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Ford GT 40

Kult-Schale

Foto: Achim Hartmann 8 Bilder

Zum 100-jährigen Jubiläum der Ford Motor Company entsteht die Sportwagenlegende Ford GT 40 neu. Fahreindrücke vom Prototyp.

22.07.2003 Götz Leyrer

Das Kind sollte heißen wie sein berühmter Vater: Ford GT 40. Aber da hatte die Ford Motor Company in Dearborn bei Detroit die Rechnung ohne einen amerikanischen Schlaumeier gemacht. Der hatte sich die Bezeichnung GT 40 schützen lassen und hoffte auf Bares, was sich jedoch als Fehlspekulation erwies. Der neue Ford-Sportwagen, Wiederbelebung eines historischen Le Mans-Heroen, wurde schlicht Ford GT genannt. Die 40 war ohnehin fehl am Platz. Denn sie stand beim Original für 40 Zoll. So hoch war das sportliche Lieblingskind von Henry Ford II, das in den Sechzigern mit seiner hub­raumgewaltigen V8-Power die feingliedrigen Ferrari-Zwölfzylinder beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt niederwalzte. Der neue GT, von vornherein als Straßensportwagen konzipiert, musste wachsen, um seinen Insassen bequem Platz zu bieten. Die Prototypen tragen zwar auf der Fahrerseite die berühmte Beule im Dach, die einst geschaffen wurde, um dem baumlangen Kalifornier Dan Gurney das Fahren im GT 40 zu ermöglichen. Aber nötig ist sie nicht. In der Neuauflage finden auch stattliche Figuren genügend Kopffreiheit. Denn die Höhe der Karosserie ist um zehn Zentimeter gewachsen, die Länge sogar um 45 Zentimeter, womit die Proportionen wieder stimmig wirken. Bei der Serienversion, die zur Feier des 100-jährigen Ford-Jubiläums in diesem Jahr auf Kiel gelegt wird, gibt es auch wieder die weit ins Dach gezogenen Türöffnungen, die einst den schnellen Einstieg beim Le Mans-Start erleichtern sollten. Am Anfang der Umformung eines Klassikers für das dritte Jahrtausend stand der Windkanal. Und der enthüllte Bedenkliches. Am Luftwiderstandsbeiwert gab es zwar nichts zu meckern, aber das Original produzierte bei hohem Tempo gewaltig Auftrieb an der Vorderachse. Es muss eine Mutprobe der schweißtreibenden Art gewesen sein, in dieser Flunder mit weit über 300 km/h die Hunaudières-Gerade hinunter zu jagen. Eine Spoilerlippe schafft Abhilfe, und sie bleibt nicht die einzige Modifikation an der Form.

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