Kleiner Hubraum und große Leistung: Das waren Zutaten, mit denen Carlos Abarth in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts Rekorde und Siege sammelte wie andere Briefmarken. Und er ließ mit seinen veredelten, meist aus Fiat-Produktion stammenden Autos die Herzen von Sportler-Enthusiasten mit begrenztem Etat höher schlagen.
1971 übernahm Fiat die kleine und feine Firma Abarth, deren Ruhm dann aber unter dem Rock der großen Mutter allmählich verblasste. Dies soll sich grundlegend ändern, hat sich Marketing-Chef Luca De Meo mit der Wiedereinführung von Abarth als hundertprozentige Fiat-Tochter, aber eigenständige Marke, vorgenommen. „Wir nehmen den roten Faden wieder auf, der in der Vergangenheit ein wenig verloren gegangen war.“
Der Vorbote dieser Renaissance basiert auf dem Brot-und-Butter-Auto von Fiat, dem Grande Punto, der nach Abarth- Philosophie aufgewertet wird. Das bedeutet: Mittels Turbolader wird die Leistung des kleinen 1,4-Liter-Motors auf 155 PS gehievt, dazu die Karosserie abgesenkt, Federung und Fahrwerk der Leistungskur angepasst. Die Spur ist um sechs Millimeter verbreitert, 17- Zoll-Aluräder gehören zum Standard.
Fiat Grande Punto Abarth: Glutsbruder
Fiat will seinen sportlichen Ableger wiederbeleben und als Konzernmarke etablieren. Den Auftakt markiert der Grande Punto Abarth.
Autor: Klaus-Ulrich Blumenstock



