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Ford Mustang Shelby GT 500

Heißes Eisen

Foto: Hans-Dieter Seufert 11 Bilder

Wenn den Ford Mustang früher eine Cobra zierte, dann trug er den Vornamen Shelby und konnte vor Kraft kaum laufen. Nun gibt es ihn wieder, den Mustang namens Shelby GT 500 - die heißeste Nummer im Ford-Konzern.

20.10.2006

Für den sachkundigen Nostalgiker ist schon der Name unwiderstehlich. Shelby wie Carroll Shelby, im Pantheon amerikanischer Helden ganz oben angesiedelt.

Irgendwo zwischen Abraham Lincoln und Elvis Presley. Shelby, Texaner, Hühnerfarmer, Vater der Cobra und Züchter der wildesten Mustangs des wilden Westens. Sein GT 500 von 1967 war scharf wie Chili und giftig wie der Zahn der schwarzen Mamba. Damals kostete dieser Nervenkitzel 4395 Dollar, heute gehen Originale für über 500 000 weg. Dann natürlich der Mustang an sich, die Auto-Ikone, die für alles steht, was gut war an Amerika, bevor die Anti- Rauchergesetze in Kraft traten; so landestypisch wie Wasserstoffblondinen mit Silikonbusen.

Die Italiener haben die Kunst der Renaissance, die Briten die Houses of Parliament, die Franzosen den Knoblauch, und Amerika hat den Mustang. Als er 1964 auf den Markt kam, war die Begeisterung so groß, dass ein Trucker in Chicago sein Gefährt vor Freude geradewegs ins Schaufenster eines Ford-Ladens lenkte.

Ein Händler in Phoenix musste die Feuerwehr rufen, um die Menschenmassen vom Hof spritzen zu lassen. Die 2004 vorgestellte Retroversion mag da zwar nicht ganz mithalten können, aber sie ist der beste Einfall der alten Ford Motor Company seit Jahren. Kein Ford ist cooler: Arm aus dem Fenster hängen lassen, dem V8-Rhythmus zuhören (optimal mit Tom-Petty-Untermalung) und cruisen – amerikanischer als im neuen Mustang kann man zur Zeit nicht fahren. „Viele gönnen sich das Auto, weil es diese Erinnerungen wach ruft“, bestätigt Mustang-Importeur Dieter Thiel von USCars24 in Wuppertal. Für alle, die das Erlebnis in verschärfter Form genießen möchten, kann er nun auch mit dem brandneuen Shelby GT 500 dienen – einst der King unter den Musclecars, heute ein von Carroll Shelby sanktioniertes Mustang-Derivat. Wie das Vorbild gnadenlos motorisiert und heiß begehrt. In den USA wird er für verlockende 41 325 Dollar (plus Extras) angeboten, aber da ihn Ford knapp hält (maximal 10 000 Exemplare pro Jahr), ist der Sticker-Preis momentan Makulatur. Wer schnell zum Zug kommen möchte, muss deutlich mehr hinlegen. Das bleibt auch den deutschen Käufern nicht erspart.

Importeur Thiel verlangt für das starke Stück 69 900 Euro, aber dafür steht es dann auch zulassungsfähig vor der Tür. Außerdem: Wo sonst gibt es für so wenig Kasse so viele PS? Wir reden hier von 500 Ponys. Das ist mehr, als selbst der schärfste aller GT 500 einst auf die Bremse brachte.

Shelby himself pflegte dieses auf 498 PS massierte Monster einst zu fahren (er nannte es Super Snake); Serie waren dagegen vergleichsweise milde 355 PS. Diesmal ist es ein Kompressor, der dem V8 aus dem Serienregal Dampf macht.

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