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Ford Escape Hybrid

Zwitter Sport

Foto: Guy Spangenberg 14 Bilder

In den USA bricht ein neues Zeitalter umweltfreundlicherer Sport Utilities an. Einer der ersten Vertreter ist der Ford Escape mit Hybridantrieb.

14.06.2005

Hybrid (lateinisch für "von zweierlei Herkunft“) ist in. In Kalifornien, das sich gern als Trendsetter-Staat sieht, gilt es derzeit als politisch korrekt, den Benzin saufenden Hummer oder Cadillac-SUV durch einen Prius von Toyota zu ersetzen. Die kombinierte Kraft von Benzin- und Elektromotor, so scheint es, erobert einen der größten Automärkte der Welt.

Der Escape, der in Deutschland - ganz konventionell motorisiert - Maverick heißt, ist so etwas wie ein technologisches Erstlingswerk: der erste Hybrid mit Vierradantrieb, dazu, so Ford, das umweltfreundlichste und sparsamste Sport Utility Vehicle der Welt.

Technisch gesehen gehört der Ford zu den Voll-Hybriden. Sein Elektromotor dient nicht nur zur Unterstützung seines 2,3-Liter-Vierzylinders, sondern kann auch alleine für Bewegung sorgen - allerdings nur bis zu 40 km/h. Bei voller Beschleunigung arbeiten Otto- und Elektromotor gemeinsam. Die Benzinmaschine steuert dann bis zu 135 PS bei, der Elektromotor 95 PS. Das ergibt Fahrleistungen, die denen des Topmodells der Escape-Baureihe mit 200 PS starkem Sechszylinder entsprechen.

Der erstrebte Spar-Effekt ergibt sich vor allem im Stadtverkehr. Hier kommt der Elektro-Boost häufig zum Einsatz, was sich auch in einer kräftigen Anfahrbeschleunigung zeigt. Beim Halt an der Ampel schaltet sich der Benzinmotor ab, um erst beim Gasgeben wieder zu erwachen. Das bedeutet allerdings auch, dass bei Rot die Klimaanlage ihre Arbeit einstellt. Da wird es, gerade in Kalifornien, schnell warm im Auto. Und der Hybrid-Fahrer wird vor die Frage gestellt: schwitzen und umweltfreundlich bleiben oder die Klimaanlage auf "Max“ stellen? Denn dann läuft der Benzinmotor unbeirrt weiter.

Unmerklicher Wechsel zwischen E- und Ottomotor

Bei normalem Reisetempo auf US-Freeways, das sich zwischen 90 und 120 km/h bewegt, übernimmt die Kolbenmaschine ohnehin die Antriebsarbeit. Nur unter Volllast, beispielsweise beim Erklimmen einer Steigung, liefert der von einer 330-Volt-Batterie unterhalb des Kofferraumbodens gespeiste Elektromotor Unterstützung. Die Ladung der Batterie übernimmt ein 28-Kilowatt-Generator, beim Gaswegnehmen fungiert überdies der Elektroantrieb als Generator und speist die bei der Verzögerung entstehende Energie ins Bordnetz ein.

Von alldem merkt der Fahrer nichts. Der Escape Hybrid fährt sich wie jedes konventionelle Auto, wozu auch die unauffällig agierende, stufenlose CVT-Automatik beiträgt.

Wie alle Escape-Modelle gibt es auch die Hybrid-Variante mit Frontantrieb oder mit automatisch zuschaltendem Allradantrieb. Der Aufpreis gegenüber der V6-Ausführung beträgt rund 2.000 Dollar oder knapp zehn Prozent.

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