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Fiat 500L im Fahrbericht

Jetzt auch in kräftiger

Fiat 500L, Frontansicht Foto: Hersteller 13 Bilder

Fiat erweitert das Motorenangebot des 500L um einen Zweizylinder-Benziner mit 105 PS sowie einen gleichstarken Vierzylinder-Diesel.

11.04.2013 Michael von Maydell Powered by

Rein optisch hatte der knuffig-bunte Fiat 500L ja bisher schon einiges zu bieten – nur die trägen Motoren mit 85 (1.3 Multijet) und 95 PS (1.4 16V) passten nicht so recht zum modischen Outfit: kaum Schub, kein Drehvermögen. Fahrfreude kam da keine auf. Zwei neue Aggregate sollen die Absatzzahlen des Fiat 500L und die Insassen nun in Schwung bringen.

Fiat 500L 1:22 Min.

Neuer Benziner braucht Drehzahlen

Für all jene, die den Fünfsitzer im klassischen Alltagsgeschäft zwischen Supermarkt, Kindergarten und Schule einsetzen wollen, hält Fiat den charismatischen Twinair-Zweizylinder bereit (18.500 Euro). Der presst aus 875 Kubikzentimetern beachtliche 105 PS, schnattert gewohnt lautstark und soll den Fiat 500L in 12,3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Ähnlich der bekannten 85-PS-Variante (500, Panda und Punto) liebt auch der Stärkere hohe Drehzahlen.

Hierfür setzt Fiat auf auffällig kurz übersetzte untere Gänge. Wer nicht aufpasst und einen Tick zu lang Gas gibt, hängt sofort im Begrenzer oder steht mit dem Fiat 500L wieder an der Tankstelle. Denn der Normverbrauch von 4,7 Litern stellt sich so natürlich nicht ein. Soll es sparsamer vorangehen, beispielsweise im Stadtverkehr, wird sich eine vernünftigere Fahrweise sowie ein Druck auf die Eco-Taste auszahlen. Der Turbobenziner im Fiat 500L, der bereits die Euro 6-Norm erfüllt, produziert dann nur noch 98 PS und ein maximales Drehmoment von 120 Nm. Ein serienmäßiges Start-Stopp-System sorgt an der Ampel zudem für Ruhe und killt die im Stand auffälligen Vibrationen.

Fiat 500L mit Diesel ist kräftig, aber teuer

Im Mai schiebt Fiat für den 500L übrigens eine Alternative zum Twinair-Benziner hinterher: die Erdgas-Variante. Wie beim Panda mit CNG-Versorgung sind die zugehörigen Stahltanks unterflurig angebracht und sollen für eine Reichweite um 350 Kilometer sorgen. Zum Einstiegspreis ist bislang nichts bekannt, 20.000 Euro dürften es aber mindestens sein.

In dieser Größenordnung bewegt sich auch der zweite Neuankömmling mit 105 PS: der 1.6 Multijet, ein 320 Nm starker Diesel mit einem Normverbrauch von 4,5 L/100 km, vier Zylindern, Turbolader und Direkteinspritzung mit acht Einspritzphasen. Ein modernes Triebwerk also, das Fiat all jenen empfiehlt, die im Fiat 500L regelmäßig längere Strecken bewältigen müssen – aber mindestens 19.800 Euro berappen können. Ein stolze Summe, zumal nicht einmal Leichtmetallräder Serie sind, von fröhlich bunten Verzierungen gar nicht zu reden. Immerhin steht die erste Inspektion erst nach 35.000 Kilometern an.

Wie erwartet harmoniert der 1.6 Multijet bestens mit dem Fiat 500L. Untermalt von kernigen Untertönen und unterstützt von einem präzisen Sechsgang-Schaltgetriebe, treibt der Vierzylinder forsch voran, ohne nach hohen Drehzahlen zu verlangen. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten liefert er noch genügend Kraft, um die große Stirn des Fiat 500L durch den Wind zu drücken.
Ein hinreichend kultivierter Motor, der seine Besitzer milde stimmen dürfte gegen-
über dem stößigen Fahrwerk sowie der indirekten Lenkung. Denn hier hat Fiat leider nichts verändert.

Fazit

Die beiden Aggregate bringen tatsächlich Schwung in die Bude und dürften so sicherlich mehr Kunden anlocken. Klarer Favorit: der Diesel. Etwas Cash sollten die 500L-Jünger allerdings schon mitbringen, denn alles, was bunt ist, kostet extra.

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