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Der Ford Galaxy 2.0 TDCi im Fahrbericht

Überarbeiteter Siebensitzer mit neuem Diesel

Der Autobauer Ford hat sein Raumfahrzeug-Duo Ford Galaxy und Ford S-Max überarbeitet. Unter der Haube arbeitet nun ein 163 PS starker Dieselmotor, der das 2,2-Liter Triebwerk mit 175 PS ablöst. Der Selbstzünder im Fahrbericht.

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Jetzt schaut er noch böser drein, obwohl der Ford Galaxy eigentlich ein friedliebender Familienfreund sein möchte. Doch mit der Modellpflege erstrahlen die grimmigen Heckleuchten nun noch einen Tick aggressiver in LED-Technik. Ansonsten blieb die Optik - abgesehen von ein paar wenigen Chrom-Accessoires - unverändert.

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Neuer Diesel mit weniger Drehmoment

Unter dem Blech hat sich dagegen etwas mehr getan. So wird das bislang stärkste Diesel-Triebwerk - der 2,2 Liter mit 175 PS - durch eine neue Leistungsstufe des bekannten Zweiliter-Selbstzünders ersetzt. Dabei müssen die Käufer künftig nicht nur auf PS, sondern auch auf Drehmoment verzichten. Statt 400 leistet der Neuling 340 Newtonmeter, die bei 2.000 Umdrehungen anliegen.

Doch schon darunter packt das Aggregat engagiert an, leistet sich lediglich eine Gedenksekunde, bis der Ladedruck vollständig aufgebaut ist. Zu den besonders drehfreudigen Vertretern seiner Gattung zählt es allerdings nicht, bereits ab 3.500 Umdrehungen lässt der Tatendrang spürbar nach. Mit dem serienmäßigen, gut abgestuften und exakt schaltbaren Sechsganggetriebe findet sich jedoch meist eine passende Übersetzung, die den Vierzylinder in seinem Wohlfühl-Drehzahlbereich arbeiteten lässt. Dann brummelt er angenehm zurückhaltend vor sich hin, während nach dem Kaltstart oder bei forciertem Leistungseinsatz deutliches Nageln in den Innenraum dringt - trotz der verbesserten Geräuschisolierung des neuen Modelljahrgangs, der ab 29. Mai bei den Händlern steht.

Der Galaxy kommt grundsätzlich mit sieben Sitzen

Wie gehabt, wird der Galaxy grundsätzlich als Siebensitzer ausgeliefert. Durch das flach verlaufende Dach im Heckbereich bleibt daher selbst in der dritten Reihe für große Mitfahrer genug Luft über dem Scheitel. Allerdings sind schon in der zweiten Reihe die Sitze etwas klein dimensioniert, zudem lassen sich die Gurte nicht in der Höhe verstellen. An der Polsterung gibt es dagegen wenig auszusetzen. Deren bequeme Straffheit wird in der ersten Reihe noch durch den Seitenhalt der in der neuen Titanium-Version serienmäßigen Sportsitze ergänzt.

Der S-Max ist dynamischer unterwegs

So dynamisch wie der S-Max lässt sich der Galaxy selbst in der Top-Version nicht bewegen, was die potenziellen Käufer - Familien mit mindestens zwei Kindern - kaum erwarten werden. Doch sie kommen auch in den Genuss der angenehm direkt übersetzten Lenkung.

Als Alternative zum Diesel bietet Ford künftig einen 203 PS starken Turbo-Benziner an. Wie sich der Vierzylinder in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe im S-Max schlägt, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von auto motor und sport, Heft 5/10, ab dem 11. Februar im Handel.

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Autor: Jens Dralle
Wie gefällt Ihnen der neue Ford Galaxy?


Marius6 | 07.02.2010, 10:19 Uhr

Ich fahre seit 2006 einen Galaxy Ghia 2,0 TdCi (140 PS). Ich habe bezüglich Platzangebot / Fahrverhalten / Antrieb grundsätzlich keine Einwände (obwohl eigentlich eher VW-Fan), aber die vielen täglichen kleinen Macken (vor allem Elektronik) sind auf Dauer nervig und auch nicht ganz billig !
Ich kann leider vieles bestätigen ... chronologisch gezählt:
- Batterie leer
- Ansaugschlauch Turbolader lose, plötzlicher Leistungsverlust (das war in der Tat mitten auf der Beschleunigungsspur einer Autobahn, mit 2 kleine Kinder hinten, da habe ich geschwitzt !)
- bei Kälte Bordcomputeranzeige ohne Funktion
- Bluetooth-Verbindung zum Handy bricht immer wieder ab
- el. Fensterheber vorne reversieren regelmäßig beim Schließen
- Parksensoren immer wieder defekt
- ESP ohne Funktion (das war die Krönung, vorige Woche, wo überall rutschig war !)
Meine Werkstatt ist zwar freundlich und bemüht, kostenlos aber auch nicht !
Ich warte gespannt auf den neuen Sharan mit Schiebetüren, 170 PS-TDI und DSG ...

Mutrutru | 06.02.2010, 09:06 Uhr

Ich fahre privat eine andere Marke als Ford, allerdings sind unsere (sehr stark beanspruchten) Firmenfahrzeuge seit ein paar Jahren allesamt von der Marke Ford. Im Gegensatz zu den lange geleasten VW-Fahrzeugen haben wir fast durchgehend gute Erfahrungen gemacht. Auch mit den Werkstätten und dem Service.
Mein "Vorredner" muss die sprichwörtliche Ausnahme darstellen, da ich auch von anderen Fordfahrern viel Gutes höre. Besonders die Zuverlässigkeit ist sehr gut. So haben wir einen Ford Focus TDCI mit 260000km, der bislang nur wegen Verschleißteilen in der Werkstatt war. Und auch unsere Ford Galaxy sind durchweg zuverlässig.
Der neue gefällt mir sehr gut und ist z. B. im Gegensatz zu Konkurrenzmodellen ein modernes Auto. Da muss man sich ja nur mal den unverschämt veralteten VW Scharan anschauen: Dass VW den noch immer für teures Geld verkauft, ist eine Frechheit. Und sowohl Renault Espace als auch Chrysler Voyager z. B. sind durchweg unzuverlässige Fahrzeuge.

karo | 05.02.2010, 18:34 Uhr

An JTS. Dein Beitrag erscheint mir frei erfunden. Ich wette, du fährst keinen Ford sondern bist neidisch auf deinen Nachbarn der Galaxy fährt.

JTS | 05.02.2010, 15:59 Uhr

Mein Galaxy 2.3, Baujahr 2008, nervt durch viele Macken und zahlreiche, erfolglose Werkstattaufenthalte. Hier nur einige der Mängel der ersten 1 1/2 Jahre meines ersten und bestimmt auch letzten FORDs:

- elektrische Feststellbremse löst ungleichmäßig
- Standheizung defekt (keine Funktion)
- Standheizung bringt keine Leistung
- Standheizung springt trotz Programmierung nicht an
- Abgase der Standheizung geraten in den Fahrzeuginnenraum
- Bluetooth-Verbindung zum Handy bricht permanent ab
- Fahrersitz (elektrisch) wackelt beim Anfahren und Abbremsen
- Dichtungsgummis an den hinteren Türen lose
- Einklemmschutz el. Fenster vorne zu sensibel (Fenster lassensich nicht schließen)
- Klimaanlage funktioniert nicht
- Schloss Kofferraum rastet nicht ein
- Exorbitanter Ölverbrauch (1l pro 1000 km)
- Radio funktioniert erst nach Neustart des Motors
- Motor lässt sich teilweise nur nach langem "Orgeln" starten
- Die Getriebeautomatik ruckelt gelegentlich
- Der Anlasser gibt teilweise "Krächzgeräusche" beim Starten von sich
- Brummende, vibrierende Klimaanlage
- Batterie leer
- ungleichmäßiger Rundlauf des Motors im Tempomatbetrieb

Der Durchschnittsverbrauch des Benziners (16,2 l/100km) ist eine schiere Frechheit und steht in keinerlei Relation zu den Werksangaben und die Bremsen sind maximal unterer Durchschnitt.

Ford-Kundendienst: Um den Service am Kunden beurteilen zu können, müsste erst einmal einer vorhanden sein. bei Ford ist man als Kunde nur solange interessant, bis man den Kaufvertrag abgeschlossen hat. Danach ist man scheinbar nur noch Störfaktor. So etwas von fehlender Kundennähe habe ich bei noch keinem anderen Autohersteller festgestellt. Selbst die Kundenhotline in Köln ist an Arroganz und Unfreundlichkeit nicht zu überbieten.

Summa Summarum: Mit allen Extras hat mich der Galaxy ca. 42.000,- € gekostet; da darf man deutlich mehr von einem Auto und dem Service einer Marke erwarten! Mein Fazit: Einmal Ford und nie wieder. Ich kann es kaum erwarten, den Firmenwagen abzugeben und ein Modell eines anderen Herstellers zu wählen. Fehlerfrei sind die zwar auch nicht, aber wenigstens kommt man sich als Kunde nicht völlig verarscht vor!

toller familien-van | 05.02.2010, 14:10 Uhr

Toller Beitrag!

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