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Fahrbericht Fiat 500 Facelift (2016)

Was hat das Facelift gebracht?

Fahrbericht Fiat 500 Facelift, Modelljahr 2016 Foto: Fiat 24 Bilder

Nach acht Jahren Laufzeit spendiert Fiat dem 500 mit Fest- und Faltdach eine neue Front und ein frischeres Cockpit. Die Motoren bleiben gleich. Hat das Facelift überhaupt etwas gebracht?

03.07.2015 Michael von Maydell Powered by

Viel mehr als neue Leuchten, zusätzliche Zierleisten, Lacke, Stoffe, Räder, und ein zeitgemäßes Infotainmentsystem rückte Fiat nicht raus. Für ein Fahrzeug, das sich seit 2007 mit nun 1,5 Millionen Stück auf dem Markt tummelt nicht viel. Und doch verständlich. Warum? Die Verkaufszahlen sind besser denn je und die Sorge retro-verliebte 500er-Fans zu vergrämen, übertrumpft den Mut zu neuen Taten.

Fiat 500 Facelift (2016) mit überraschend wenig Änderungen

Abmessungen, Platzangebot und Kofferraum bleiben damit weiterhin, na ja, kuschelig eng. Und unter der Haube? Keiner Änderungen. Als Antriebsquellen dienen weiterhin der unermüdlich arbeitende 1.2 8V mit 69 PS. Interessant: fast 70 Prozent kaufen diesen Motor. Darüber rangieren die charismatischen Zweizylinder mit 85 und 105 PS. Ein 1,3 Liter großer Multijet-Diesel (95 PS) folgt im Herbst.

Da ebenso Getriebe, Fahrwerk sowie Lenkung unbehelligt weiter eingesetzt werden, fährt sich der 500 ganz wie der Alte. Weder mit einer ultrapräzisen Lenkung gesegnet, noch zu straff abgestimmt, reist man in dem kugeligen Gefährt mal gemütlich (1.2 8V), oder etwas quirliger (0.9 Twinair, ab 18.450 Euro) durch die Lande, freut sich über die gute Verarbeitung und das neue Uconnect.

Es beschert dem 500 erstmals einen sauber integrierten 5-Zoll-Touchscreen, dazu Tom-Tom-Navigation, Online-Bespaßung, Mirror-Link-Funktionen, DAB und Verkehrsinfos in Echtzeit. Zum Preis von 700 Euro durchaus ein gutes Angebot und für manch einen gar ein Anlass, jetzt nicht noch schnell den alten zu kaufen, sondern lieber ein bisschen auf den Nachfolger zu warten.

Kleiner Tipp: ein noch größerer Bildschirm folgt Ende des Jahres. Ebenfalls leicht verändert: die weiterhin unsinnig in der Mittelkonsole platzierten Fensterheber sowie das lederne Multifunktionslenkrad.

Gleiche Preise, dafür mehr Extras

Trotz der Änderungen belässt es Fiat beim gleichen Grundpreis. Der günstige 500 kostet also weiterhin 12.250 Euro, der putzige Cabrio-Ableger ist 2.500 Euro teurer. Wobei der Basispreis den meisten wohl gar nicht so wichtig ist. Besonders beliebt – in Kombination mit den kleinen Motor: die teure Lounge-Ausführung für 14.650 Euro. Nahezu sämtliche Chromdetails zählen dann ebenso zur Ausstattung wie Klimaanlge, Glasdach und Leichtmetallfelgen. Ein schicker Auftritt zählt offensichtlich mehr als Power.

Und wem ein Fiat 500 Lounge noch zu langweilig ist, der kann seinen Liebling nun mit unterschiedlichen „Sekond Skins“ anschärfen. Beispielsweise in Camouflage, navyfarben oder schwarz-rot. So gesehen halten sich die Designer im Hintergrund und überlassen das finale Styling lieber den Kunden. Dem Erfolg des Fiat 500 dürfte es jedenfalls nicht schaden.

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