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Ferrari 250 GT/L Lusso

Die Schöne und das Biest

Foto: 16 Bilder

Mit dem Lusso schuf Pininfarina den elegantesten Ferrari aller Zeiten. Doch ein Schönling ist das V12-Coupé keineswegs: Hinter der bezaubernden Hülle lauert ein Tiger.

01.03.2001 Powered by

Der Lusso ist eines der seltenen Autos, das aus jeder Perspektive gut aussieht. Die einzige gerade Fläche ist das senkrecht abgeschnittene, erstmals bei einem Ferrari verwendete Kamm-Heck.

In sanftem Schwung erhebt sich darüber ein graziler Pavillon, dessen großzügige Verglasung das Dach luftig auf dem Karosseriekörper schweben lässt. Harmonisch fließen die hinteren und die vorderen Kotflügel des Lusso in den Türen ineinander.

Wundervolle Klangwolke

Das edle Understatement der Karosserie, die in Silber oder Dunkelblau wesentlich feiner aussieht als in Ferrari-Rot, setzt sich im Innenraum fort. Der lederbezogene Schalensitz ist bequem und bietet seitlichen Halt, lässt sich aber nicht verstellen. Wie in reinrassigen Rennwagen sind es lediglich die Pedale, die sich um fünf Zentimeter in Längsrichtung verschieben lassen.

Schon im Leerlauf verbreitet der legendäre Dreiliter-Colombo-Motor eine wundervolle Klangwolke. Aus drei Liter Hubraum entwickelt der extrem kurzhubige Motor 250 PS bei 7.000/min. Das helle Klicken des Ventiltriebs und das dumpfe Auspuffgrollen gehen eine nach vielen mechanischen Einzelteilen klingende, Respekt vermittelnde Verbindung ein. Der Lusso schnellt nach vorn und fordert durch seine provozierend aufreizende Geräuschkulisse unmissverständlich mehr Drehzahl. Bis 3.000/min gibt er sich noch halbwegs zivil - ebenso wie überraschend leichtgängige Viergangschaltung,. In acht Sekunden beschleunigten die Tester von "Road & Track" den 1.360 Kilogramm schweren Lusso im Juni 1969 von Null auf 100, als Spitzengeschwindigkeit erreichten sie 240 km/h.

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