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Ford Ranger und VW Amarok im Fahrbericht

Einmal Schlammpackung, bitte!

Ford Ranger 3.2 TDCi Wildtrak, VW Amarok 2.0 BiTDI Highline, Front, Gelände Foto: Hans-Dieter Seufert 27 Bilder

Wir schwofen im Fahrbericht mit den zwei Pick-Ups Ford Ranger 3.2 TDCi und VW Amarok 2.0 BiTDI durch die Kiesgrube. Warum? Um zu wissen, wer der bessere Matsch-Tänzer ist.

25.04.2012 Powered by

Kurz nach vier Uhr lacht die Sonne immer noch so gemein zum Bürofenster herein, dass man sich einfach nicht weiter konzentrieren kann. Erst recht nicht beim Blick auf den Parkplatz. Dort wartet der brandneue Ford Ranger 3.2 TDCi und schaut wie ein junger Hund, der spielen will. Also los, werfen wir Steinchen in der Kiesgrube.

Schon auf dem Weg dahin wird klar: Moderne Pickups können nicht nur kleine Kiefern und Kieshaufen transportieren, sondern mittlerweile trotz hinterer Starrachsen bis zu fünf Erwachsene bequem durchs Land tragen. Dabei bieten sie die Annehmlichkeiten eines SUV: bequem einsteigen, hoch sitzen, den Verkehr gut überschauen. Das Ende geteerter Straße schreckt ihre Fahrer ebensowenig wie tiefe Schlammlöcher. Australier und Amerikaner schätzen und kaufen sie deshalb seit Jahrzehnten in rauen Mengen (die Ranger-Baureihe läuft in den USA bereits seit 1982).

VW Amarok geradlinig und schnörkellos

Hierzulande führen sie dagegen nur ein Schattendasein, woran auch der VW Amarok nichts geändert hat. Er wird in Deutschland seit 2010 angeboten und setzt auf gerade Linien, solide Verarbeitung und kräftige TDI-Motoren, die mit Schalt- und Automatikgetrieben kombiniert werden können. Die Basis mit 140 PS starkem Diesel (ab 23.205 Euro) besitzt übrigens keinen Allrad-, sondern Heckantrieb.

Genauso ist es beim günstigsten Ford Ranger, der für 24.978 Euro mit einem 125 PS starken Diesel antritt, aber im Vergleich zum VW nicht nur als Einzel- (zwei Türen, zwei Sitzplätze) und Doppelkabine (vier Türen, fünf Sitzplätze) bestellt werden kann, sondern auch als Extrakabine mit zwei Doppelflügeltüren und zwei hinteren Notsitzen.

Für die heutige Party in der Kiesgrube führen wir jeweils die stärksten Viertürer aus – den Ranger Ford Ranger 3.2 TDCi und den VW Amarok 2.0 Bi-TDI. Während der Fünfzylinder-Turbodiesel des Ford Ranger schon bei 1.500 Umdrehungen 470 Newtonmeter Drehmoment an alle vier Räder verteilt (seine sechs Gänge werden für 1.190 Euro Aufpreis automatisch verwaltet), setzt der Vierzylinder-Selbstzünder des VW Amarok auf weniger Hubraum in Kombination mit zwei Turboladern, was bei 1.750 Umdrehungen 420 Newtonmeter bringt. Gefühlt zieht der rund 100 Kilogramm leichtere VW trotz seines Achtgang-Automatikgetriebes (2.434 Euro) nicht flotter, er soll den Ranger aber beim Verbrauch unterbieten. Laut Hersteller liegen die Verbräuche bei 10,4 zu 7,5 Liter pro 100 Kilometer.

Ford Ranger 3.2 TDCi modern und durchgestylter Pickup

Als die Kiesgrube endlich erreicht ist, toben Ford Ranger 3.2 TDCi und VW Amarok 2.0 BiTDI prächtig los und zeigen, was ihre Allradsysteme können. Beeindruckend sind dabei auch Details wie der Bergabfahrassistent, der die schweren Pritschen im Kriechgang hinabrollen lässt. Danach sichern die starken Motoren wieder satten Schub, der sich jeweils schön harmonisch verteilt. Während zwischen Piste und Fahrzeugboden mehr als 20 Zentimeter liegen, schmeckt die Luft im Cockpit nach Abenteuer – einem wohl temperierten, denn natürlich gibt es gegen Aufpreis eine Zwei-Zonen-Klimaanlage.

Die Unterschiede der beiden Modellen liegen hauptsächlich in ihrem Auftreten: Der Ford Ranger 3.2 TDCi verkörpert den modernen, durchgestylten Pickup, der markantere Linien im Blech trägt und mit einem verspielten Innenraum aufwartet. Sein kleines, griffiges Lenkrad und die Knopfinsel auf der Mittelkonsole erinnern an den Fiesta. Die optionalen Ledersitze sind bequem, die Verarbeitung könnte an einigen Stellen besser sein. So wie beim VW Amarok 2.0 BiTDI, der im Vergleich wie ein DIN-A4-Pickup wirkt: schnörkellose Karosserie, schlichtes Cockpit, bequemere Rücksitzbank, keine Überraschungen.

Welchen kaufen? Wenn Sie die Nüchternheit des VW Amarok 2.0 BiTDI langweilt, den Ford Ranger 3.2 TDCi. Er ist das markantere Auto, verbraucht aber etwas mehr.

Technische Daten
Ford Ranger 3.2 TDCi DoppelkabineVW Amarok DC 2.0 BiTDi
Grundpreis38.425 €35.266 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe5351 x 1850 x 1821 mm5254 x 1954 x 1834 mm
Hubraum / Motor3198 cm³ / 4-Zylinder1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung147 kW / 200 PS (470 Nm)120 kW / 163 PS (400 Nm)
Höchstgeschwindigkeit175 km/h182 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h10,8 s
Verbrauch9,5 L/100 km7,6 L/100 km
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