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Fiat Tipo Kombi 1.6 Multijet Fahrbericht

Volks-Wagen von Fiat

Fiat Tipo Kombi 2016 Fahrbericht Foto: Fiat 17 Bilder

Mit dem neuen Tipo setzt Fiat die versammelte Kompaktklasse-Konkurrenz unter Druck. Was kann der neue Kombi außer günstig sonst noch?

09.05.2016 Torsten Seibt 6 Kommentare

Ein geräumiger Familienkombi, für den sich ein Durchschnittsverdiener nicht auf Jahre hinaus verschulden muss? Wer die Preislisten studiert, kennt die Antwort: Dacia. Selbst traditionell der Basis verbundene Hersteller etwa aus Frankreich oder Spanien haben auf die Bitte nach einem 4,6-Meter-Kombi mit ein paar netten Ausstattungs-Optionen für unter 20.000 Euro nur ein Kopfschütteln übrig. Von deutschen Marken ganz zu schweigen. Auch bei Fiat herrschte zum Thema lange Sendepause, seit einigen Jahren macht man den Hauptumsatz im Pkw-Geschäft mit Panda und 500.

Fiat Tipo Kombi 2016 FahrberichtFoto: Fiat
Der Tipo Kombi wird voraussichtlich im September 2016 debütieren.

Fiat Tipo Kombi kommt zuletzt

Zeit für Änderungen, die der neue Tipo in gleich drei Formaten vorfährt. Als klassische, vor allem in Südosteuropa beliebte Stufenheck-Limousine hat er sich schon im Februar ganz heimlich auf den deutschen Markt geschlichen, nun folgt mit dem Fünftürer und dessen offizieller Markteinführung die wohl am meisten gefragte Steilheckvariante. Danach, im frühen Herbst, folgt schließlich der Fiat Tipo Kombi, mit dem wir jetzt zum ersten Mal auf Tuchfühlung gehen konnten.

Gegenüber dem Fünftürer legt der Fiat Tipo Kombi ziemlich genau 20 Zentimeter an Länge zu. In dieser Dimension wächst dabei ausschließlich die Heckpartie. Plattform und Radstand unter allen drei Tipo-Modellen bleiben gleich. Dementsprechend ist auch der Lebensraum für die maximal fünf, besser vier Passagiere in allen drei Varianten identisch. Vorne fast großzügig, auf den Rücksitzen nur für besonders groß gewachsene Menschen am Limit, im Normalfall bequem.

Dass der verlängerte Hecküberhang nicht wie nachträglich angebraten aussieht, verdankt der Fiat Tipo Kombi der gegenüber dem Steilheck sanfter abfallenden Dachlinie ab der B-Säule, was ihn insgesamt etwas gestreckter wirken lässt. So steht auch der Fiat Tipo Kombi wie seine Geschwister als durchaus appetitlich designter moderner Kompaktwagen vor dem geneigten Betrachter, an dem selbst beim genauen Hinsehen nichts nach freudlosem Budget-Modell wirkt.

Basispreis um 16.000 Euro

Obwohl die Tarife noch nicht feststehen, darf nach der Strategie mit den beiden anderen Modellreihen von einem Basispreis um 16.000 Euro herum für den Kombi ausgegangen werden. Das ist angesichts der gebotenen Ausstattung im besten Sinne preiswert. Schließlich hat schon die Basis (95 PS-Benziner) immerhin Klimaanlage, MP3-Radio und Funk-Zentralverriegelung zu bieten. In 1.000-Euro-Schritten geht es die beiden Ausstattungsstufen "Easy" und "Lounge" hinauf. Wobei letztere dann ziemlich vollumfänglich möbliert ist, zum Beispiel mit dem neuesten U-Connect-Multimediasystem, Abbiegelicht, Klimaautomatik und Tempomat.

So ein Kombi soll ja praktisch sein, deshalb wird er gekauft. Im Fall des neuen Fiat Tipo Kombi findet sich einiges, das gefällt. Etwa der automatisch oben einrastende Ladeboden, unter dem sich ein zweites Gepäckfach verbirgt, auch die nach Umklappen der Rücksitzlehnen bis zu 1,8 Meter lange Ladefläche ist in dieser Fahrzeugklasse ansehnlich. Die Seitenabtrennungen hinter den Radhäusern können herausgenommen werden, Zurrhaken, Tütenhalter und Steckdose komplettieren das Ladeabteil.

Top-Diesel im Fiat Tipo recht teuer

Während der Fünftürer zur ersten Testfahrt mit dem 120-PS-Turbobenziner antrat (1.200 Euro Aufpreis gegenüber der Basis), war der Fiat Tipo Kombi für den Erstkontakt mit dem gleich starken 1.6l Multijet-Diesel bestückt. Der kostet noch einmal 2.000 Euro extra, was ihn trotz seiner Sparsamkeit von vornherein zu einem Fall für Vielfahrer werden lässt. Und für Menschen, die es gerne etwas flotter angehen.

Fiat Tipo SW Sperrfrist 1.3.2016Foto: Fiat
Das schicke Design des neuen Fiat Tipo kann durchaus überzeugen und sieht nicht nach Budget-Modell aus.

Denn im Durchzug ist der 320-Newtonmeter-Diesel klar der Clan-Chef, macht schon bei verhaltenen Drehzahlen dicke Backen und schiebt den 1,4 Tonner mit sanftem Druck voran. Den Griff zum Schalthebel (gut: die flutschig-kurz-exakten Schaltwege) kann man sich des Öfteren sparen, zumal der Diesel in einem relativ breiten Drehzahlband agiert und beim Beschleunigen in höheren Drehzahlregionen nicht sofort die Segel streicht.

Das Fahrwerk im voll ausgestatteten Kombi-Testwagen fühlte sich kommoder an als im zum Vergleich gefahrenen (leichteren) Fünftürer-Benziner, egalisierte kurze Unebenheiten besser, war insgesamt etwas sanftmütiger, in stramm genommenen Kurven aber auch mit im direkten Vergleich leicht erhöhter Seitenneigung unterwegs. Letzteres ist wie die zielgenaue Lenkung, der ein Tick Rückmeldung fehlt, jedoch nichts zum lamentieren, denn unter Alltagsbedingungen ist der Fiat Tipo ein fahrstabiles und einfach dirigierbares Auto.

Fazit

Als Kombi gibt sich der neue Tipo besonders familienfreundlich, bleibt trotz längerer Karosserie beim Design stilsicher. Der drehmomentstarke Diesel liefert ordentlich Druck, kostet jedoch einen hohen Aufpreis - Rechenfrage. Angesichts der gebotenen Ausstattung und der einwandfreien, nicht billig wirkenden Verarbeitung ein Auto für Herz und Verstand.

Technische Daten
Fiat Tipo Kombi 1.6 Multijet
Grundpreis20.450 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4571 x 1792 x 1512 mm
KofferraumvolumenVDA550 L
Hubraum / Motor1598 cm³ / 4-Zylinder
Leistung88 kW / 120 PS (320 Nm)
Höchstgeschwindigkeit200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h10,1 s
Verbrauch3,7 L/100 km
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    Mir gefällt das Design des Tipo ausgezeichnet. Das ist ein flott aber nicht aufdringlich gestyltes Auto, das auf überflüssigen Firlefanz verzichtet. Wie ein Vergleichstest in der VW/Audi/Mercedes/BMW-Hauspostille aussehen wird, darüber braucht man gar nicht nachzudenken. Ist mir aber auch ziemlich egal, denn ich nehme diese ganzen Lügenberichte schon lange nicht mehr ernst. Beim Fiat bekomme ich einen reellen Gegenwert und wenn später dann mal der Wiederverkaufserlös niedrig ist habe ich das vorher nicht bezahlt. Für einen Golf lege ich jedenfalls keine 30.000 € hin um dann mit diversen Problemen (Ventiltrieb / Getriebe / Abgasreinigung) von einer arroganten Händlerschaft und einem wenig kulanten Hersteller im Stich gelassen zu werden. Fiat-Motoren waren schon immer gut und die Uralt-Probleme mit Autoblechen aus Togliattigrad sind längst Geschichte.
    Mich würde interessieren, wie sich der Fiat in der Diesel- und Doppelkupplungsgetriebe-Variante fährt.

    elubitsch 9. Oktober 2016, 12:20 Uhr
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