den linken Stiefel ans rechte Hinterrad des Jeep Renegade und sinniere darüber, warum er mir so gut gefällt.

Eigentlich finde ich ja, wie einige Kollegen, dass der kleine Jeep mit allerlei Schriftzügen, Logos und Symbolen etwas überladen ist. Und ich weiß ebenso, dass er in Süditalien gebaut wird, zusammen mit dem Fiat 500X. Das alles ändert nichts daran, dass er mir irgendwie liegt, dieser Renegade. Gerade als Trailhawk transportiert er doch trotz all der Schminke und italienischer Kleinwagentechnik sehr viel vom Mythos dieser nun 75 Jahre alten Marke.

Als Trailhawk mit Allrad und Sperre

Und da wir gerade schon dabei sind: Ja, er kostet in dieser üppig ausgestatteten Version mehr als 30.000 Euro, doch zum einen gibt es jede Menge Sonderangebote, die den Trailhawk für weit weniger offerieren, und die Basisversion kostet keine 20.000 Euro. Also hat er sich den Platz in diesem Starterfeld redlich verdient.

Jeep Renegade Trailhawk, FrontansichtFoto: Hans-Dieter Seufert
Ein schlammiger Waldweg ist für den Renegade Trailhawk kein Hindernis, höchstens eine Ouvertüre.

Aber ich wollte Ihnen ja erzählen, wie er so fährt: Der sehr kräftige, doch etwas rumpelige 170-PS-Diesel passt gut zur Raubauzigkeit des Fahrwerks. Mit ihm darf man über den Acker dübeln, auf Waldwegen gezielt die Pfützen ansteuern und das rechte Vorderrad vorsichtig auf einen Baumstamm klettern lassen, geht alles. Und noch mehr: Per Drehschalter kann ich eine zusätzliche Untersetzungsstufe einlegen und den Antrieb zur Hinterachse permanent sperren. Daneben bietet das Selec-Terrain-System fünf Fahrprogramme für alle Gelegenheiten. Das alles gibt es inklusive Diesel und Automatik im Trailhawk für knapp 30.000 Euro. Da fragen Sie noch, warum ich den Jeep Renegade so sehr mag?

Technische Daten
Mazda MX-5 Skyactiv-G 160Seat Leon ST Cupra 265Hyundai Veloster 1.6 TOpel Corsa 1.6 TurboJeep Renegade 2.0 Multijet
Grundpreis27.190 €33.120 €24.990 €24.790 €34.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe3915 x 1735 x 1230 mm4543 x 1816 x 1431 mm4250 x 1805 x 1399 mm4036 x 1736 x 1479 mm4255 x 1805 x 1697 mm
KofferraumvolumenVDA130 L587 bis 1470 L320 bis 1015 L280 bis 1090 L351 bis 1297 L
Hubraum / Motor1998 cm³ / 4-Zylinder1984 cm³ / 4-Zylinder1591 cm³ / 4-Zylinder1598 cm³ / 4-Zylinder1956 cm³ / 4-Zylinder
Leistung118 kW / 160 PS (200 Nm)195 kW / 265 PS (350 Nm)137 kW / 186 PS (265 Nm)152 kW / 207 PS (280 Nm)125 kW / 170 PS (350 Nm)
Höchstgeschwindigkeit214 km/h250 km/h214 km/h230 km/h196 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h7,3 s6,2 s8,4 s6,8 s8,9 s
Verbrauch6,9 L/100 km6,8 L/100 km6,9 L/100 km7,5 L/100 km5,9 L/100 km
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