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Fisker Latigo CS Coupé

Sechs Sells

Foto: Guy Spangenberg 23 Bilder

Haute Couture von Henrik Fisker: Der dänische Designer kleidet den BMW M6 in Kohlefaser neu ein, nennt das Coupé Latigo CS und legt eine Kleinserie auf. Eleganz mit prallen 654 PS.

05.11.2007 Marcus Peters

Los Angeles, Beverly Hills, Rodeo Drive. Eine Straße als Auslage des amerikanischen Traums. Armani, Burberry, Chanel – das ABC derer, die es geschafft haben. Wer nicht vom Funkeln der Luxus-Boutiquen überstrahlt werden möchte, muss in diesem Umfeld schon besonders glänzen.

Oder über die gewaltige Optik des Fisker Latigo CS verfügen: ein neu karossierter BMW M6, selbst mitten im automobilen Überfluss noch ein echter Entertainer. Concours d’Elégance. Stolz zeigt Henrik Fisker, der ehemalige BMWund Aston Martin-Designer, die Verwirklichung eines Traumes: das Coupé unter seinem Namen – die eigene Marke verspricht Unsterblichkeit. Lebende Klassiker hat der Däne bereits hinterlassen.

Den BMW Z8. Oder den Aston Martin V8 Vantage. Eine Alternative zum BMW Sechser und Mercedes CL will er bieten. „Es gibt doch kaum elegante Coupés im Drei-Box-Design“, sagt Fisker und tritt damit den Branchen-Größen selbstbewusst vors Schienbein. Er weiß um seine Design-Qualitäten. Und will sich jetzt mit Coachbuilding beweisen, zu deutsch: dem Karossieren. Dieser Fisker Latigo CS ist keine Fingerübung, sondern erstes Exemplar einer Kleinserie.

Sie ist auch in Europa erhältlich und soll 150 Stück nicht überschreiten. „Unser Topmodell kostet nicht drei Millionen, sondern nur etwa 300 000 Dollar“, scherzt Fisker und spielt damit auf den Glickenhaus- Ferrari an – das Publikum nickt einsichtig. Würde Geld riechen, es läge in diesem Moment schwer in der Luft.

In Beverly Hills, wo man mit Luxusautos von der Stange allenfalls im Strom mitschwimmt, ist äußerste Individualität sechsstellige Beträge wert. Zumal für einen Exoten, der dank Großserientechnik dennoch reibungsarm durch den Alltag gleiten wird. Lange galt die maßgeschneiderte Karosserie in Hollywood als schick. Noble Einzelanfertigungen von italienischen Sportwagen mit einem Schauspieler- Signet im Namen, etwa der Bergman- Ferrari, zeugen davon.

Doch dann löste das selbsttragende Chassis den Gitterrohrrahmen ab, und Coachbuilding verlagerte sich von den Reichen zu den Superreichen. Nun übersetzen Henrik Fisker und sein Kompagnon Bernhard Köhler die Tradition in die Moderne – zwölf Tramonto auf Basis des Mercedes SL (siehe Heft 23/2005) sind in den Staaten bereits ausgeliefert. Fisker und Köhler stammen aus der Welt der Hoch-Qualität, haben sich bei BMW und Aston Martin die Lizenz zum Luxus erarbeitet – der Däne war zuständig für die eleganten Linien, der Deutsche für die dreidimensionale Umsetzung.

Jetzt führen sie ihr eigenes kleines Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern. Firmensitz: Irvine, eine Stadt in der Peripherie von Los Angeles. Der tiefblaue Pazifik ist nahe, und im Süden Kaliforniens versinkt die Sonne oft rotglühend am Horizont.

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