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Youngtimer Ford Mustang IV Cabrio im Fahrbericht

Schon ab 6.500 Euro V8-Cabrio fahren

Ford Mustang IV Fahrbericht Kaufberatung Youngtimer 05 / 2017 Foto: Ingolf Pompe 16 Bilder

Die bis 2004 produzierte vierte Mustang-Generation erinnert nur wenig an die berühmten Vorfahren. Zum Glück besitzt der Standard-V8 genügend ­Power. Das Sondermodell 40th Anniversary gefällt außerdem durch seine üppige Ausstattung.

11.08.2017 Franz-Peter Hudek 1 Kommentar Powered by

Der 1994 neu aufgelegte Ford Mustang eignet sich hervorragend für ein Kennerquiz. Frage: Wie viele Designelemente erinnern an den ersten Mustang von 1964? Antwort: drei. Da ist zunächst das galoppierende Pferd im Kühlergrill, dann gibt es noch die dreiteiligen Heckleuchten und schließlich die (vorgetäuschten) seitlichen Lufteinlässe vor den Hinterrädern. Sie erinnern übrigens an das erste Mustang-Showcar von 1962, ein offener Zweisitzer mit V4-Mittelmotor. Das war’s auch schon. Ohne diese drei Karosseriedetails wäre der Mustang IV als solcher nicht zu erkennen. Vor allem die aus einer großen Kunststoffwanne geformte Wagenfront entspricht dem gängigen 90er-Einheitslook, der in leicht abgewandelter Form auch an Familienkutschen wie Toyota Camry, Renault Safrane und sogar VW Passat Verwendung fand.

Ford Mustang IV Fahrbericht Kaufberatung Youngtimer 05 / 2017 Foto: Youngtimer
Die Nachfrage nach dem vierten Mustang ist gering. Das spielt dem Sparfuchs natürlich in die Karten.

Das Facelift von 1999 brachte an der Wagenfront und an den Radhäusern etwas schärfere Konturen. Auch die seitlichen Kühlschlitze sind jetzt kan­tiger gezeichnet und reichen bis zum Türgriff hoch. Unser Fotomodell aus dem Jahr 2004 besitzt diese gelun­genen Karosseriemodifikationen im „New Edge“-Stil. Trotzdem wirkt auch der späte Mus­tang IV wegen seines kurzen Radstands und des langen vorderen Ka­ros­serieüberhangs fast wie ein braves To­yota Celica Cabrio mit Front­antrieb. Da zeigt der 2005 präsentierte Fast­back-Nachfolger im markanten Retro-Look schon mehr Charakter und eigenen Stil.

245er auf Bullitt-Felgen

Doch jetzt ist Schluss mit dem Lästern, denn unser Mustang GT im Farbton Crimson Red sieht doch eigentlich recht dynamisch aus. Mächtige 245er-Gummiwalzen auf formschönen Bul­litt-Felgen im Stil der 60er, eine breite Lufthutze auf der Motorhaube und ein wuchtiger Heckspoiler machen hier optisch so richtig Dampf. Ein kräftiger V8-Motor, der 264 PS bei 5.250/min leistet, rechtfertigt diesen sporti­ven Auf­tritt. Zwei hübsche Metallplaket­ten an den Wagenflanken mit „40th An­niversary“-Aufschrift geben das Cabrio als Sondermodell zum 40. Pferde-Geburtstag zu erkennen. Ford vertraut im Gegensatz zu den einstigen Rivalen Chevrolet Camaro und Pontiac Firebird, die bereits 2003 von der Bildfläche verschwanden, auf einen nur 4,6 Liter großen V8 mit je einer obenliegenden Nockenwelle.

Ford Mustang IV Fahrbericht Kaufberatung Youngtimer 05 / 2017 Foto: Ingolf Pompe
Unter einem Gewirr aus Kabeln und Schläuchen versteckt sich der moderne OHC-V8 mit 4,6 Litern Hubraum.

Mit relativ hohen Drehzahlen soll der Ford-V8 die Hubraumlücke zum 5,7-Liter-Stoßstangen-V8 der GM-Kon­kurrenz schließen. So liefert der Ford-Motor sein maximales Drehmoment von 410 Newtonmetern erst bei 4.000/min an das Differenzial der starren Hinterachse. Im letzten Produktionsjahr des Mustang IV gab es noch drei weitere Motorvarianten: als Basis einen 3,8-Li­ter-V6 mit zentraler Nockenwelle und 193 PS, im wiedereingeführ­ten Mach 1 einen DOHC-4,6-Liter-V8 mit 32 Ventilen und 310 PS und schließlich den Mustang Cobra mit Kompressor und gewaltigen 395 PS. Damit konnten Ford-Fans sogar der 350 PS starken Corvette C5 den Cobra-Giftzahn reinhauen. Doch die 264 PS unseres Mustang GT Convertible versprechen ebenfalls einigen Fahrspaß. Der relativ leichte und kompakte US-Sportler sprintet laut Werksangaben in sechs Sekunden vom Stand auf 100 km/h und erreicht einen Topspeed von 220 km/h.

Im Ford Mustang rasen die Pferde

Und jetzt: endlich am Steuer, die Probefahrt. Schon beim Einsteigen begegnen uns wieder einige galoppierende Pferde: auf dem Lenkrad-Airbag, an den Sitzlehnen und – etwas versteckt – auf den Fußmatten. Immerhin weiß man jetzt, dass man in einem Ford Mustang sitzt. Das zweigeteilte, von zwei schwungvollen Bögen dominierte Armaturenbrett erinnert nämlich an die Corvette C1 und C2. Der reichlich und rundlich ver­arbeitete Kunststoff des Interieurs stammt dagegen eindeutig aus dem Jahr 2004. Zu diesem Zeitpunkt hat­te das in den USA sehr beliebte, den Menschen zärtlich umschmeichelnde Soft-Design eigentlich seinen Höhepunkt schon überschritten. Ebenfalls sehr menschenfreundlich: die Komplettausstattung des Mustang mit elek­trischem Verdeck, elektrischen Sit­zen und Fenstern, Klimaanlage, klangstarker Audioanlage und angenehm weichen Ledersitzen.Auf dem V8 unter der Motorhaube galoppiert übrigens schon wieder ein Mustang. Wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn mit dem Drehen des Zündschlüssels ist nun wirklich alles wie früher: Der V8 lebt und brodelt im Standgas tatendurstig vor sich hin, scharrt sozusagen mit den Hufen. Wir ziehen den Plastikwählhebel der Automatik fast ohne Widerstand nach hinten auf D. Mit einem leichten Antippen des Gaspedals trabt das Wildpferd mühelos an, schaltet früh und gelangweilt die Gänge hoch.

Ford Mustang vs Ford TaunusPony-Car und deutscher Klon

Doch wenn es darauf ankommt, sprintet der Mustang los wie ein Rennpferd aus der Startbox. Das beherrschen die Amis zum Glück noch immer – trotz schlichter Viergangautomatik. Praktisch synchron mit dem Niedertreten des Gaspedals hebt sich die Lufthutze auf der Motorhaube gegen den Himmel, begleitet vom zornigen Grollen aus dem Doppelrohrauspuff. Auch nach dem Wechsel in die zweite Fahrstufe bei etwa 70 km/h und 6.000/min presst es den Fahrer noch immer in den weichen Ledersitz, als säße er in der First Class eines Airbus A330 beim Abheben.Nun zu den Kurven. Hier zeigt sich der komfortabel abgestimmte Mustang überraschend als „schwerer Wagen“ im Mercedes-Stil der 70er. Trotz seiner breiten 245er-Walzen rea­giert er auf spontane Lenkbefehle etwas träge und meistert scharf angegangene Richtungswechsel mit harmlosem Untersteuern und leichtem Schau­keln – aber immer so richtungsstabil, dass ein Nachkorrigieren nicht nötig ist. Bei den frühen Mustang konnte in schnell gefahrenen Kurven schon mal die Straße ausgehen. Wäre aber in ­einem Jubiläumsmodell doch irgendwie peinlich.

Fazit

Der bei uns fast unbekannte Mus­tang IV wirkt zunächst wenig inspirierend. Doch seine liebevolle Ausstattung und der kräftige V8 helfen locker über das Allerweltsdesign hinweg. Tipp: für 9.000 Dollar einen schönen Mach 1 in den USA besorgen.

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Von 6500 Euro,eine erstaunliche Preis für so ein schönes Auto

Crintel 11. August 2017, 13:33 Uhr
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