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Fahrbericht Ford Mondeo Vignale 4x4

Mondeo mit Glanz und Gloria

Ford Mondeo Vignale Fahrbericht Rom Foto: Ford 28 Bilder

Ford startet mit dem Mondeo die Vignale-Reihe. Dazu gibt es erstmals einen Allradantrieb für den großen Mittelklässler. Wir waren damit auf Probefahrt.

13.05.2015 Torsten Seibt

Nach der Pflicht nun die Kür: Ford versucht es mit edel. Codewort Vignale – unter diesem Label startet künftig der Mondeo, später auch noch der S-Max, als aufgebrezelte Top-Version durch. Ford verspricht nicht nur besseres Finish durch extra-aufwändige Endkontrolle und pompöse Serienausstattung. Zusätzlich soll, das kennt man sonst eher von Luxusmarken mit handverlesenem Kundenkreis, ein exklusiver Werkstatt-Service etabliert werden – bis hin zur kostenlosen Autowäsche einmal im Monat. Und: erstmals darf der Mondeo allradeln, wenngleich als Vignale nur in einer einzigen Motor-/Getriebe-Kombination. Im „normalen“ Mondeo wird es den Allradantrieb in weiteren Varianten geben.

Ford Mondeo Vignale ab 40.700 Euro

Als günstigste Variante geht der Ford Mondeo Vignale mit dem Zweiliter-Ecoboost-Benziner für 40.700 Euro ins Rennen. Selbstbewusste 45.000 Euro, beim Turnier noch einen Tausender mehr, muss man für die vier angetriebenen Vignale-Räder im 2.0 TDCi aufwenden. Damit belegt das 4x4-Modell auch gleichzeitig die Spitzenposition in der Preisliste. Hierfür gibt es den 180-PS-Diesel, das automatische Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und eben die feudale Vignale-Serienausstattung. Zu der gehört ein besonders schmeicheliges Leder für Sitze und den Bezug der Verkleidungen bis hin zum Armaturenträger, aber auch technische Finessen wie das speziell gedämmte Akustikglas für die Seitenscheiben und das „aktive Geräuschkompensationssystem“. Kennt man von Flugzeug-Kopfhörern, funktioniert auch so: Geräuschquellen im Auto werden mit gegenläufig schwingenden Schallwellen aus dem Audiosystem ausgefiltert.

Allerdings ist der Vignale damit noch nicht „voll“: Weitere Optionen wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung, klimatisierte Vordersitze oder das Fahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung kosten zusätzlich, so dass man den Preis des Ford Mondeo Vignale 4x4 mühelos in Richtung der 50.000-Euro-Marke lupfen kann.

Das Edelleder auf den vielen Flächen, so darf nach dem Erstkontakt bestätigt werden, sieht gut aus und fasst sich ebenso an. Dennoch bleibt der Vignale unverkennbar Mondeo – die großflächige Kunststoff-Landschaft im zentralen Bedienbord für Klima und Multimedia sowie rund um den Getriebehebel korrespondiert nicht ganz mit dem restlichen Outfit.

ModellMotorPS / Nm0 - 100 km/hl/100 kmPreis (Euro)
2.0l Hybrid Autom.Vierzyl.-Benziner + E187 / 3009,2 s4,241.500
2.0l EcoBoost Autom.Vierzyl.-Benziner203 / 3008,7 s7,340.700
2.0l EcoBoost Autom.Vierzyl.-Benziner240 / 3407,9 s7,342.700
2.0l TDCi 6GangVierzyl.-Diesel180 / 4008,3 s4,441.000
2.0l TDCi Autom.Vierzyl.-Diesel180 / 4008,6 s4,843.000
2.0l TDCi Autom. 4x4Vierzyl.-Diesel180 / 4008,9 s5,245.000
2,0 l TDCi Bi-Turbo Autom.Vierzyl.-Diesel210 / 4508,1 s4,844.500

Ford Mondeo Vignale mit schlauem Allradantrieb

Der Allradantrieb ist eine Eigenentwicklung von Ford und kommt in ähnlicher Form auch beim Groß-SUV Edge zum Einsatz. Es ist wie heute allgemein üblich ein schlauer Kamerad, der nicht nur stumpf auf Radschlupf reagiert, sondern auch Fahrparameter in seine Überlegungen mit einbezieht und selbst auf die Fahrweise reagiert. Verträumte Touristenfahrt versetzt das System in den Dämmerzustand. Wird dagegen engagiert angegast, spannt die Elektronik vorsorglich die Muskeln an und agiert im Voraus, indem bereits auf gerader Strecke Kraft nach hinten wandert. Der Nebenabtrieb am Motor, von dem die Antriebswelle auf die elektronisch geregelte Lamellenkupplung an der Hinterachse abgeht, ist auch der Grund für die Allrad-Beschränkung auf die 180-PS-Maschine: beim neuen 210-PS-Bi-Turbo ist der zweite Lader im Weg.

102 Kilo packt das Allradsystem auf das ohnehin nicht geringe Gewicht des Mondeo drauf. Das verhagelt ihm die Verbrauchswerte (Normverbrauch plus 0,4 Liter), wobei der Zweiliter-TDCI die Werksvorgabe (5,2 l/100 km) auf unserer ersten Ausfahrt ohnehin deutlich verfehlte – 8,2 Liter meldete der Bordcomputer nach der Testfahrt. Das Mehrgewicht lässt lässt den Ford Mondeo Vignale aber auch noch eine Spur gediegener federn. Hier liegt klar die Stärke des großen Ford: selbst üble Flickschuster-Straßen durchmisst er gelassen und mit bemerkenswertem Komfort. Die direkte und fein ansprechende Lenkung ist nicht mehr ganz so zackig wie beim Vorgänger,  hält aber immer noch genug Potential bereit, um es am Wochenende mal auf der Hausstrecke fliegen zu lassen. Der Allradantrieb sichert den Ford Mondeo Vignale im Angriffsmodus dabei sehr lange auf der neutralen Seite, bevor das ESP protestiert.

Während das Doppelkupplungsgetriebe bei normaler Fahrweise gut reagiert und kuschelig schaltet, ist es beim Kickdown zuweilen einen Tick zu ratlos, lässt den Vierzylinder überlange jubeln, statt das Drehmoment in einem höheren Gang wirken zu lassen.

Auf großer Fahrt kann der Vignale dagegen mit seinem Geräuschkomfort punkten. Bei gleichmäßiger Drehzahl wird die Motorakustik tatsächlich nahezu ausgeblendet und der Wagen zu Flüster-Lounge. Erst bei schnell wechselnder Last zum Beispiel bei einer Zwischenbeschleunigung ist das Noise-Cancellation-System kurzfristig schachmatt und man bekommt den Vierzylinder deutlicher zu hören. Dies zu beanstanden ist allerdings klar jammern auf hohem Niveau. Zumal zusätzliche Dämmmaßnahmen das Fahrgeräusch auf klassische Weise ohne Elektronik-Tricks reduzieren. Der Ford Mondeo Vignale besitzt verbesserte Radhausverkleidungen zum ausfiltern der Abrollgeräusche, dickere Teppiche und das eingangs erwähnte Akustikglas, das mit spezieller Laminierung die Windgeräusche reduziert.

Fazit

Leise, komfortabel, gut ausgestattet – der Vignale fährt sich fein und definiert einen neuen Luxus-Level für die Kölner. Dennoch: Viel Geld für einen Ford. Mal sehen, was die Kunden dazu meinen. 700 Mondeo Vignale will Ford noch in diesem Jahr in Deutschland verkaufen, für 2016 werden 2.000 Edel-Mondeo angepeilt.

Fazit

Leise, komfortabel, gut ausgestattet – der Vignale fährt sich fein und definiert einen neuen Luxus-Level für die Kölner. Dennoch: Viel Geld für einen Ford. Mal sehen, was die Kunden dazu meinen. 700 Mondeo Vignale will Ford noch in diesem Jahr in Deutschland verkaufen, für 2016 werden 2.000 Edel-Mondeo angepeilt.

Technische Daten
Ford Mondeo 2.0 EcoBoostFord Mondeo 2.0 TDCi
Grundpreis41.125 €43.425 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4871 x 1852 x 1482 mm4871 x 1852 x 1484 mm
KofferraumvolumenVDA516 bis 1437 L383 bis 1437 L
Hubraum / Motor1999 cm³ / 4-Zylinder1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung149 kW / 203 PS (345 Nm)132 kW / 180 PS (400 Nm)
Höchstgeschwindigkeit232 km/h223 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h8,7 s8,6 s
Verbrauch7,4 L/100 km4,9 L/100 km
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