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Ferrari P4/5

Einzel-Schicksal

Foto: Foto: ams 14 Bilder

Ferrari-Einzelanfertigungen mit maßgeschneiderten Pininfarina-Karosserien gehören zu den wertvollsten Sammlerstücken überhaupt. Mit dem Glickenhaus P4/5 erweitert Pininfarina diese Kollektion nun um ein zeitgenössisches Juwel.

27.10.2006

Grenzen wir die Obsessionen der wirklich harten Ferraristi mit dem Zirkel ein, bilden etwa fünf Modelle den innersten Kern aller Leidenschaften: die 375 MM Berlinetta Aerodinamica Ingrid Bergman 1954, der 275 GTS/4 NART Spider 1967, ein 250 LM 1963, ein P4 1967 und ein junger Enzo Ferrari.

Wer damals zu kurz kam, weil er nicht Roberto Rossellini, Gianni Agnelli, König Leopold von Belgien oder Lorenzo Bandini hieß, sollte die James Glickenhaus-Karriere in Betracht ziehen. Glickenhaus, ein gelernter Drehbuchautor, Filmregisseur und -produ- zent von harten Action-Streifen (Blue Jean Cop, Slaughter of the Innocent, McBain), die meist nur in den Vereinigten Staaten liefen, trug sich eine imposante Spielzeugsammlung zusammen. „Ich besitze einen Ferrari 166 Spider Corsa 1947 von Franco Cortese, einen 330 P3/4 Spider aus dem Daytona- Siegertrio sowie einen P4/412 mit der Chassis-Nummer 0854, der an den britischen Importeur Maranello Concessionaires ausgeliefert wurde“, doziert Glickenhaus im distanzierten Tonfall New Yorker Intellektueller. Als Honorar-Professor der Universität von New York City pflegt Glickenhaus eine weitere wissenschaftliche Passion: „Die Rennwagen der späten sechziger Jahre finde ich fantastisch. Ich habe also auch noch einen Ford Mk IV, der 1967 mit Bruce McLaren und Mark Donohue Vierter in Le Mans geworden ist, und den blauen Sunoco Lola T70 von Mark Donohue/Roger Penske.“

Nur eins besaß Glickenhaus nicht: den endgültigen Ferrari. Eine Art Über-Drüber-Berlinettissima, deren Form noch Enzo Ferrari höchstpersönlich abgesegnet hatte, und unter deren aktualisierter, neuzeitlicher Form State-of-the-Art-Technik steckt. Außerdem natürlich mit normaler USStraßenzulassung, da Glickenhaus an Wochenenden doch lieber über Long Island kurvt als durch das Oval von Daytona Beach. Wo sonst kann man heute noch eine individuelle Ferrari-Einzelanfertigung bestellen als beim Turiner Haus-Karossier Pininfarina, dessen Ruhm in den fünfziger Jahren durch persönliche Einzelstücke begründet worden war. Glickenhaus diktierte der Designer-Truppe um Chef Andrea Pininfarina und Paolo Garella, Leiter der Abteilung Spezialprojekte, ein ultimatives Lastenheft: Aussehen wie ein P4, Fahrleistungen wie ein Enzo Ferrari, US-Straßenzulassung wie ein F430.

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